Erforschung von hochpathogenen Viren
Regierungspräsidium Gießen genehmigt Errichtung und Betrieb eines zweiten Hochsicherheitslabors an der Philipps-Universität Marburg
Gießen. In Hessen gibt es rund 700 gentechnische Anlagen. Das Dezernat für Gentechnik des Regierungspräsidiums (RP) Gießen ist landesweit für alle Belange rund um das Thema zuständig. Nun hat das RP Gießen die gentechnikrechtliche Genehmigung zur Errichtung und Betrieb einer gentechnischen Anlage der höchsten Sicherheitsstufe 4 der Philipps-Universität Marburg erteilt. Mit der Inbetriebnahme des S4-Hochsicherheitslabors ist Ende des Jahres bis Anfang 2027 zu rechnen.
An der Marburger Universität gibt es bereits nebenan ein S4-Labor. Das neue Hochsicherheitslabor ist jedoch deutlich größer und verfügt dazu über ein flexibles Raumnutzungskonzept. Dadurch können zukünftige und auch hochkomplexe Forschungsvorhaben effektiv umgesetzt werden. In dem neuen Labor der höchsten Sicherheitsstufe sollen gentechnische Arbeiten an hochpathogenen Viren wie zum Beispiel Ebola-Viren durchgeführt werden. Diese Arbeiten umfassen die Grundlagenforschung, aber auch vorbereitende Arbeiten zur Diagnostik und Therapie sowie zur Impfstoffentwicklung gegen relevante virale Erreger. ...weiterlesen "Regierungspräsidium Gießen genehmigt Errichtung und Betrieb eines zweiten Hochsicherheitslabors an der Philipps-Universität Marburg"