Roman Poseck: „Wir machen unsere Polizei fit für die Herausforderungen von morgen und sorgen dafür, dass Hessen sicher bleibt. Ermittlungen werden schneller und qualitativ hochwertiger geführt sowie Ressourcen gezielter eingesetzt. Die Polizei bleibt gleichzeitig vor Ort präsent und ansprechbar.“
Wiesbaden/Frankfurt. Innenminister Roman Poseck, Landespolizeipräsident Felix Paschek und LKA-Präsident Daniel Muth haben heute im Innovation-Hub das Projekt P25 vorgestellt. Mit P25 wird die Kriminalitätsbekämpfung der Polizei Hessen neu ausgerichtet. Damit reagiert die Polizei auf immer komplexer, digitaler und international vernetzter agierende Tätergruppierungen.
Innenminister Roman Poseck führte dazu aus: „Die Sicherheitslage hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Kriminalität ist heute international vernetzt, digital organisiert und technologisch hochgerüstet. Darauf müssen wir reagieren. Kriminelle dürfen die Polizei nicht abhängen. Die Polizei muss Schritt halten und auf neue Kriminalitätsphänomene angemessen reagieren. Die Polizei Hessen gibt mit dem Zukunftsprojekt P25 eine klare und konsequente Antwort.
Mit P25 wird die Kriminalitätsbekämpfung in unserem Land modern, effizient und zukunftsfest aufgestellt. Strukturen werden vereinheitlicht, Kompetenzen gebündelt und Abläufe beschleunigt. Gleichzeitig bleibt die Präsenz der Polizei vor Ort und ihre unmittelbare Ansprechbarkeit für die Bürger unverändert. Mir ist wichtig zu betonen, dass P25 weder zu Stellenabbau noch zu Standortschließungen führt. Im Gegenteil – wir stärken die Polizei insgesamt und bauen die regionale Präsenz weiter aus.
Ziel des Projekts ist es, die Strukturen und Prozesse im Bereich der Kriminalitätsbekämpfung an aktuellen und zukünftigen Entwicklungen neu auszurichten.
Das Landeskriminalamt wird als zentrale Fachbehörde gestärkt und noch enger mit den Polizeipräsidien sowie den regionalen Kriminalinspektionen vernetzt. So entsteht ein leistungsfähiges Netzwerk, das Wissen, Erfahrung und Informationen vom internationalen Datenaustausch bis zur Streife vor Ort effizient zusammenführt.
Landespolizeipräsident Felix Paschek: „Als Polizei stehen wir für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger. Dieses Versprechen halten wir, indem wir mit der Zeit gehen, auf Entwicklungen klug reagieren und neuen Kriminalitätsphänomenen mit neuen Strategien begegnen. Mit dem Projekt P25 stellen wir uns im Bereich der Kriminalitätsbekämpfung zukunftsfähig auf: Es geht um sinnvolle Strukturen und effiziente Prozesse. So stellen wir sicher, dass wir unsere Ressourcen für die Menschen gewinnbringend einsetzen und zudem neue Schwerpunkte setzen können, zum Beispiel im Bereich der Vermögensabschöpfung oder bei der Stärkung der Schutzleute vor Ort.
Mit der Einrichtung von Clearingstellen bearbeiten wir künftig Straftaten mit geringem Schaden und wenig Aufklärungsmöglichkeiten sehr effizient, ohne dabei von kleinteiliger Sachbearbeitung verschlungen zu werden. Gleichzeitig bleiben wir vor Ort präsent. Denn wir wissen, dass gute Polizeiarbeit insbesondere auch im direkten Kontakt mit den Menschen entsteht. Mit gestärkten Regionalen Kriminalinspektionen, hessenweit rund um die Uhr verfügbaren Kriminaldauerdiensten und deutlich mehr Schutzleuten vor Ort sind wir für die Bürgerinnen und Bürger ansprechbar.
Diese Veränderungen sind notwendig, damit wir als Polizei auch zukünftig erfolgreich und zuverlässig Kriminalität bekämpfen können. Den Weg der Veränderung selbst gestalten wir gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Polizeibehörden.“
Wie die Veränderungen in der Praxis aussehen können, stellte der Präsident des Hessischen Landeskriminalamts und zugleich Leiter des Projekts P25, Daniel Muth, vor: „Wer komplexe Täterstrukturen erkennen, Zusammenhänge identifizieren und Ermittlungen effizient steuern will, muss Daten intelligent analysieren. Denn Daten sind heute ein Schlüssel für erfolgreiche Kriminalitätsbekämpfung. Deshalb bündeln wir Kompetenzen im Bereich der Datenanalyse in eigenen Organisationseinheiten sowie in den Kriminalinspektionen „Cyber, Intelligence“.
Durch die Zusammenführung bislang getrennter Ermittlungsbereiche entstehen zudem leistungsfähige, vernetzte Einheiten. Ressourcen und Expertise werden gebündelt, Schnittstellen reduziert und Ermittlungsverfahren beschleunigt.
Ein zentrales Element ist das Operative Abwehrzentrum für Schwere und Organisierte Kriminalität – der sogenannte OperationsHub als integraler Bestandteil des Innovationsstandortes Frankfurt am Main im InnovationHub 110. So haben wir Sicherheit neu gedacht und die Kriminalitätsbekämpfung in Hessen ganzheitlich neu ausgerichtet zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger.“
Innenminister Poseck sagte abschließend: „Hessen ist ein sicheres Land und soll es auch in Zukunft bleiben. P25 ist dafür ein entscheidender Schritt zu einem Mehr an Sicherheit. Wir machen unsere Polizei fit für die Herausforderungen von morgen und sorgen dafür, dass die Menschen sich weiterhin sicher fühlen können. Ermittlungen werden schneller und qualitativ hochwertiger, Ressourcen gezielter eingesetzt und die Polizei bleibt gleichzeitig vor Ort präsent und ansprechbar.“
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