Fährt man von Bad Camberg in Richtung Autobahn, so ist zu erkennen: Der Bau des Solarparks Bad Camberg zwischen der sogenannten „Liebesinsel“ und der A3 macht deutliche Fortschritte. Seit November 2025 laufen die Arbeiten an der Photovoltaikfreiflächenanlage, wie bereits in einer Pressemitteilung der Stadt Bad Camberg berichtet (8. Dezember 2025). Auf einer Gesamtfläche von rund 8 Hektar entsteht dort derzeit der Solarpark Bad Camberg, geplant und erbaut durch die Firma Anumar.
Bereits zwei der insgesamt vier Solarfelder sind fertiggestellt. Insgesamt werden an dieser Stelle etwa 15.000 Photovoltaik-Module installiert. Nach Fertigstellung wird mit einem jährlichen Stromertrag von rund 9.200 MWh gerechnet. Damit können, nach Aussage des Investors, etwa 2.300 Haushalte zuverlässig mit umweltfreundlichem Strom versorgt werden. Die Investitionssumme beläuft sich auf rund 7 Millionen €. Durch den Betrieb des Solarparks werden jährlich rund 7.000 Tonnen CO₂-Emissionen vermieden. Zum Vergleich: Eine Buche benötigt etwa 80 Jahre Wachstum, um eine Tonne CO₂ aufzunehmen.
Bei genauer Betrachtung zeigt sich, dass lediglich etwa die Hälfte der geplanten Fläche tatsächlich mit PV-Modulen belegt wird. Zudem erfolgt die Installation der Trägerkonstruktion durch das Einrammen von Pfosten, wodurch keine Flächenversiegelung entsteht. Die natürliche Bodenstruktur bleibt somit weitgehend erhalten.
Die Inbetriebnahme des Solarparks ist für Ende des Jahres geplant, abhängig von der noch notwendigen Errichtung der Kabeltrasse zur Nachbargemarkung Selters Taunus.
Das Projekt des Unternehmens Anumar gilt nach der Hessischen Bauordnung (HBO) als baugenehmigungsfrei. Die Prüfung, ob die Anlage nach § 35 (8) BauGB privilegiert ist und dort gebaut werden darf, unterliegt der Naturschutzbehörde. Daher wurde die Stadt Bad Camberg angehört. In diesem Zuge hatte der Magistrat im Januar 2024 sein Einvernehmen zur Errichtung des Solarparks erteilt.
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