Höchste Qualitätsstufe in der Endoprothetik: Krankenhaus Limburg erhält EPZmax-Zertifizierung

Das Zentrum für Orthopädie und Traumatologie (ZOT) des St. Vincenz Gesundheits-Verbundes ist als EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung (EPZmax) zertifiziert worden und gehört damit zu den nur acht Einrichtungen in Hessen, die diesen höchsten Qualitätsstandard in der endoprothetischen Versorgung erfüllen. Ein starkes Signal für die regionale Gesundheitsversorgung: Die Auszeichnung bestätigt, dass die Limburger Orthopädie über ausgewiesene operative Expertise, klar strukturierte Prozesse und eine eng verzahnte interdisziplinäre Versorgung verfügt – Kriterien, die im Rahmen eines umfassenden Audits durch anerkannte externe Fachprüfer bestätigt wurden.

„Die EPZmax Zertifizierung attestiert, dass wir in Limburg Endoprothetik auf einem Niveau anbieten, das nur wenige Kliniken in Hessen erreichen,“ freut sich Dr. Stefan Roland, Chefarzt der Orthopädie, über die Bestätigung. „Für unsere Patientinnen und Patienten bedeutet das ein Höchstmaß an Sicherheit und Qualität.“

Zertifizierungserfolg durch klare Prozesse und engagierte Teams

Dass dieser Anspruch nun offiziell bestätigt wurde, ist nicht zuletzt dem Engagement von Dr. Jürgen Fey zu verdanken. Der leitende Oberarzt hat den Zertifizierungsprozess gemeinsam mit dem Team des Qualitätsmanagements mit großer Präzision gesteuert. Er koordinierte Prozessanpassungen, strukturierte die interdisziplinäre Zusammenarbeit und stellte sicher, dass sämtliche Vorgaben der Fachgesellschaften erfüllt wurden.

Alle beteiligten Fachabteilungen wurden im Rahmen des Erstaudits durch die externen Auditoren umfassend geprüft. Die Stichproben reichten von strukturellen Voraussetzungen über definierte Prozesse bis hin zu kompletten Behandlungspfaden. Hervorgehoben wurden insbesondere die klare Organisation der Einrichtung sowie die ausgeprägte Motivation von Sozialdienst, Physiotherapie und den Stationsteams, die den EPZ Ansatz bereits sichtbar leben. Lobend erwähnten die Auditoren darüber hinaus die Qualität der operativen Versorgung komplexer orthopädischer Krankheitsbilder.

Erfahrung als zentraler Qualitätsfaktor

Für Patientinnen und Patienten eröffnet die Zertifizierung klare Vorteile. Sie gewährleistet eine Behandlung durch sehr erfahrene Spezialisten, die nach standardisierten und extern geprüften Abläufen arbeiten. Die enge Abstimmung aller beteiligten Disziplinen – von Diagnostik und OP bis zur Rehabilitation – schafft ein hohes Maß an Sicherheit und Verlässlichkeit.

„Bei Gelenkersatz Operationen und komplexen Revisionseingriffen ist operative Erfahrung ein zentraler Qualitätsfaktor,“ erklärt Chefarzt Dr. Roland. Mit jährlich rund 2.500 Eingriffen verfügt das Zentrum über eine hohe Routine, die sich u.a. in präziser Implantatpositionierung und einer individuellen Anpassung an die anatomischen Gegebenheiten der Patientinnen und Patienten niederschlägt.

Regionale Versorgung auf Maximalniveau

Die Zertifizierung besitzt auch für die Region eine besondere Relevanz. Patientinnen und Patienten müssen für eine endoprothetische Versorgung auf höchstem Niveau nicht in überregionale Zentren ausweichen, sondern finden diese Qualität wohnortnah in Limburg. Das Limburger Krankenhaus verfügt bereits über mehrere etablierte Fachzentren – darunter Brust , Gefäß , gynäkologische und kardiologische Medizin sowie eine zertifizierte Stroke Unit. Mit dem EPZmax wird das Versorgungsangebot im Dreieck zwischen Frankfurt, Wiesbaden und Koblenz wesentlich ergänzt.

„Wir sind stolz darauf, eines der wenigen EPZmax Zentren in Hessen zu sein,“ betont Geschäftsführer Guido Wernert. „Die Zertifizierung ist ein wichtiges Signal für die Menschen in der Region und ein großer Erfolg für unser gesamtes Team.“ Innerhalb des Verbundes besteht ein enger fachlicher Austausch zwischen den einzelnen Standorten sowie den zugehörigen Facharztpraxen. Zweitmeinungen können rasch eingeholt, Synergien zwischen Klinik und Praxis genutzt und Patientinnen und Patienten bei Bedarf unkompliziert an weitere Expertinnen und Experten verwiesen werden. Damit steht im gesamten Verbund – von der Unfall und Gelenkchirurgie über die Endoprothetik bis hin zur Sport und Kinderorthopädie – jederzeit die passende Expertise zur Verfügung, mit dem gemeinsamen Anspruch, eine bestmögliche Versorgung sicherzustellen.

Über die Endoprothetik im Limburger Krankenhaus

„Wenn die konservative Therapie keine ausreichende Linderung mehr bringt und gelenkerhaltende Verfahren an ihre Grenzen stoßen, ist die Implantation eines künstlichen Gelenks häufig die einzig verbleibende medizinisch sinnvolle Option,“ erläutert Chefarzt Dr. Stefan Roland. Die Wahl des geeigneten Verfahrens orientiert sich an Alter, Konstitution, Knochenqualität und dem individuellen Belastungsprofil der Patientinnen und Patienten.

Alle im Zentrum verwendeten Implantate sind im Deutschen Endoprothesenregister mit ausgezeichneten Langzeitergebnissen dokumentiert. Der operative Eingriff erfolgt überwiegend über minimalinvasive Techniken, die z.B. eine natürliche Muskellücke nutzen und umgebendes Gewebe schonen. „Dies ermöglicht in der Regel eine raschere Mobilisation, geringere postoperative Schmerzen, weniger Blutverlust und einen kleinen, ästhetisch unauffälligen Hautschnitt,“ erklärt Roland. © Krankenhausgesellschaft St. Vincenz mbH