„Wo Bürgerinnen und Bürger Gemeinsam Verantwortung übernehmen, entsteht Großartiges“
Sommerreise von Staatssekretärin Karin Müller /
Projekt „Zukunftsbeirat der Gemeinde Weinbach“ für Demografie-Preis 2026 nominiert
Wiesbaden. Staatssekretärin Karin Müller hat auf ihrer Sommerreise den Zukunftsbeirat der Gemeinde Weinbach besucht und den ehrenamtlich Aktiven für ihr besonderes Engagement für dieses innovative Beteiligungsformat gedankt.
„Der Zukunftsbeirat Weinbach zeigt eindrucksvoll, wie moderne Bürgerbeteiligung im ländlichen Raum nachhaltig gelingen kann. Menschen bringen ihre Ideen, ihre Erfahrungen und ihre Kompetenzen ein und gestalten damit aktiv die Zukunft ihrer Gemeinde. Entscheidend ist dabei, dass aus Engagement konkrete Projekte entstehen und die Bürgerinnen und Bürger erleben, dass ihre Beteiligung Wirkung entfaltet“, sagte die Staatssekretärin bei ihrem Besuch.
BÜRGERBETEILIGUNG MIT STRUKTUR UND WIRKUNG
Das Besondere am Zukunftsbeirat Weinbach: Rund 60 Bürgerinnen und Bürger engagieren sich ehrenamtlich in sechs Arbeitsgruppen für die Zukunft der Gemeinde. Themen sind unter anderem Tourismus, Infrastruktur, Klima und Energie sowie der gesellschaftliche Zusammenhalt. Grundlage des Beteiligungsformats ist eine eigens beschlossene Satzung, die Aufgaben und Zusammenarbeit verbindlich regelt. Eine Geschäftsstelle innerhalb der Gemeindeverwaltung koordiniert die Arbeit und bildet die Schnittstelle zwischen Bürgerschaft, Verwaltung und Politik. „Diese feste Verankerung ist eine große Stärke des Zukunftsbeirats. Ideen können gezielt in politische Entscheidungsprozesse eingebracht und umgesetzt werden“, sagte Staatssekretärin Karin Müller.
Zahlreiche Projekte zeigen die Wirkung des Ansatzes: Darunter der „Apfelweg“ in Gräveneck, ein Höfe-Flohmarkt und die Mitwirkung an der Bewerbung als Klimakommune. „Der Zukunftsbeirat zeigt: Wenn Menschen ihre Heimat aktiv mitgestalten können und Verantwortung übernehmen, entstehen nicht nur neue Projekte und Problemlösungen, sondern auch mehr Zusammenhalt und Identifikation mit dem eigenen Lebensort“, so die Staatssekretärin. „Gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels brauchen wir innovative Wege, um Menschen aller Generationen einzubinden und die Demokratie lebendig zu halten.
Der Zukunftsbeirat Weinbach verbindet bürgerschaftliches Engagement mit verbindlichen Strukturen und zeigt damit, wie Zukunft gemeinsam gestaltet werden kann. Allen, die dieses zukunftsweisende Projekt tragen und mit Leben füllen, gratuliere ich daher recht herzlich zur Nominierung für den Demografie-Preis 2026.“
Hintergrund:
Zum Projekt:
Der Zukunftsbeirat bindet Bürgerinnen und Bürger im kontinuierlichen Dialog dauerhaft in die kommunale Entwicklung ein. Die Arbeit erfolgt nach einem Bottom-up-Prinzip: Die Themen entstehen aus der Bevölkerung heraus. Durch regelmäßige Arbeits- und Abstimmungsformate sowie einen jährlichen Strategie-Workshop werden Ideen weiterentwickelt und umgesetzt. Langfristig soll das Modell ausgebaut und als Beispiel für erfolgreiche Bürgerbeteiligung im ländlichen Raum sichtbar gemacht werden. Ziel bleibt, Weinbach nachhaltig und generationengerecht zu gestalten.
Zum Demografie-Preis:
Der Hessische Demografie-Preis zeichnet seit 2010 innovative und nachhaltige Projekte aus, die Antworten auf die Herausforderungen des demografischen Wandels geben. Seit 2014 liegt der Schwerpunkt auf dem ländlichen Raum. Im Jubiläumsjahr „80 Jahre Hessen“ wird zusätzlich ein Sonderpreis vergeben. Über die Auszeichnung entscheidet eine Fachjury. Der Preis würdigt Projekte, die mit kreativen Ideen und lokalem Engagement Antworten auf gesellschaftliche Veränderungen geben. Er macht erfolgreiche Ansätze bekannt, regt zum Nachahmen an und stärkt damit nicht nur die ausgezeichneten Regionen, sondern den ländlichen Raum in ganz Hessen.
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