In welche Tonne gehört der Müll? Was passiert eigentlich mit dem Müll, nachdem er abgeholt wurde? Und was können schon die Kinder tun, um Müll zu vermeiden? Krähe Carla ist Müllexpertin und zurzeit wieder in allen ersten Schulklassen im Landkreis Limburg-Weilburg unterwegs, um den rund 1.800 Kindern all diese Fragen zu beantworten. Unterstützung bekommt sie von ihrem Freund Luca. Die beiden treffen sich, um einen Kuchen zu backen und stellen fest, dass dabei ganz schön viel Müll anfällt. Aber wohin damit?
Zusammen mit Carla und Luca freuen sich die Mitarbeiterinnen des Amtes für Abfallwirtschaft und des Sonderdienstes Klimaschutzmanagement des Landkreises auf den Beginn der 28. Erstklässleraktion. Ziel der seit 1994 laufenden Aktion ist es, bereits im jungen Alter ein nachhaltiges Bewusstsein für den Umgang mit Abfällen zu schaffen. „Nicht nur die Kinder lernen richtige Mülltrennung. Im besten Fall tragen sie das Wissen auch in ihre Familien, was zu einem nachhaltigeren Wertstoffkreislauf führt.“ So das Fazit des Ersten Kreisbeigeordneten Jörg Sauer, der am 11. März 2026 den Startschuss für die Aktion in der Grundschule in Runkel-Dehrn gab.
In den kommenden Wochen besuchen nun Josephine Roßbach vom Sonderdienst Klimaschutzmanagement, Monika Dahlen vom Amt für Abfallwirtschaft, Hella Birker und Samantha Huth alle 52 Grundschulen im Kreisgebiet. Die Schulstunde startet mit einem thematisch passenden Bewegungsspiel. Danach lernen die Kinder mit Hilfe von kleinen Mülltonnen spielerisch die Wege des Abfalls kennen.
Viele Kinder wissen schon einiges darüber, wo die Papierschnipsel, die beim Basteln übriggeblieben sind, hinkommen und dass man die leere Bonbonverpackung nicht im nächstbesten Straßengraben entsorgt. Aber es gibt auch knifflige Fälle, wie beispielsweise das vollgeschnäuzte Taschentuch oder die Abfälle, die beim Spitzen der Buntstifte angefallen sind. Da ist es manchmal gar nicht so einfach, den richtigen Müllbehälter zu finden. Gut, dass Krähe Carla weiß, dass das schmutzige Taschentuch und die Spitzerabfälle in den Restmüll gehören.
Vor allem beim Thema Altpapierrecycling leuchtet es den meisten Kindern ein, dass es nicht sinnvoll ist, Bäume für die Papierherstellung zu fällen. Zu schön sind doch die Erinnerungen an den letzten Ausflug in den Wald oder die Kletterpartie durch den alten Apfelbaum im Garten. Da ist es doch viel besser, aus Altpapier neues Papier herzustellen! Solche Wertstoffkreisläufe gibt es auch beim Bioabfall: wenn Krähe Carla zuerst die Mandarinenschalen aus der Brotdose zeigt und dann das Glas mit der frischen Komposterde, kann man den „Aha-Effekt“ in den staunenden Kinderaugen sehen.
Dass aber leider nicht alles im Kreislauf funktioniert und manche Abfälle, wie z. B. Altbatterien, sogar giftig sein können erfahren die Kinder ebenso wie die Antwort auf die Frage, welcher Müll denn nun der Beste sei? Bei über 8 Milliarden Menschen auf der Welt kann es nur einen besten Müll geben: nämlich den, den man gar nicht erst produziert! Also Trinkpäckchen raus und wiederverwendbare Trinkflasche rein in den Ranzen. Dasselbe gilt für Butterbrotpapier und Brotdose.
Nachdem die Kinder nun zu wahren Müllexpertinnen und Müllexperten geworden sind, hat Krähe Carla noch für jedes ein Geschenk dabei: ein Holzlineal, das so stabil ist, dass es die Kinder durch die gesamte Schulzeit begleiten wird, und ein Malheft mit der Geschichte von Krähe Carla und ihrem Freund Luca zum Nachlesen und Colorieren. © Landkreis Limburg-Weilburg