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Landkreis bewirbt sich um Teilnahme am Landesprogramm „Präventionsketten Hessen“

Landrat Michael Köberle informiert darüber, dass der Kreisausschuss des Landkreises Limburg-Weilburg einen Beschluss gefasst hat, sich um die Teilnahme am hessischen Landesprogramm „Präventionsketten Hessen“ zu bewerben.

Ziel ist der Aufbau einer sogenannten „Präventionskette“ für Kinder im Alter von der Geburt bis zum zehnten Lebensjahr. Im Landkreis Limburg-Weilburg sind unter der Federführung der Kreisverwaltung bereits in den vergangenen Jahren zahlreiche präventive Angebote und erfolgreiche Netzwerke entstanden, die ein gesundes und gelingendes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen unterstützen. Mit dem Aufbau einer Präventionskette soll nun eine übergreifende kommunale Gesamtstrategie entwickelt werden, die bestehende Strukturen bündelt, aufeinander abstimmt und bei Bedarf weiterentwickelt, um eine transparente, durchgängige und bestmögliche Unterstützung von Kindern und Familien von der frühen Kindheit an zu erreichen.

Das Landesprogramm wird durch das Hessische Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege sowie das Hessische Ministerium für Soziales und Integration in Zusammenarbeit mit der Auridis Stiftung gefördert. Über die vorgesehene Laufzeit vom Juli 2026 bis Juni 2029 könnte der Landkreis mit einer Gesamtförderung in Höhe von rund 134.700 Euro rechnen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Sachkosten in Höhe von bis zu 10.000 Euro aus einem Entwicklungsfonds abzurufen. Über eine mögliche Fortführung des Engagements über das Jahr 2029 hinaus soll nach Auffassung des Kreisausschusses entschieden werden, sobald eine Evaluation der Projektergebnisse sowie Informationen zu den dann maßgebenden Förderbedingungen vorliegen.

Die Zuwendungsgeber möchten hessische Kommunen dabei unterstützen, eine noch kindgerechtere und familienfreundlichere Gesellschaft zu gestalten, in der die umfassenden Teilhabechancen sowie das gesunde und gelingende Aufwachsen von Kindern gestärkt werden. Ein besonderer Fokus liegt dabei auch auf Familien in belasteten Lebenslagen sowie auf Kindern mit erhöhtem Unterstützungsbedarf, um Bildungs- und Gesundheitschancen weiter zu verbessern und Benachteiligungen frühzeitig entgegenzuwirken. Durch eine Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen der Jugendhilfe, dem Gesundheitswesen, der Sozialverwaltung und den Bildungseinrichtungen soll die Angebotslandschaft und die Beteiligung von Kindern und deren Familien bedarfsgerecht und transparent weiterentwickelt werden, um die Chancengerechtigkeit zu erhöhen und neue Zugänge sicherzustellen.

Landrat Köberle freut sich darüber, dass der Landkreis im Anschluss an die Entscheidung des Kreisausschusses von der Landeskoordinierungsstelle „Präventionsketten Hessen“, welche bei der Hessischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V. angesiedelt ist, erste Signale erhalten hat, dass die Bewerbung des Kreises Aussicht auf Erfolg hat. Die Chancen des Landkreises zur Aufnahme in das Landesprogramm scheinen somit recht gut. © Landkreis Limburg-Weilburg