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Pflanzenschutzdienst des Regierungspräsidiums Gießen hat vor dem Muttertag mit Kontrollen der Blumenimporte am Frankfurter Flughafen viel zu tun

Mehr als 30 Millionen in zwei Wochen

Pflanzenschutzdienst des Regierungspräsidiums Gießen hat vor dem Muttertag mit Kontrollen der Blumenimporte am Frankfurter Flughafen viel zu tun

Gießen/Frankfurt. Am 10. Mai ist Muttertag. Da werden meist Blumen verschenkt – eine turbulente Zeit nicht nur für Blumenhändler, sondern auch für die Importeure, die die Pflanzen in großen Mengen am Flughafen Frankfurt abfertigen. Sage und schreibe mehr als 30 Millionen Stiele Schnittgrün und -blumen, meist Rosen, haben das internationale Drehkreuz dieses Jahr innerhalb von zwei Wochen passiert. Kontrolliert werden die Importe aus Drittländern vom Pflanzenschutzdienst des Regierungspräsidiums Gießen mit seinen 16 Beschäftigten direkt am Frankfurter Flughafen – entweder stichprobenartig oder, bei einer sogenannten Beschaupflicht, jede Sendung.

„Rosen sind nach wie vor am beliebtesten“, weiß Andreas Scharnhorst, Leiter der Grenzkontrollstelle am Flughafen. Alles in allem kamen mehr als 520 Importsendungen mit mehr als 30 Millionen Schnittblumen und Schnittgrün in Frankfurt an. Rund 22 Millionen Rosen, hauptsächlich aus Kenia, Äthiopien, Ecuador und Kolumbien, waren darunter. „Die Anzahl der kontrollierten Sendungen ist stark gestiegen, weil wir aufgrund neuer gesetzlicher Grundlagen zusätzlich Schnittgrün-Sendungen beschauen“, sagt Andreas Scharnhorst.

Kontrolliert wird, weil pflanzliche Produkte wie Obst und Gemüse, aber eben auch Schnittblumen aus dem außereuropäischen Raum mit Pflanzenschädlingen wie dem Heerwurm oder dem Zitruswickler befallen sein können. „Diese haben hierzulande oft keine natürlichen Fressfeinde und können sich daher mühelos ausbreiten. Wenn dies geschieht, können sie schnell zu einem Problem für hiesige Anbauer von Kultur- und Forstpflanzen werden“, erklärt Andreas Scharnhorst.

In diesem Jahr sind er und seine Kollegen zum Glück nicht fündig geworden. Eine Erklärung dafür ist, dass das EU-Pflanzengesundheitssystem und dessen Importkontrollen schon in den Exportländern dazu führen, nur ‚saubere‘ Pflanzen zu senden. Werden in den Herkunftsländern Schädlinge gefunden, werden die Pflanzen behandelt, bevor sie abgeschnitten, verpackt und gut gekühlt per Flugzeug oder Schiff in andere Länder gebracht werden – und den Beschenkten nicht nur zum Muttertag eine Freude machen. © RP-Gießen