INNENMINISTER ÜBERREICHT BESCHEIDE IN HÖHE VON INSGESAMT 423.000 EURO AN HILFSORGANISATIONEN FÜR AUSBILDUNG VON EINSATZKRÄFTEN / BEVÖLKERUNGSSCHUTZ HAT OBERSTE PRIORITÄT
Roman Poseck: „Hilfsorganisationen, Feuerwehren und das Land Hessen ziehen an einem Strang. Unser Ziel ist ein Bevölkerungsschutz, auf den sich die Menschen in Hessen jederzeit verlassen können.“
Wiesbaden. Innenminister Roman Poseck hat heute im Hessischen Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz (HMdI) Vertreter der hessischen Hilfsorganisationen sowie des Landesfeuerwehrverbandes Hessen empfangen, um über aktuelle Herausforderungen, Investitionen und konkrete Maßnahmen zur weiteren Stärkung des Katastrophenschutzes zu beraten. Im Mittelpunkt standen die Zukunftsfähigkeit des Bevölkerungsschutzes, die Entlastung ehrenamtlicher Einsatzkräfte sowie die Modernisierung von Ausstattung, Infrastruktur und Ausbildung. Gegenstand der Erörterungen war dabei auch das Positionspapier der Hessischen Hilfsorganisationen sowie des Landesfeuerwehrverbandes Hessen vom Januar 2026.
Im Anschluss an die Beratungen hat Innenminister Roman Poseck Förderbescheide in einem Gesamtwert von 423.000 Euro für die Katastrophenschutzausbildung auf Landesebene an den organisationseigenen Ausbildungsstätten der Hilfsorganisationen übergeben und erklärt: „Wir leben in einer Zeit, in der sich Gefahrenlagen spürbar verändern. Extremwetter, Pandemien, hybride Bedrohungen und weitreichende Krisen stellen den Bevölkerungsschutz vor neue Herausforderungen. In dieser Lage brauchen wir starke Hilfsorganisationen, starke Feuerwehren und Menschen, die Verantwortung übernehmen.
Seit Jahrzehnten können wir uns auf den ASB, die DLRG, den DRK, die Johanniter-Unfall-Hilfe und den Malteser Hilfsdienst verlassen. Ihre rund 7.000 Helfer sind ein unverzichtbarer Partner für die Landesregierung und für den hessischen Katastrophenschutz. Seit über 20 Jahren arbeiten wir eng mit der Arbeitsgemeinschaft Katastrophenschutz zusammen und das zahlt sich aus.
Die ehrenamtlichen Helfer leisten täglich Außergewöhnliches und das hochprofessionell, verlässlich, oft unter härtesten Bedingungen. Sie retten Leben, organisieren Hilfe und geben Sicherheit. Dieses Engagement verdient mehr als Anerkennung; es verdient verlässliche Unterstützung.
Hessen liefert diese Unterstützung. Seit 2008 wurden rund 100 Millionen Euro in die Ausstattung des Katastrophenschutzes investiert. Die Fahrzeugflotte wuchs von 278 auf über 900 Fahrzeuge. Sanitäts-, Betreuungs- und Wasserrettungsdienst wurden ausgebaut, die Ausrüstung vor Ort modernisiert. Mit dem Zukunftspaket Katastrophenschutz legen wir nach: Bis 2030 stehen weitere 50 Millionen Euro bereit – für neue Fahrzeuge, einen stärkeren Sanitäts- und Betreuungsdienst, den GABC-Bereich und die Modernisierung von Katastrophenschutzunterkünften. Die Mittel aus dem Sondervermögen, die wir in Hessen auch gezielt in die Sicherheit investieren, bieten dafür die Grundlage. Zugleich verbessern wir die Rahmenbedingungen für alle, die sich ehrenamtlich engagieren.
Dazu gehört auch der konsequente Abbau von Bürokratie. Gemeinsam mit dem Landesfeuerwehrverband Hessen und der Arbeitsgemeinschaft Katastrophenschutz überprüfen wir Standards und Verwaltungsabläufe, damit Einsatzkräfte entlastet und Strukturen effizienter werden.
Das heutige Treffen macht deutlich: Hilfsorganisationen, Feuerwehren und das Land Hessen ziehen an einem Strang. Unser Ziel ist ein Bevölkerungsschutz, auf den sich die Menschen in Hessen jederzeit verlassen können.
Es war mir eine Freude, heute fünf Förderbescheide an ASB, DLRG, DRK, Johanniter-Unfall-Hilfe und Malteser Hilfsdienst in Höhe von insgesamt 423.000 Euro überreichen zu dürfen. Dieses Geld ist zur Förderung der Katastrophenschutzausbildung eine gut angelegte Investition in die Zukunft.
Der Bevölkerungsschutz bleibt Priorität. Das Hessische Innenministerium wird den Austausch mit den Hilfsorganisationen und dem Landesfeuerwehrverband fortsetzen, damit Hessen in herausfordernden Zeiten krisenfest bleibt und auf jede Lage vorbereitet ist.“
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