Erste Sitzung des Seniorenbeirats in diesem Jahr stößt auf reges Interesse

Die erste Sitzung des Seniorenbeirats der Stadt Bad Camberg in diesem Jahr fand am Donnerstagabend in öffentlicher Runde statt und bot erneut Raum für Austausch und Impulse rund um die Belange älterer Menschen. Und von dieser Möglichkeit wurde reichlich und vor allem rege Gebrauch gemacht. Der Beirat, in dem Vertreter der politischen Gremien, der Stadtverwaltung sowie verschiedener Organisationen der Seniorenarbeit zusammenwirken, versteht sich als zentrale Stimme der älteren Generation.
Bürgermeister Daniel Rühl durfte 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer – teilweise stellvertretend für ihre Organisation – begrüßen und dankte diesen „für ihr außerordentliches, ehrenamtliches Engagement, dass sie für die Seniorinnen und Senioren in unserer Stadt leisten“.
Das Gremium blickte auf ein ereignisreiches Jahr 2025 zurück. Besonders gut besucht waren die acht gemeinsam mit der Gemeinde Selters organisierten Seniorenfahrten. Das monatliche Volksliedersingen lockte bis November jeweils rund 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an, ehe der plötzliche Tod eines Musikers das Angebot unterbrach. Weiterhin gut angenommen wurden das Demenzcafé in der K&S Seniorenresidenz, das kostenfreie Seniorenschwimmen im Kurhaus und die vielfältigen Beratungsangebote der Stadtjugend- und Seniorenpflege. Das Seniorenherbstfest musste aufgrund der hohen Nachfrage erneut auf zwei Tage verteilt werden und sorgte mit mehr als 400 Anmeldungen im Gemeindezentrum Würges für große Resonanz.
Für 2026 kündigte die Verwaltung erneut mehrere Seniorenfahrten an, deren Programm in Kürze veröffentlicht wird. Das Demenzcafé findet weiterhin monatlich statt und am 28. Juni lädt die Stadt wieder zum gemeinsamen Kneipp-Erlebnis- und Gesundheitstag in Kurhaus und Kurpark ein. Auch das Seniorenherbstfest wird erneut an zwei Terminen angeboten.
Auf großes Interesse stießen die Ausführungen Sandra Hübners, Leiterin des Bürgerbüros, zum Bürgerbus, der seit Februar 2024 für die Bürgerinnen und Bürger der Stadtteile Dombach, Schwickershausen und Oberselters bereitsteht. Das kostenfreie Angebot wird von Ehrenamtlichen getragen und steht für Fahrten zu wichtigen Einrichtungen des täglichen Lebens. Bürgermeister Rühl wies auf Nachfrage darauf hin, dass der Bürgerbus gemäß den Förderrichtlinien des Landes derzeit nur in diesen drei Stadtteilen eingesetzt werden darf – als sinnvolle Ergänzung des bestehenden öffentlichen Nahverkehrs und nicht als Konkurrenz zu den regulären Busangeboten. Die Stadt Bad Camberg arbeitet daran, die Erfolgsgeschichte Bürgerbus auszubauen und im Bereich der Machbarkeit nach weiteren Entwicklungsmöglichkeiten zu suchen, um den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger künftig noch besser gerecht zu werden. Bereits jetzt bietet sich den Bürgerinnen und Bürgern aus allen Stadtteilen die Gelegenheit, den Bürgerbus auch für Gruppenfahrten zu mieten.
Abschließend präsentierte sich die erste Gemeindepflegerin der Stadt Bad Camberg, Indra Diehl, die künftig als niedrigschwellige Anlaufstelle für ältere Menschen zur Verfügung steht und gab einen Einblick in ihre Arbeit. Bürgermeister Rühl betonte, dass die neue Stelle eine wichtige Lücke schließe und dazu beitragen werde, ältere Menschen frühzeitig zu erreichen und passgenaue Hilfen zu organisieren. Indra Diehl freut sich über „eine hohe Resonanz auf das Angebot nach nur zwei Wochen.“
Der Seniorenbeirat zeigte damit einmal mehr, wie engagiert Bad Camberg die Anliegen seiner älteren Bürgerinnen und Bürger im Blick behält. Bürgermeister Daniel Rühl bedankte sich bei den Anwesenden für „den überaus produktiven Austausch“. © Stadt Bad Camberg