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Gemeinde Brechen informiert über neue Sirenen – Sirenenprobealarm am Samstag, 03.02.2024, 15 Uhr

Gemeindebrandinspektor Michael Gläser (li) und Bürgermeister Frank Groos stellen den neuen Flyer mit wichtigen Informationen zum Bevölkerungsschutz vor. (Foto: FOTO-EHRLICH.de/Peter Ehrlich)

Brechen. Silbrig glänzend, kantig im Erscheinungsbild und eher einem Lautsprecher gleichend – so sehen sie aus, die neuen Sirenenanlagen in der Gemeinde Brechen. Neben dem Rathaus in der Markstraße befinden sich weitere Standorte in Niederbrechen am Feuerwehrhaus und auf einem 12 m hohen Mast Am Engelsstück. In Oberbrechen sind Sirenen auf der Emstalhalle sowie auf der Alten Schule montiert und in Werschau auf dem Dorfgemeinschaftshaus.

„In der heutigen reizüberfluteten Zeit ist es wichtig, die Menschen mit einem markanten Signal auf Gefahren aufmerksam zu machen“, so Gemeindebrandinspektor Michael Gläser. Das starke Sirenensignal, das einen nicht zu verachtenden „Weckeffekt“ hat, sorgt sofort für ungeteilte Aufmerksamkeit!

Da die Warnung der Bevölkerung vor großen Gefahrenlagen auch vom Bund, den Ländern oder dem Landkreis angestoßen wird, musste die Gemeinde jetzt in neue Warntechnik investieren. Aber auch um das zwischenzeitlich deutlich ausgedehnte Gemeindegebiet hinreichend zu beschallen, waren die bisherigen Sirenen mit den typischen halbkreisförmigen Metalldeckeln technisch nicht mehr zeitgemäß und mussten um einen zusätzlichen Sirenenstandort erweitert werden. Ca. 80.000 € wurden insgesamt für die neue Warntechnik ausgegeben, berichtet Bürgermeister Frank Groos. Der größte Teil konnte dabei über Fördermittel finanziert werden.

Die Alarmierung der Feuerwehr zu Brandereignissen und Hilfeleistungen ist schon lange nicht mehr die primäre Aufgabe der Sirenen. So werden heute die Einsatzkräfte mittels digitaler Pager zum Einsatz gerufen. Nur bei Großschadenslagen werden die Floriansjünger noch zusätzlich mit dem einminütigen, zwei Mal unterbrochenen Sirenenton alarmiert, berichtet Michael Gläser.

Die jetzt installierten Sirenen dienen vornehmlich als Warnmittel für die Bevölkerung. Sie sind laut und innerhalb eines großen Radius zu hören. Dadurch sind sie gut geeignet, um Personen sogar im Schlaf vor einer bevorstehenden Gefahr zu warnen. Durch den markanten auf- und abschwellenden Heulton weisen Sirenen auf eine bevorstehende Gefahr hin. Die gewarnten Personen können sich anschließend über weitere Quellen, zum Beispiel Rundfunk, Warn-Apps oder die Webseite der Gemeinde genauer über die Art der Gefahr informieren. Auch Lautsprecherdurchsagen der Feuerwehr sind möglich und liefern weitere Handlungsanweisungen.

Die Gefahren vor denen gewarnt wird können sehr unterschiedlich sein. Generell gilt es aber, zunächst Ruhe zu bewahren, die Wohnung oder ein Gebäude aufzusuchen sowie Fenster und Türen zu schließen. Außerdem sollten Lüftungs- und Klimageräte ausgeschaltet werden.
Der einminütige, durchgehende Dauerton signalisiert das Ende einer Gefahr.

In der Gemeinde Brechen ist man sich der Verantwortung zum Bevölkerungsschutz bewusst, betont Frank Groos. So wurden Flyer entworfen und in allen Haushalten der Gemeinde verteilt, auf denen die Sirenensignale noch einmal aufgezeigt werden und Handlungsempfehlungen gegeben werden. Außerdem können auf der Webseite der Gemeinde: www.gemeinde-brechen.de/bevoelkerungsschutz Ausgaben des Flyers in mehreren Sprachen heruntergeladen und ausgedruckt werden.

Die neuen Sirenen sollen am Samstag, 3.2.2024 ab 15 Uhr getestet werden. Hierbei werden alle Sirenensignale nacheinander zu hören sein.

© Peter Ehrlich / FOTO-EHRLICH.de