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Fulda wird Pilotstandort für das Bundesprojekt „Schneller Gründen“

DARUM GEHT ES:

Die Stadt Fulda ist als einer von neun Standorten in Deutschland für die Pilotierung des Bundesprojekts „Schneller Gründen“ ausgewählt worden. Das Projekt zielt darauf ab, den Gründungsprozess in Deutschland deutlich zu vereinfachen, zu beschleunigen und vollständig zu digitalisieren. Dabei arbeiten Bund, Länder und die Kommunen Hand in Hand um noch bürgerfreundlicher zu werden.

Zitat Finanzminister Professor Dr. R. Alexander Lorz:

„Gründen in Fulda soll künftig einfacher, schneller und digitaler werden. Als eine von bundesweit nur neun Pilotkommunen ist die Stadt Fulda mit der Nachbargemeinde Petersberg ausgewählt worden, gemeinsam mit dem Land und dem Bund die Prozesse zu vereinfachen und zu erproben. Die Bewerbung war eine echte Gemeinschaftsleistung. Mit diesem Projekt setzen wir ein klares Signal: Staatsmodernisierung ist für die Menschen da. Wir müssen, wo es nur geht, Impulse für Wachstum und Entlastung setzen. Das ist einer davon.“

ZITAT Wirtschafts- und Verkehrsminister Kaweh Mansoori:

„Das Projekt ‚Schneller Gründen‘ macht den Weg frei für mehr Unternehmergeist und weniger Bürokratie. Fulda wird dabei eine Schlüsselrolle spielen: Als Pilotregion zeigt Osthessen, wie moderne, digitale Verwaltung Gründungen spürbar beschleunigen kann. Dass Fulda in dieses Bundesprojekt aufgenommen worden ist, ist ein starkes Signal – für den Standort, für Gründerinnen und Gründer und für ein Hessen, das gestalten will und nicht abwartet. Ich gratuliere zu diesem Erfolg!“

ZITAT MINISTERIN FÜR DIGITALISIERUNG PROFESSOR DR. KRISTINA SINEMUS:

„Mit dem von Hessen eingebrachten Beschluss ‚Gründen in 24h‘ hat die Digitalministerkonferenz am 13. Mai ein wichtiges Signal gesetzt: Unser Ziel ist eine vollständig digitale Unternehmensgründung innerhalb von 24 Stunden. Dafür müssen Verwaltungsleistungen digital gebündelt, Register besser vernetzt und das Once-Only-Prinzip konsequent umgesetzt werden. Das spart Zeit, reduziert Bürokratie und stärkt Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit.“

ZITAT MINISTER FÜR ENTBÜROKRATISIERUNG MANFRED PENTZ:

„Wir wollen Hessen besser, schneller und einfacher machen. Dazu gehört natürlich auch die Startup-Szene. Dass Fulda beim Pilotprojekt mit dabei ist, zeigt einmal mehr: Wenn es um Bürokratieabbau geht, spielt Hessen in der ersten Liga!“

ZITAT JUSTIZMINISTER CHRISTIAN HEINZ:

„Gute Ideen dürfen nicht an Formularen und rechtlichen Hürden scheitern. Wer ein Start-up gründen will, soll das schnell, digital und rechtssicher tun können - auch vom Notartermin bis zur Handelsregistereintragung. Daher freuen wir uns sehr, dass die Stadt Fulda vom Bund als Pilotstandort für ‚Schneller gründen‘ ausgewählt wurde. Die Erkenntnisse und Erfahrungen daraus sind sicherlich sehr wertvoll, nicht nur für die Stadt, sondern auch für ganz Hessen.“

ZITAT OBERBÜRGERMEISTER STADT FULDA DR. HEIKO WINGENFELD:

„Dass Fulda als Pilotstandort für „Schneller Gründen“ ausgewählt wurde, ist ein starkes Signal für unseren Wirtschaftsstandort. Wir übernehmen damit eine Vorreiterrolle bei der Modernisierung von Gründungsverfahren. Wer ein Unternehmen gründen will, braucht keine unnötigen Hürden, sondern klare, schnelle und digitale Abläufe. Gemeinsam mit dem Bund, dem Land Hessen und den beteiligten Behörden wollen wir den Weg in die Selbstständigkeit spürbar einfacher machen.“

FRAGEN UND ANTWORTEN

Was ist „Schneller Gründen“?

„Schneller Gründen“ ist ein gemeinsames Projekt von Bund und Ländern, verankert im Koalitionsvertrag der Bundesregierung. Kernziel ist es, den formalen Gründungsprozess – von der Gewerbeanmeldung über die Erteilung der Steuernummer bis hin zum Handelsregistereintrag (falls erforderlich) – so zu gestalten, dass Gründerinnen und Gründer rechtssicher ihre erste Rechnung stellen können. Der Prozess soll vollständig digital, nutzerfreundlich und ohne redundante Dateneingaben ablaufen.

Ein zentraler Baustein ist der digitale Kombiantrag für Gewerbe- und Steueranmeldung, der ab Juli 2026 an den Pilotstandorten unter Realbedingungen getestet wird. Da über 80 Prozent aller Neugründungen Einzelunternehmen sind, setzt das Projekt hier an: Durch die Bündelung der Anträge werden Doppelerfassungen vermieden, Rückfragen reduziert und der Prozess deutlich beschleunigt.

Warum lohnt sich das Projekt für die Kommune, aber auch für Gründerinnen und Gründer?

Für Gründerinnen und Gründer bietet die Teilnahme am Pilotprojekt konkrete Vorteile:

- Zeitersparnis: Keine mehrfache Eingabe gleicher Daten – der Kombiantrag vereinfacht die Anmeldung von Gewerbe und Steuern in einem Schritt.

- Weniger Bürokratie: Klare Übersichten und Checklisten machen die notwendigen Schritte transparent und reduzieren Unsicherheiten.

- Schnellere Handlungsfähigkeit: Das Ziel ist, dass Gründende so schnell wie möglich rechtssicher ihre erste Rechnung ausstellen können – ein entscheidender Faktor für den Start in die Selbstständigkeit.

- Mitgestaltung: Als Pilotstandort hat Fulda die Chance, die Lösung aktiv mitzuprägen und frühzeitig von den Verbesserungen zu profitieren.

Für die Verwaltung bedeutet das Projekt eine Entlastung durch höhere Datenqualität und weniger manuelle Nacharbeit. Langfristig soll „Schneller Gründen“ bundesweit skaliert werden und fragmentierte Online-Anträge ersetzen.

Wie sehen der Zeitplan und die nächsten Schritte aus?

Mai 2026: Start der Zusammenarbeit mit den Pilotstandorten für den Kombiantrag.

Juli 2026: Beginn der Erprobung unter Realbedingungen.

Anschluss: Nach erfolgreicher Pilotphase folgt die Ausweitung auf weitere Unternehmensformen und die bundesweite Einführung.

Wo gibt es weiterführende Informationen?

Unter schneller-gruenden.bmds.bund.de können Sie sich über das Projekt informieren. © HMdF