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Weltgesundheitsorganisation zertifiziert Katastrophenhilfe-Einheit der Johanniter-Unfall-Hilfe zum zweiten Mal

WELTGESUNDHEITSORGANISATION ZERTIFIZIERT KATASTROPHENHILFE-EINHEIT DER JOHANNITER-UNFALL-HILFE ZUM ZWEITEN MAL

Innenstaatssekretär Martin Rößler: „Die weitere Zertifizierung des Emergency Medical Teams ist eine verdiente Anerkennung für die professionelle Arbeit, die Johanniter in Krisengebieten weltweit leisten.“
Wiesbaden/Hofheim. Nach der ersten Zertifizierung des Emergency Medical Teams Type 1 Fixed der Johanniter-Unfall-Hilfe im Jahr 2017 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Katastrophenhilfe-Einheit abermals zertifiziert. Damit bescheinigt die WHO dem in Frankfurt am Main stationierten Soforthilfeteam höchste fachliche Qualität, außergewöhnliche Flexibilität beim mobilen und ortsfesten Arbeiten und internationale Einsatzfähigkeit. Innenstaatssekretär Martin Rößler nahm die zweite Zertifizierung zum Anlass, sich bei der Johanniter-Unfall-Hilfe in Hofheim über die Arbeit der Einheit zu informieren.
Das Emergency Medical Team Type 1 Fixed (EMT) ist darauf spezialisiert, in Krisengebieten in aller Welt eine ambulante medizinische Versorgung sicherzustellen – auch dann, wenn lokale Strukturen der Gesundheitsversorgung teilweise oder vollständig ausgefallen sind. Die Katastrophenschutz-Einheit bringt dafür eine eigene Infrastruktur auf Zeltbasis mit und kann mindestens zwei bis vier Wochen eigenständig agieren. Das EMT ist eine Ressource des europäischen Katastrophenschutzverfahrens, die sowohl international über die Europäische Kommission als auch in Deutschland angefordert und eingesetzt werden kann.
Martin Rößler zeigte sich bei seinem Besuch beeindruckt von der Arbeit des EMT und dankte der Johanniter-Unfall-Hilfe für ihr Engagement: „Die Johanniter sind nicht nur in Deutschland, sondern auch in den Krisenregionen der Erde im Einsatz, um Menschen in Not zu helfen. Unabhängig von medizinischen Strukturen vor Ort kann das Emergency Medical Team zwischen 50 und 150 Personen pro Tag versorgen. Das Leistungsspektrum reicht von der Stabilisierung medizinischer Notfälle über die Geburtshilfe und Behandlung infektiöser Erkrankungen bis hin zur psychologischen Erstversorgung. All das ist im Krisenfall ,Gold wert‘. Die zweite Zertifizierung des Emergency Medical Teams ist eine verdiente Anerkennung für die professionelle Arbeit, die Johanniter in Krisengebieten weltweit leisten.
Das Engagement der Johanniter ist aber auch hierzulande hochbeeindruckend: Mehr als 2.300 hauptamtlich Tätige, mehr als 5.400 ehrenamtlich Aktive und etwa 124.000 Fördermitgliedern gibt es allein in Hessen, Rheinland-Pfalz und an der Saar. Mit ihrer professionellen Arbeit im Rettungsdienst, Katastrophenschutz und vielen anderen Bereichen sind die Johanniter auch für die Hessische Landesregierung ein unverzichtbarer Partner. Allen, die sich bei den Johannitern engagieren, danke ich von Herzen. Den Mitgliedern des Emergency Medical Teams wünsche ich für ihre internationalen Einsätze weiterhin viel Erfolg und alles Gute.“

© Hessisches Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz