Bad Camberg erhält Maximalsumme aus dem Förderprogramm „Zukunft Innenstadt“

Einen Förderbescheid über 200.000 € – und damit die maximale Summe – durften Bürgermeister Daniel Rühl und Kurdirektor Michael Sinn kurz vor Weihnachten aus dem Landes-Förderprogramm „Zukunft Innenstadt“ aus den Händen von Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori entgegennehmen. Der Magistrat der Stadt Bad Camberg hatte sich für die Teilnahme an der dritten Ausschreibung des Programms beworben – ebenso erfolgreich wie in den beiden Förderwellen zuvor. Die Kurstadt ist damit einer von 62 Förderkommunen in Hessen.
„Mit dem Förderbetrag von 200.000 € können wir weitere Maßnahmen zur Attraktivierung unserer Innenstadt auf den Weg bringen. Dies ermöglicht uns, eine höhere Aufenthaltsqualität zu schaffen, neue Geschäftsansiedelungen zu unterstützen und damit unsere Stadt nachhaltig lebendig zu halten“, erklärt Bürgermeister Daniel Rühl. Kurdirektor Michael Sinn ergänzt: „Mit den Fördermitteln aus den ersten beiden Wellen des Programms ,Zukunft Innenstadt‘ konnten wir bereits wichtige Projekte umsetzen. Wir freuen uns, dass wir die Jury mit unseren Ideen überzeugen konnten und auch dieses Mal zu den ausgewählten Förderstandorten gehören.“
Die Fördermittel, die in fünf Projekte fließen, sollen die Funktionsvielfalt und den Nutzungsmix in Bad Cambergs Innenstadt erhöhen. So soll der Kurhausvorplatz im Rahmen seines barrierefreien Umbaus auch gestalterisch – u.a. mittels Grünflächen, Möblierung und Verschattung – aufgewertet werden, um die Attraktivität dieses wichtigen Platzes zu steigern und diesen wieder zu einem beliebten Treffpunkt werden zu lassen. Auch die Infrastruktur für Veranstaltungen im Kurpark soll optimiert werden, damit das kulturelle Angebot dauerhaft zur Belebung der Innenstadt beiträgt. Unter anderem wird ein Strom- und Wasseranschluss dringend benötigt. Zudem soll die historische Altstadt, im Besonderen deren Plätze, mit entsprechendem Mobiliar ausgestattet und damit aufgewertet werden, um die Aufenthaltsdauer in angenehmer Atmosphäre zu erhöhen.
Gegenstand der Förderung sind aber auch vielfältige Zwischennutzungsideen, bei denen innerstädtische Leerstände Miteinander temporär genutzt und so langfristig wieder mit neuem Leben gefüllt werden sollen. So möchte Bad Camberg als ältestes hessisches uns drittältestes deutsches Kneippheilbad das Kur- und Gesundheitsprogramm aufwerten. Hierzu wird ein leerstehendes Ladenlokal angemietet, in dem ein „Kneipp-Raum“ geplant ist. In diesem sollen Kursangebote stattfinden und dort könnte auch ein „Kneipp-Shop“ beheimatet sein. Ergänzend hierzu soll dieser Raum tagsüber als „Leseraum“ und somit als Treffpunkt genutzt werden. Der „Kneipp-Raum“ soll temporär angemietet werden und so konzipiert sein, dass er jederzeit leicht bei einer Vermietung des Objekts, in einen anderen Leerstand übertragen werden kann.
Zudem möchte die Stadt Interessenten bei einer Anmietung eines der leerstehenden Ladenlokale in der Alt- oder Innenstadt durch die Bezuschussung der Mietkosten für ein Jahr unterstützen. Damit soll ein Anreiz für Existenzgründer und -gründerinnen gesetzt werden, sich mit einer Geschäftsidee in Bad Camberg niederzulassen. © Stadt Bad Camberg