Der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Limburg-Wetzlar: Trotz schwacher Konjunktur und Winter – Arbeitsmarkt bleibt robust

. Arbeitslosenquote steigt im Dezember um 0,2 Prozentpunkte auf 5,8 Prozent . LDK: 162 Arbeitslose mehr als im Vormonat, 131 mehr als vor einem Jahr . LM-WEL: 179 Arbeitslose mehr als im November und 199 mehr als im Vorjahr . Stellenmeldungen haben sich 2025 gegenüber 2018 mehr als halbiert

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Limburg-Wetzlar waren im Dezember 2025 insgesamt 13.616 Personen arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einer Quote von 5,8 Prozent, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen. Im November wurden 13.275 Arbeitslose vermeldet – die Quote lag bei 5,6 Prozent. Vor einem Jahr waren 13.286 Menschen im Bezirk ohne Beschäftigung – die Arbeitslosenquote betrug seinerzeit 5,6 Prozent. Von den insgesamt 13.616 arbeitslosen Personen waren 4.747 bei den Arbeitsagenturen in Limburg, Wetzlar und Dillenburg gemeldet. 3.122 Arbeitslose wurden beim Jobcenter Limburg-Weilburg gezählt. 5.747 Arbeitslose meldete das Kommunale Jobcenter des Lahn-Dill-Kreises.

„Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Dezember ist auch in der gegenwärtigen Ausprägung jahreszeitlich üblich. In den Wintermonaten melden sich vor allem Beschäftigte aus witterungsabhängigen Berufen, etwa aus dem Bau- und Baunebengewerbe sowie dem Landschaftsbau, arbeitslos. Entsprechend zeigt sich der Zuwachs insbesondere im Rechtskreis SGB III (Arbeitsagentur) sowie bei den Männern“, bewertet die Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Limburg-Wetzlar, Petra Kern, die Arbeitsmarktzahlen für den abgelaufenen Monat. Erfreulich sei dagegen die Entwicklung im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) und bei den Frauen, wo man im Dezember einen leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit verzeichnen konnte. Das zeige, dass der Arbeitsmarkt trotz der aktuell schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen insgesamt robust bleibe. „Im Jahresdurchschnitt ist die Arbeitslosigkeit im Gesamtbezirk gegenüber dem Vorjahr um 3,2 Prozent gestiegen. Angesichts der konjunkturellen Unsicherheiten und der Herausforderungen, mit denen sich viele Betriebe während des gesamten Jahres 2025 konfrontiert sahen, ist das ein vergleichsweise moderater Anstieg“, so Kern weiter. Die Nachfrage nach Arbeitskräften habe sich allerdings auch 2025 weiter abgeschwächt: Die Zahl der gemeldeten Stellen sei innerhalb eines Jahres um 6,3 Prozent zurückgegangen und habe sich gegenüber 2018 mehr als halbiert. Umso positiver sei zu bewerten, dass im Lahn-Dill-Kreis die Vermittlungsaufträge in den letzten beiden Monaten jeweils über den Werten der entsprechenden Vorjahresmonate lagen. Das sei ein wichtiges Signal dafür, dass die Unternehmen weiterhin einstellen und Perspektiven bieten, sagte die Agenturchefin abschließend.

 

 

Kreis Limburg-Weilburg:

Die Arbeitslosenquote lag im Dezember im Kreis Limburg-Weilburg bei 5,5 Prozent und damit um 0,2 Prozentpunkte über dem Vormonatswert. Im Dezember 2024 betrug die Quote 5,3 Prozent. In absoluten Zahlen: 5.243 Personen waren im letzten Monat als arbeitslos registriert. Das waren 179 mehr als im November (+3,5 Prozent) und 199 mehr als vor einem Jahr (+3,9 Prozent). Im Jahresdurchschnitt 2025 betrug die Arbeitslosenquote im Kreis Limburg-Weilburg 5,5 Prozent, 5.233 Personen waren seinerzeit im Schnitt arbeitslos. 

Im aktuellen Monat wurden 40,5 Prozent (2.121 Personen) der gemeldeten Arbeitslosen von der Agentur für Arbeit betreut. Somit ist die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB III (Arbeitsagentur) innerhalb eines Monats um 245 Personen (+13,1 Prozent) und im Vergleich zum Vorjahr um 201 Arbeitslose (+10,5 Prozent) gestiegen. 59,5 Prozent (3.122 Personen) aller gemeldeten Arbeitslosen waren im Dezember beim Jobcenter Limburg-Weilburg gemeldet. Das Jobcenter verzeichnet somit im Vormonatsvergleich einen Rückgang von 66 Arbeitslosen (-2,1 Prozent). Gegenüber Dezember 2024 hat sich die Arbeitslosigkeit hier um 0,1 Prozent (-2 Personen) reduziert. Im Schnitt des Jahres 2025 waren bei der Arbeitsagentur 2.011 Arbeitslose und beim Jobcenter 3.221 Arbeitslose gemeldet. Arbeitslose, die aufgrund einer vorherigen Beschäftigung Arbeitslosengeld erhalten, werden von der Arbeitsagentur betreut. Gleiches gilt für Erwerbslose, die kein Arbeitslosengeld beziehen, deren Lebensunterhalt jedoch anderweitig gesichert ist. Für Arbeitslose, die keinen Anspruch (mehr) auf Arbeitslosengeld haben und auf Leistungen der Grundsicherung (Bürgergeld) angewiesen sind, ist das Jobcenter zuständig. 

Die Zahl der arbeitslosen Männer stieg gegenüber dem Vormonat um 197 auf 3.083 Arbeitslose (+6,8 Prozent). Bei den Frauen reduzierte sich die Arbeitslosenzahl im gleichen Zeitraum um 18 auf 2.160 Erwerbslose (-0,8 Prozent). Im Vorjahresvergleich nahm die Arbeitslosigkeit bei den Männern um 193 Arbeitslose (+6,7 Prozent), bei den Frauen um 6 Arbeitslose (+0,3 Prozent) zu. 2025 waren jahresdurchschnittlich 3.005 Männer und 2.228 Frauen arbeitslos gemeldet. 

Die Jugendarbeitslosigkeit ist im Dezember um 0,7 Prozent oder 4 arbeitslose Personen angestiegen. Aktuell sind 584 Arbeitslose jünger als 25 Jahre: 89 mehr, als vor einem Jahr (+18,0 Prozent). Im Durchschnitt des Jahres 2025 waren 562 unter 25jährige von Arbeitslosigkeit betroffen.

Bei den älteren Arbeitslosen (50+) ist die Zahl im aktuellen Monat um 60 Betroffene auf 1.717 Arbeitslose gestiegen (+3,6 Prozent). Sie liegt damit um 80 Personen oder 4,9 Prozent über dem Vorjahreswert. Im Jahresdurchschnitt 2025 waren bei der Limburger Arbeitsagentur und dem Jobcenter Limburg-Weilburg 1.687 ältere Arbeitslose gemeldet. 

Die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen lag im Kreis Limburg-Weilburg im Dezember bei 304 Personen und somit um 10 Person oder 3,2 Prozent unter dem Vormonatswert. Gegenüber Dezember 2024 war ein Anstieg um 28 arbeitslosen Schwerbehinderten zu verzeichnen (+10,1 Prozent). Im Jahr 2025 waren jahresdurchschnittlich 309 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet.
 
Im Berichtsmonat waren im Landkreis 2.197 Ausländer als arbeitslos registriert. Dies waren 198 arbeitslose Ausländer mehr als im November (+9,9 Prozent) und 18 mehr als vor einem Jahr (+0,8 Prozent). Im Durchschnitt des Jahres 2025 waren 2.153 Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen.

Gegenwärtig weist die Statistik 1.578 Langzeitarbeitslose aus, 18 weniger als im Vormonat (-1,1 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen um 146 Personen oder 10,2 Prozent gestiegen. Im Jahresdurchschnitt 2025 waren 1.549 Personen langzeitarbeitslos gemeldet.

Im Dezember 2025 erteilten die Unternehmen und Verwaltungen den Arbeitgeberservices von Arbeitsagentur und Jobcenter 211 Vermittlungsaufträge. Dies waren 22 Stellen weniger als im Dezember 2024 (-9,4 Prozent). 2025 wurden insgesamt 2.635 Stellenangebote zur Besetzung gemeldet.

 

Lahn-Dill-Kreis:

Im Lahn-Dill-Kreis lag die Arbeitslosenquote im Dezember bei 6,0 Prozent und damit um 0,1 Prozentpunkte über dem Vormonatswert. Im Dezember 2024 betrug die Quote 5,9 Prozent. In absoluten Zahlen: 8.373 Personen waren im letzten Monat als arbeitslos registriert. Das waren 162 mehr als im November (+2,0 Prozent) und 131 mehr als vor einem Jahr (+1,6 Prozent). Im Jahresdurchschnitt 2025 betrug die Arbeitslosenquote im Lahn-Dill-Kreis 6,0 Prozent, 8.444 Personen waren seinerzeit im Schnitt arbeitslos.

Im aktuellen Monat wurden 31,4 Prozent (2.626 Personen) der gemeldeten Arbeitslosen von der Agentur für Arbeit betreut. Somit ist die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB III (Arbeitsagentur) innerhalb eines Monats um 194 Personen (+8,0 Prozent) und im Vergleich zum Vorjahr um 99 Arbeitslose (+3,9 Prozent) gestiegen. 68,6 Prozent (5.747 Personen) aller Arbeitslosen waren im Dezember beim kommunalen Jobcenter Lahn-Dill gemeldet. Das Jobcenter verzeichnet somit im Vormonatsvergleich einen Rückgang um 32 Arbeitslosen (-0,6 Prozent). Gegenüber Dezember 2024 erhöhte sich die Arbeitslosigkeit hier um 32 Personen (+0,6 Prozent). Im Schnitt des Jahres 2025 waren bei der Arbeitsagentur 2.547 Arbeitslose und beim Jobcenter 5.897 Arbeitslose gemeldet. Arbeitslose, die aufgrund einer vorherigen Beschäftigung Arbeitslosengeld erhalten, werden von der Arbeitsagentur betreut. Gleiches gilt für Erwerbslose, die kein Arbeitslosengeld beziehen, deren Lebensunterhalt jedoch anderweitig gesichert ist. Für Arbeitslose, die keinen Anspruch (mehr) auf Arbeitslosengeld haben und auf Leistungen der Grundsicherung (Bürgergeld) angewiesen sind, ist das Jobcenter zuständig.

Die Anzahl arbeitsloser Männer erhöhte sich im Lahn-Dill-Kreis gegenüber dem Vormonat um 177 Personen auf 4.724 Arbeitslose (+3,9 Prozent). Die Zahl arbeitsloser Frauen sank im gleichen Zeitraum um 15 (-0,4 Prozent) auf 3.649 Betroffenen. Im Vorjahresvergleich nahm die Arbeitslosigkeit bei den Männern um 200 Arbeitslose (+4,4 Prozent) zu, bei den Frauen um 69 Arbeitslose (-1,9 Prozent) ab. 2025 waren jahresdurchschnittlich 4.671 Männer und 3.773 Frauen arbeitslos gemeldet. 

Die Jugendarbeitslosigkeit ist im Dezember um 2,6 Prozent oder 24 Arbeitslose gestiegen. Aktuell sind 955 Arbeitslose jünger als 25 Jahre: 120 mehr, als vor einem Jahr (+14,4 Prozent). Im Durchschnitt des Jahres 2025 waren 925 unter 25jährige von Arbeitslosigkeit betroffen.

Bei den 50jährigen und älteren lag die Zahl der Arbeitslosen im abgelaufenen Monat bei 2.566 Personen und nahm damit im Vergleich zum Vormonat um 42 Personen (+1,7 Prozent) zu. Gegenüber Dezember 2024 ist bei diesem Personenkreis ein Anstieg um 32 ältere Arbeitslosen (+1,3 Prozent) festzustellen. Im Jahresdurchschnitt 2025 waren bei den Arbeitsagenturen in Wetzlar und Dillenburg sowie beim kommunalen Jobcenter des Lahn-Dill 2.589 ältere Arbeitslose gemeldet. 

Die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen lag im Lahn-Dill-Kreis im Dezember bei 733 Personen und somit um 2 Person oder 0,3 Prozent unter dem Vormonatswert. Gegenüber Dezember 2024 war ein Rückgang um 19 arbeitslosen Schwerbehinderten zu verzeichnen (-2,5 Prozent). Im Jahr 2025 waren jahresdurchschnittlich 748 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet.

Im Berichtsmonat waren im Lahn-Dill-Kreis 3.798 Ausländer als arbeitslos registriert. Dies waren 89 arbeitslose Ausländer mehr als im November (+2,4 Prozent) und 173 mehr als im Dezember 2024 (+4,8 Prozent). Im Durchschnitt des Jahres 2025 waren 3.777 Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen.

Gegenwärtig weist die Statistik 3.737 Langzeitarbeitslose aus, 23 weniger als im Vormonat (-0,6 Prozent). Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen um 205 Personen oder 5,8 Prozent gestiegen. Im Jahresdurchschnitt 2025 waren 3.756 Personen langzeitarbeitslos gemeldet.

Im Dezember 2025 erteilten die Unternehmen und Verwaltungen 253 Vermittlungsaufträge. Dies waren 43 Stellen mehr als im Dezember 2024 (+20,5 Prozent). 2025 wurden insgesamt 2.937 Stellenangebote zur Besetzung gemeldet.

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