Springe zum Inhalt

Limburg: Beschilderung für Radfahrende soll besser werden

Wer der Beschilderung des Lahnradwegs (R7) folgt, überquert die Lahn über die Lichfield-Brücke. Für den Weg in die sehenswerte Altstadt würde sich jedoch die alte Brücke anbieten. Solche Fälle einer Vorbei-Wegweisung gibt es mehrfach. Oder der oft fehlende Hinweis auf den Limburger Bahnhof, wobei die Kombination von Rad und ÖPNV bei Touristen durchaus beliebt ist. Das kann also besser werden – und es soll auch besser werden.

Der Magistrat hat den Auftrag für ein Konzept zur Radwegebeschilderung vergeben. Rund 30.000 Euro beträgt das Volumen. Zur Abgabe eines Angebots waren drei fachlich geeignete Büros angeschrieben worden. Der Auftrag wurde vergeben unter Einbeziehung des Preises, der fachlich-inhaltlichen Qualität sowie der Erfahrung und Qualifikation der Projektverantwortlichen.

Die Beschilderung an den Radwegen ist zwar an den überregionalen Fernradwegen recht identisch, doch in den einzelnen Kommunen entlang der Wege gibt es eine Vielfalt, die die Wegweisung eher unübersichtlich macht. Zudem fehlen häufig Hinweise auf wichtige Ziele, die Entfernungsangaben sind teilweise uneinheitlich und auch die Standorte mancher Wegweiser sollten überprüft werden – etwa wenn sie wiederholt umgefahren werden oder, wie an der alten Brücke in Limburg, Hinweise in Richtung Altstadt an dieser Stelle gänzlich fehlen.

In der Domstadt und ihren Stadtteilen hat das im Jahr 2022 beschlossene Radwegekonzept in der Beschilderung bisher noch keinen Niederschlag gefunden, somit fehlen Hinweise auf Verbindungen, die im Limburger Radnetz empfohlen werden. Ziel wird es zudem sein, die Hinweise den gültigen Vorgaben und Rahmenbedingungen anzupassen. Bestand und Neuplanung sind zudem zu digitalisieren.

Nach Angaben der Stadtverwaltung findet durch das Land aktuell eine Neubeschilderung der hessischen Radfernweg und damit auch das Lahntalradwegs statt. Die neue Beschilderung ist dabei in diesem Jahr geplant. Wenn die Stadt dieser geänderten Beschilderung durch Anpassung und Erneuerung Rechnung trägt, kann es insgesamt zu einer deutlichen Verbesserung der Wegweisung kommen.

Mit dem neuen Konzept wird es zu neuen Standorten für die Radewegebeschilderung kommen. Die entsprechenden Daten der Schilderstandorte sollen auch digital erfasst und in ein GIS-System übertragen werden, was die zukünftige Unterhaltung des Beschilderungsnetzes dann deutlich vereinfacht. Mit der Verwendung einer einheitlichen Software, sie gilt als Standard in Hessen und wird auch für die Beschilderung der Radfernwege genutzt und von Hessen Mobil zentral verwaltet, soll die Einheitlichkeit und Schlüssigkeit des Netzes aus Wegweisern sowie der Schilderinhalte garantiert werden.

Die Stadt kann für die Erstellung eines Konzeptes auch Fördergelder erwarten. Über die Nahmobilitätsrichtlinie des Landes ist eine Förderung möglich. Ein entsprechender Förderbescheid liegt der Stadt seit Anfang November vergangenen Jahres vor. Die Förderquote liegt grundsätzlich bei 60 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, die mögliche Gesamtzuwendung liegt bei maximal 20.500 Euro. © Stadt Limburg