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Einkommen in Limburg-Weilburg um 193 Euro gestiegen

• Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht Entgeltstatistik 2025 • Der mittlere Verdienst in Limburg-Weilburg beträgt 3.935 Euro brutto • ‚Gender-Pay-Gap‘ sinkt auf monatlich 311 Euro monatlich • Fast jeder fünfte Vollzeitbeschäftigte arbeitet im unteren Entgeltbereich

Dass es auf regionaler Ebene und branchespezifisch deutliche Einkommensunterschiede gibt, zeigt jetzt eine Veröffentlichung der Bundesagentur für Arbeit (BA). Wie die Arbeitsagentur Limburg-Wetzlar berichtet, werden in dem vorliegenden Zahlenwerk die mittleren Bruttoeinkünfte (Medianeinkommen) mit Stichtag 31. Dezember 2025 nach Regionen, Personenmerkmalen und Branchen ausgewiesen. Maßgeblich ist dabei der Beschäftigungsort.

Beim Vergleich der Einkünfte von sozialversicherungspflichtigen Vollzeitbeschäftigten (ohne Auszubildende) belegt Hessen mit einem mittleren Einkommen von 4.530 Euro den dritten Platz. Höhere Einkünfte erwirtschaften Arbeitnehmer nur in Hamburg und Baden-Württemberg. Bundesweit liegt der Mittelwert bei 4.217 Euro. Gegenüber dem Jahr 2024 sind die Löhne und Gehälter damit im Mittel um 204 Euro gestiegen. Im Landkreis Limburg-Weilburg zahlten die Unternehmen im letzten Jahr an ihre vollzeitbeschäftigten Mitarbeitenden im Mittel 3.935 Euro monatlich. Damit lag der Monatslohn im Schnitt 193 Euro höher als 2024.

Gender-Pay-Gap liegt jetzt bei 311 Euro monatlich Geschlechtsspezifisch traten auch in Limburg-Weilburg unter den Vollzeitbeschäftigten Unterschiede auf. Männer verdienten 4.025 Euro und somit 311 Euro mehr als vollzeitbeschäftigte Frauen (3.714 Euro). Damit hat sich die Einkommenslücke zwischen Frauen und Männern um 12 Euro verringert Die Veröffentlichung unterscheidet zudem nach Nationalitäten (Deutsche: 4.103 Euro, Ausländer: 3.136 Euro), Altersstrukturen und Qualifikationsniveaus. Demnach lag das mittlere Einkommen für ungelernte Arbeitskräfte in der Region bei 3.004 Euro. Arbeitnehmer mit Berufsabschluss brachten 3.983 Euro mit nach Hause, Akademiker 5.746 Euro.

In der Differenzierung nach Branchen wurden in Limburg-Weilburg in der Finanz- und Versicherungsbranche (5.033 Euro) sowie bei Kunst und Unterhaltung (4.788 Euro) die höchsten Medianeinkommen erzielt. Am unteren Ende der Einkommensskala fanden sich das Gastgewerbe (2.637 Euro) und die Arbeitnehmerüberlassung (2.429 Euro). Im unteren Entgeltbereich waren im Kreisgebiet 6.196 Arbeitnehmer (18,3 Prozent aller Vollzeitbeschäftigten) tätig. Hier sind sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigte verortet, die weniger als 2/3 des Medianentgelts aller sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten in Deutschland erzielen (Schwellenwert bundesweit: 2.811 Euro). Damit ist die Quote innerhalb eines Jahres um 0,6 Prozentpunkte gesunken.

Hintergrundinformation:
Das Medianeinkommen bezeichnet die Einkommenshöhe, von der aus die Anzahl der Personen mit niedrigeren Einkommen gleich groß ist, wie die der Personen mit höheren Einkommen. Damit definiert der Median das mittlere Einkommen.

Warum betrachtet die Entgelt-Statistik üblicherweise den Median?
Die Berechnung von Mittelwerten – wie dem arithmetischen Mittel – ist methodisch nicht sinnvoll, da die tatsächlichen Bruttomonatsentgelte oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze nicht bekannt sind. Der Medianwert ist hingegen geeignet, um die Streuung der Entgelte zu charakterisieren. Der Median hat im Gegensatz zum arithmetischen Mittel zudem den Vorteil gegenüber sogenannten Ausreißern, also Werten, die extrem von anderen Werten abweichen, robust zu sein.

© Agentur für Arbeit Limburg-Wetzlar