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Warnung vor Überflutungen durch Starkregen

Unter Tiefdruckeinfluss ist eine milde und feuchte Luftmasse wetterbestimmend, die nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zu Schauern und Gewittern neigt. Ab Dienstagnachmittag ist mit auflebenden Schauern und Starkregen zu rechnen, besonders in Nord- und Osthessen. Es wird Starkregen mit örtlich 25 bis 40 l/m² erwartet, lokal eng begrenzt sind bis zu 50 l/m² in einer Stunde nicht ausgeschlossen. Innerhalb von sechs Stunden sind 35 bis 60 l/m² wahrscheinlich, lokal eng begrenzt sind 80 l/m² nicht ausgeschlossen. Im Bereich intensiver Niederschläge sind lokale Überschwemmungen und Meldestufenüberschreitungen möglich.
Für lokale Überschwemmungen und Überflutungen, die durch örtlich begrenzten Starkregen (z.B. bei Gewitter) auftreten, können keine Vorhersagen erstellt werden. Bitte achten Sie auf entsprechende Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD).
Über aktuelle Wasserstände und Hochwassermeldungen informiert das HLNUG auf seinen Informationsportalen unter folgenden Links:
• hochwasser.hessen.de/
• hlnug.de/static/pegel/wiskiweb3/webpublic/
HINTERGRUND STARKREGEN
Starkregen kann überall auftreten – in Hessen gibt es jedes Jahr mehrere heftige Niederschläge, die teils schwere Schäden anrichten. Mit fortschreitendem Klimawandel werden solche Ereignisse auch in Hessen häufiger und intensiver. Besonders gefährdet für Schäden durch Starkregen sind vor allem Bereiche mit versiegelten Flächen in Städten und Gemeinden. Das Fachzentrum Klimawandel und Anpassung am HLNUG bietet Kommunen und Einzelpersonen verschiedene Materialien an, anhand derer man sich gezielt über Risiken informieren und gegebenenfalls vorsorgen kann. So zeigen etwa die so genannten Fließpfadkarten die Wege, auf denen Regenwasser nach einem Starkregenereignis abfließen würde. Mit den Karten lassen sich potenzielle Gefahrenpunkte in den Kommunen identifizieren. Zudem offenbaren die Karten, wo das Wasser herkommt, bevor es im bebauten Gebiet zu Problemen führt. So können mögliche Standorte für Entlastungsmaßnahmen im Außenbereich erkannt werden. Die Karten können im Starkregen-Viewer eingesehen werden.
Wie kann man sich schützen?
Vorsorge ist wichtig. Sowohl Kommunen als auch Bürgerinnen und Bürger haben viele Möglichkeiten, sich vor Starkregen zu schützen. Nicht alle sind mit großem Aufwand verbunden, manchmal helfen auch schon relativ kleine Maßnahmen, um eine Gefahrenstelle zu entschärfen. Hilfreich ist es, ein Handlungskonzept mit Notfallplan, Sensibilisierungsmaßnahmen und Vorschlägen für technisch/bauliche Umsetzungen zu erarbeiten. Auch Bürgerinnen und Bürger können mit Eigenvorsorge an ihren Häusern zur Starkregenvorsorge beitragen.
Weitere Informationen:
• https://www.hlnug.de/t...starkregen
• https://www.hlnug.de/t...r-kommunen
• https://www.hlnug.de/f...en2023.pdf
• hlnug.de/themen/klimawandel-und-anpassung/projekte/klimprax-projekte/klimprax-starkregen/fliesspfadkarten
• https://umweltdaten.he...ml?lang=de
© Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie