INNENSTAATSSEKRETÄR SPRICHT BEIM 1. LANDESDELEGIERTENTAG DER NEUGEGRÜNDETEN KINDER- UND JUGENDFEUERWEHR HESSEN
Martin Rößler: „Mit dem neuen Nachwuchsverband der Feuerwehr wächst zusammen, was schon lange zusammengehört.“
Die Jugendfeuerwehr Hessen hat im Hessischen Landtag in Wiesbaden ihre 50. und letzte Delegiertenversammlung abgehalten. Gleich im Anschluss fand dort auch die 1. Delegiertenversammlung der neugegründeten Kinder- und Jugendfeuerwehr Hessen statt. Der Landesfeuerwehrverband (LFV) Hessen will den Nachwuchsbereich mit der Schaffung der neuen gemeinsamen Struktur für die Kinderfeuerwehr und Jugendfeuerwehr weiterentwickeln und eine noch bessere Interessenvertretung gewährleisten. In Hessen sind im Bereich der Kinder- und Jugendfeuerwehren insgesamt mehr als 42.000 junge Leute und 5000 Betreuer aktiv, die Gesamtzahl der Nachwuchsgruppierungen liegt bei über 3000.
Innenstaatssekretär Martin Rößler hielt auf der Delegiertenversammlung der neuen Kinder- und Jugendfeuerwehr Hessen ein Grußwort und hob dabei die Bedeutung der Nachwuchsarbeit für den flächendeckenden Brandschutz hervor: „Mit der Neugründung der Kinder- und Jugendfeuerwehr Hessen wächst zusammen, was schon lange zusammengehört. Denn die Kinder- und die Jugendfeuerwehren eint dasselbe Ziel: junge Menschen für den Brandschutz zu begeistern und letztlich für den Einsatzdienst bei der Feuerwehr zu gewinnen. Dies tun die engagierten Betreuer seit Jahren sehr erfolgreich. Mit dem Zusammenschluss der Kinder- und Jugendfeuerwehr entsteht nun eine der größten Nachwuchsorganisationen Hessens.
Die hessischen Kinder- und Jugendfeuerwehren leisten Herausragendes, wenn es um die Hinführung zum Brandschutz geht. Sie bieten jungen Menschen eine sinnvolle Aufgabe in einer starken Gemeinschaft und leisten zugleich einen wichtigen Beitrag zur demokratischen Teilhabe in den hessischen Kommunen. Dass die 1. Delegiertenversammlung der Kinder- und Jugendfeuerwehr Hessen im Landtag – im Herzen der hessischen Demokratie – stattfindet, ist ein starkes Zeichen. Feuerwehrleute sind beim Retten, Löschen, Bergen und Schützen immer auch Repräsentanten unserer freiheitlichen demokratischen Grundordnung.
Allen, die in Kinder- und Jugendfeuerwehren dafür sorgen, dass junge Menschen zu pflichtbewussten Brandschützern herangebildet werden, danke ich von Herzen. Mit ihrer Arbeit leisten sie einen unverzichtbaren Beitrag zu einem flächendeckenden hessischen Brandschutz in der Zukunft. Dem frisch gewählten Landes-Kinder- und Jugendfeuerwehrwart Martin Philipp und seinem gesamten Team wünsche ich viel Erfolg, gute Ideen und allzeit Freude bei der Arbeit.“
VIELFÄLTIGE FÖRDERUNG
Die Stärkung des Brand- und Katastrophenschutzes ist für die Hessische Landesregierung ein Schwerpunkt. Im Rahmen seiner Unterstützung investiert das Land schon seit Jahren in Feuerwehrfahrzeuge, -häuser und -technik, aber zum Beispiel auch in die Aus- und Fortbildung von Einsatzkräften an der Hessischen Landesfeuerwehrschule (HLFS). Allein im Jahr 2025 wurden rund 135 Fahrzeuge und rund 60 Baumaßnahmen an Feuerwehrhäusern mit mehr als 21 Millionen Euro gefördert. Damit hat das Land mehr als 90 Prozent aller eingegangenen förderfähigen Anträge bewilligt und damit trotz schwieriger Gesamthaushaltslage das hohe Niveau der Vorjahre halten können. Seit 2016 betrug die Förderung von mehr als 1.770 Einsatzfahrzeugen und rund 600 baulichen Maßnahmen insgesamt mehr als 200 Millionen Euro. Auch im Jahr 2026 investiert die Hessische Landesregierung weiter zielgerichtet in den Brand- und Katastrophenschutz stärkt die Einheiten bedarfsgerecht stärken.
Im Rahmen seiner Förderung des Brandschutzes in Hessen unterstützt das Land auch die Arbeit der Jugendfeuerwehren in vielfältiger Weise. Ein Beispiel ist der Neubau des Jugendfeuerwehrausbildungszentrums in Marburg-Cappel. Mit dem insgesamt rund 26 Millionen Euro teuren Neubau wird eine moderne Aus- und Fortbildungsstätte mit Strahlkraft über die Grenzen Hessens hinaus geschaffen. Das Land hat zudem ein Brandschutzerziehungskonzept erarbeitet und unterstützt die Einstellung hauptamtlicher Brandschutzerziehungskoordinatoren in den Kommunen. Diese sollen in ihren jeweiligen Bereichen jeweils die Brandschutzerziehung koordinieren und regionale Strukturen etablieren. Ziel ist es, Organisation, Ablauf und Inhalte der Brandschutzerziehung möglichst einheitlich zu gestalten und flächendeckend anzubieten. Zur Unterstützung der Brandschutzerziehungskoordinatoren hat das Land einen „Gerätewagen Brandschutzerziehung“ konzipiert. Dieser ist speziell auf die Bedürfnisse der Brandschutzerzieher zugeschnitten und mit entsprechendem Material ausgestattet. Hessenweit stehen 34 entsprechende Fahrzeuge mit einem Gesamtwert von mehr als 3 Millionen Euro zur Verfügung.
(C) HMdIS