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Der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Limburg-Wetzlar: Arbeitsmarkt verabschiedet sich in die Sommerpause

. Arbeitslosenquote stagniert im Juni bei 5,8 Prozent . LDK: 6 Arbeitslose mehr als im Vormonat, 451 mehr als vor einem Jahr . LM-WEL: 11 Arbeitslose mehr als im Mai und 65 weniger als im Vorjahr . Ausbildungsmarkt biegt in die Zielgerade: Noch gut 1.000 Ausbildungschancen

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Limburg-Wetzlar waren im Juni 2026 insgesamt 13.596 Personen arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einer Quote von 5,8 Prozent, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen. Im Mai wurden 13.579 Arbeitslose vermeldet - die Quote lag ebenfalls bei 5,8 Prozent. Vor einem Jahr waren 13.210 Menschen im Bezirk ohne Beschäftigung - die Arbeitslosenquote betrug seinerzeit 5,6 Prozent. Von den insgesamt 13.596 arbeitslosen Personen waren 4.469 bei den Arbeitsagenturen in Limburg, Wetzlar und Dillenburg gemeldet. 3.115 Arbeitslose wurden beim Jobcenter Limburg-Weilburg gezählt. 6.012 Arbeitslose meldete das Kommunale Jobcenter des Lahn-Dill-Kreises.

Ein leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit und eine -in beiden Landkreisen divergierende- Nachfrage nach Arbeitskräften prägen zur Jahresmitte die Entwicklung am Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Limburg-Wetzlar.

"Der Juni gehört traditionell nicht zu den dynamischen Monaten am Arbeitsmarkt. Viele Betriebe befinden sich bereits in der Urlaubsplanung, Personalentscheidungen werden aufgeschoben und zahlreiche Unternehmen konzentrieren sich zunächst auf die Abschlüsse des zweiten Quartals beziehungsweise des ersten Halbjahres", erläutert Petra Kern, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Limburg-Wetzlar. Zusätzlich sei der Arbeitsmarkt derzeit von mehreren saisonalen Effekten geprägt. So enden zum Halbjahreswechsel zahlreiche befristete Beschäftigungsverhältnisse. Gleichzeitig schließen viele junge Menschen ihre dreijährige Berufsausbildung ab. "Während gut ausgebildete Fachkräfte grundsätzlich weiterhin gefragt sind, beobachten wir aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen aktuell eine geringere Übernahmebereitschaft der Betriebe als in den Vorjahren. Nicht alle Auszubildenden können unmittelbar in ein Beschäftigungsverhältnis übernommen werden", so Kern weiter.

Auch das Ende des Schuljahres spiegele sich in den Arbeitsmarktzahlen wider. Viele Schulabgänger melden sich vorübergehend arbeitslos, bis sie eine weiterführende Schule, ein Studium oder eine Ausbildung beginnen. "Diese Meldungen dienen häufig der sozialen Absicherung und führen regelmäßig zu einem saisonalen Anstieg der Arbeitslosigkeit in den Sommermonaten", erklärt die Agenturchefin.

Für die kommenden Wochen rechnet die Agentur für Arbeit nicht mit einer spürbaren Belebung. "Auch für den Juli erwarten wir nur geringe Bewegungen am Arbeitsmarkt. Die Ferienzeit wird die Einstellungsaktivitäten vieler Unternehmen weiter bremsen. Erst nach der Sommerpause dürfte sich zeigen, ob die Betriebe die erforderliche Zuversicht entwickeln, um zusätzliche Beschäftigungsmöglichkeiten schaffen", sagt Petra Kern. Unabhängig von der aktuellen Entwicklung setzt die Agentur für Arbeit weiterhin auf intensive Beratung, Qualifizierung und Vermittlung. "Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ist es wichtig, Beschäftigte und Unternehmen aktiv zu unterstützen, damit Fachkräftepotenziale gesichert und neue Perspektiven eröffnet werden können", betont Kern und wirft abschließend noch einen Blick auf den Ausbildungsmarkt:

"Mit aktuell noch 1.021 unbesetzten Ausbildungsstellen bieten sich für junge Menschen auch auf der Zielgeraden des Ausbildungsmarktes noch sehr gute Chancen, einen passenden Ausbildungsplatz zu finden. Unsere Berufsberatung und der Arbeitgeber-Service haben deshalb in den vergangenen Tagen mit zusätzlichen Sonderveranstaltungen und Vermittlungsaktionen noch einmal gezielt Jugendliche und Ausbildungsbetriebe zusammengebracht. Unser Ziel ist es, möglichst vielen jungen Menschen den Einstieg in eine Ausbildung zu ermöglichen und gleichzeitig die vorhandenen Ausbildungskapazitäten in den Betrieben bestmöglich zu besetzen. Wer noch auf der Suche ist, sollte die Chancen jetzt nutzen und sich bei unserer Berufsberatung melden."

 

Kreis Limburg-Weilburg:

Die Arbeitslosenquote lag im Juni im Kreis Limburg-Weilburg bei 5,3 Prozent und damit um 0,1 Prozentpunkte über dem Vormonatswert. Im Juni 2025 betrug die Quote ebenfalls 5,3 Prozent. In absoluten Zahlen: 5.031 Personen waren im letzten Monat als arbeitslos registriert. Das waren 11 mehr als im Mai (+0,2 Prozent) und 65 weniger als vor einem Jahr (-1,3 Prozent). Im Jahresdurchschnitt 2025 betrug die Arbeitslosenquote im Kreis Limburg-Weilburg 5,5 Prozent, 5.233 Personen waren seinerzeit im Schnitt arbeitslos.

Im aktuellen Monat wurden 38,1 Prozent (1.916 Personen) der gemeldeten Arbeitslosen von der Agentur für Arbeit betreut. Somit ist die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB III (Arbeitsagentur) innerhalb eines Monats um 32 Personen (+1,7 Prozent) und im Vergleich zum Vorjahr um 88 Arbeitslose (+4,8 Prozent) gestiegen. 61,9 Prozent (3.115 Personen) aller gemeldeten Arbeitslosen waren im Juni beim Jobcenter Limburg-Weilburg gemeldet. Das Jobcenter verzeichnet somit im Vormonatsvergleich einen Rückgang um 21 Arbeitslose (-0,7 Prozent). Gegenüber Juni 2025 hat sich die Arbeitslosigkeit hier um 4,7 Prozent (153 Personen) reduziert. Arbeitslose, die aufgrund einer vorherigen Beschäftigung Arbeitslosengeld erhalten, werden von der Arbeitsagentur betreut. Gleiches gilt für Erwerbslose, die kein Arbeitslosengeld beziehen, deren Lebensunterhalt jedoch anderweitig gesichert ist. Für Arbeitslose, die keinen Anspruch (mehr) auf Arbeitslosengeld haben und auf Leistungen der Grundsicherung (Grundsicherungsgeld) angewiesen sind, ist das Jobcenter zuständig. Im Schnitt des Jahres 2025 waren bei der Arbeitsagentur 2.011 Arbeitslose und beim Jobcenter 3.221 Arbeitslose gemeldet.

Die Zahl der arbeitslosen Männer sank gegenüber dem Vormonat um 29 auf 2.866 Arbeitslose (-1,0 Prozent). Bei den Frauen erhöhte sich die Arbeitslosenzahl im gleichen Zeitraum um 40 auf 2.165 Erwerbslose (+1,9 Prozent). Im Vorjahresvergleich nahm die Arbeitslosigkeit bei den Männern um 20 Arbeitslose (-0,7 Prozent) und bei den Frauen um 45 Arbeitslose (-2,0 Prozent) ab. 2025 waren jahresdurchschnittlich 3.005 Männer und 2.228 Frauen arbeitslos gemeldet.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist im Juni um 2,3 Prozent oder 13 arbeitslose Personen gestiegen. Aktuell sind 577 Arbeitslose jünger als 25 Jahre: 69 mehr als vor einem Jahr (+13,6 Prozent). Im Durchschnitt des Jahres 2025 waren 562 unter 25jährige von Arbeitslosigkeit betroffen.

Bei den älteren Arbeitslosen (50+) ist die Zahl im aktuellen Monat um 13 Betroffene auf 1.632 Arbeitslose zurückgegangen (-0,8 Prozent). Sie liegt damit um 16 Personen oder 1,0 Prozent über dem Vorjahreswert. Im Jahresdurchschnitt 2025 waren bei der Limburger Arbeitsagentur und dem Jobcenter Limburg-Weilburg 1.687 ältere Arbeitslose gemeldet.

Die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen lag im Kreis Limburg-Weilburg im Juni bei 277 Personen und somit um 3 Person oder 1,1 Prozent unter dem Vormonatswert. Gegenüber Juni 2025 war ein Rückgang um 28 arbeitslose Schwerbehinderte zu verzeichnen (-9,2 Prozent). Im Jahr 2025 waren jahresdurchschnittlich 309 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet.

Im Berichtsmonat waren im Landkreis 1.967 Ausländer als arbeitslos registriert. Dies waren 47 arbeitslose Ausländer weniger als im Mai (-2,3 Prozent) und 97 weniger als vor einem Jahr (-4,7 Prozent). Im Durchschnitt des Jahres 2025 waren 2.153 Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen.

Gegenwärtig weist die Statistik 1.621 Langzeitarbeitslose aus, 15 mehr als im Vormonat (+0,9 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen um 81 Personen oder 5,3 Prozent gestiegen. Im Jahresdurchschnitt 2025 waren 1.549 Personen langzeitarbeitslos gemeldet.

Im Juni 2026 erteilten die Unternehmen und Verwaltungen den Arbeitgeberservices von Arbeitsagentur und Jobcenter 219 Vermittlungsaufträge. Dies waren 27 Stellen weniger als im Juni 2025 (-11,0 Prozent). 2025 wurden insgesamt 2.635 Stellenangebote zur Besetzung gemeldet.

 

Ausbildungsmarkt:
Von Oktober 2025 bis Juni 2026 meldeten sich im Landkreis Limburg-Weilburg 1.263 Ausbildungs-suchende. Dies waren 66 oder 5,5 Prozent mehr als in der vergleichbaren Vorjahresperiode. 565 dieser Jugendlichen sind derzeit noch unversorgt (Vorjahreswert: 473). Demgegenüber weist die Ausbildungsmarktstatistik insgesamt 908 gemeldete Ausbildungsstellen aus. Dies sind 10 Stellen bzw. 1,1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die statistische Abbildung der gemeldeten Berufsausbildungsstellen ist allerdings unvollständig. Hintergrund sind prozessuale Umstellungen. Demnach lag die Anzahl der gemeldeten Ausbildungsstellen im Juni 2026 schätzungsweise um 7 Prozent höher als bisher ausgewiesen. 416 dieser Lehrstellen sind bislang noch unbesetzt. Ende Juni 2025 waren noch 461 Ausbildungsstellen frei.

 

Lahn-Dill-Kreis:

Im Lahn-Dill-Kreis lag die Arbeitslosenquote im Juni unverändert bei 6,1 Prozent. Im Juni 2025 betrug die Quote 5,8 Prozent. In absoluten Zahlen: 8.565 Personen waren im letzten Monat als arbeitslos registriert. Das waren 6 mehr als im Mai (+0,1 Prozent) und 451 mehr als vor einem Jahr (+5,6 Prozent). Im Jahresdurchschnitt 2025 betrug die Arbeitslosenquote im Lahn-Dill-Kreis 6,0 Prozent, 8.444 Personen waren seinerzeit im Schnitt arbeitslos.

Im aktuellen Monat wurden 29,8 Prozent (2.553 Personen) der gemeldeten Arbeitslosen von der Agentur für Arbeit betreut. Somit ist die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB III (Arbeitsagentur) innerhalb eines Monats um 19 Personen (+0,7 Prozent) und im Vergleich zum Vorjahr um 202 Arbeitslose (+8,6 Prozent) gestiegen. 70,2 Prozent (6.012 Personen) aller Arbeitslosen waren im Juni beim kommunalen Jobcenter Lahn-Dill gemeldet. Das Jobcenter verzeichnet somit im Vormonatsvergleich einen Rückgang um 13 Arbeitslose (-0,2 Prozent). Gegenüber Juni 2025 erhöhte sich die Arbeitslosigkeit hier um 249 Personen (+4,3 Prozent). Arbeitslose, die aufgrund einer vorherigen Beschäftigung Arbeitslosengeld erhalten, werden von der Arbeitsagentur betreut. Gleiches gilt für Erwerbslose, die kein Arbeitslosengeld beziehen, deren Lebensunterhalt jedoch anderweitig gesichert ist. Für Arbeitslose, die keinen Anspruch (mehr) auf Arbeitslosengeld haben und auf Leistungen der Grundsicherung (Grundsicherungsgeld) angewiesen sind, ist das Jobcenter zuständig. Im Schnitt des Jahres 2025 waren bei der Arbeitsagentur 2.547 Arbeitslose und beim Jobcenter 5.897 Arbeitslose gemeldet.

Die Anzahl arbeitsloser Männer reduzierte sich im Lahn-Dill-Kreis gegenüber dem Vormonat um 64 Personen auf 4.728 Arbeitslose (-1,3 Prozent). Die Zahl arbeitsloser Frauen stieg im gleichen Zeitraum um 70 (+1,9 Prozent) auf 3.837 Betroffenen. Im Vorjahresvergleich nahm die Arbeitslosigkeit bei den Männern um 251 Arbeitslose (+5,6 Prozent) und bei den Frauen um 200 Arbeitslose (+5,5 Prozent) zu. 2025 waren jahresdurchschnittlich 4.671 Männer und 3.773 Frauen arbeitslos gemeldet.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist im Juni um 3,2 Prozent oder 32 Arbeitslose gestiegen. Aktuell sind 1.021 Arbeitslose jünger als 25 Jahre: 250 mehr als vor einem Jahr (+32,4 Prozent).Im Durchschnitt des Jahres 2025 waren 925 unter 25jährige von Arbeitslosigkeit betroffen.

Bei den 50jährigen und älteren lag die Zahl der Arbeitslosen im abgelaufenen Monat bei 2.651 Personen und nahm damit im Vergleich zum Vormonat um 11 Personen (+0,4 Prozent) zu. Gegenüber Juni 2025 ist bei diesem Personenkreis ein Anstieg um 93 ältere Arbeitslosen (+3,6 Prozent) festzustellen. Im Jahresdurchschnitt 2025 waren bei den Arbeitsagenturen in Wetzlar und Dillenburg sowie beim kommunalen Jobcenter des Lahn-Dill 2.589 ältere Arbeitslose gemeldet.

Die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen lag im Lahn-Dill-Kreis im Juni unverändert bei 705 Personen. Gegenüber Juni 2025 war ein Rückgang um 35 arbeitslose Schwerbehinderte zu verzeichnen (-4,7 Prozent). Im Jahr 2025 waren jahresdurchschnittlich 748 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet.

Im Berichtsmonat waren im Lahn-Dill-Kreis 3.771 Ausländer als arbeitslos registriert. Dies waren 22 arbeitslose Ausländer weniger als im Mai (-0,6 Prozent) und 162 mehr als im Juni 2025 (+4,5 Prozent). Im Durchschnitt des Jahres 2025 waren 3.777 Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen.

Gegenwärtig weist die Statistik 3.701 Langzeitarbeitslose aus, 30 weniger als im Vormonat (-0,8 Prozent). Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen um 65 Personen oder 1,7 Prozent gesunken. Im Jahresdurchschnitt 2025 waren 3.756 Personen langzeitarbeitslos gemeldet.

Im Juni 2026 erteilten die Unternehmen und Verwaltungen 324 Vermittlungsaufträge. Dies waren 57 Stellen mehr als im Juni 2025 (+21,3 Prozent). 2025 wurden insgesamt 2.937 Stellenangebote zur Besetzung gemeldet.

Ausbildungsmarkt:
Von Oktober 2025 bis Juni 2026 meldeten sich im Lahn-Dill-Kreis 1.392 Ausbildungssuchende. Dies waren 146 oder 11,7 Prozent mehr als in der vergleichbaren Vorjahresperiode. 573 dieser Jugendlichen sind derzeit noch unversorgt (Vorjahreswert: 485).
Demgegenüber weist die Ausbildungsmarktstatistik insgesamt 1.371 gemeldete Ausbildungsstellen aus. Dies sind 331 Stellen bzw. 19,4 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die statistische Abbildung der gemeldeten Berufsausbildungsstellen ist allerdings unvollständig. Hintergrund sind prozessuale Umstellungen. Demnach lag die Anzahl der gemeldeten Ausbildungsstellen im Juni 2026 schätzungsweise um 7 Prozent höher als bisher ausgewiesen. 605 dieser Lehrstellen sind bislang noch unbesetzt. Ende Juni 2025 waren noch 762 Ausbildungsstellen frei.

© Agentur für Arbeit Limburg-Wetzlar