INNENMINISTER ÜBERGIBT FÖRDERBESCHEID IN HÖHE VON 150.000 EURO AN DEN BUND DER VERTRIEBENEN - LANDESVERBAND HESSEN E.V.
Roman Poseck: „Trotz angespannter Finanzlage halten wir die Förderung für die Vertriebenen in vollem Umfang aufrecht. Damit machen wir deutlich, wie wichtig und wertvoll die Arbeit der Heimatvertriebenen aus unserer Sicht ist.“
Wiesbaden. Innenminister Roman Poseck besuchte heute den Bund der Vertriebenen – Landesverband Hessen e.V. (BdV Hessen) in Wiesbaden und übergab in der Geschäftsstelle im Haus der Heimat einen Förderbescheid in Höhe von 150.000 Euro. Mit den Mitteln wird zum einen die Arbeit der einzelnen Landsmannschaften und Verbände gesichert: Der Landesverband Hessen leitet die Gelder nach einem festen Schlüssel direkt weiter, sodass diese ihre wichtige Arbeit fortsetzen können. Zum anderen unterstützen die Fördermittel die gemeinsame Geschäftsstelle, die seit Januar 2024 beim Landesverband angesiedelt ist. An dem Termin nahmen neben der stellvertretenden Landesvorsitzenden Rose-Lore Scholz auch weitere Vorstandsmitglieder und Mitarbeiter teil.
Anlässlich der Bescheidübergabe betonte Innenminister Roman Poseck: „Die Erfahrungen der deutschen Heimatvertriebenen und Spätaussiedler sind ein zentraler Bestandteil unserer Geschichte und unserer Identität. Mit großem Fleiß, Mut und Entschlossenheit haben sie unser Land mitaufgebaut, nachhaltig geprägt und mit Leben erfüllt. Gerade im Jahr des 80-jährigen Bestehens unseres Bundeslandes wird diese Bedeutung besonders sichtbar.
Der BdV Hessen leistet dabei seit Jahrzehnten unverzichtbare Arbeit: Er verbindet Generationen, hält die Erinnerung lebendig und schafft Orte des Austauschs, der Begegnung und des gegenseitigen Verständnisses. Gemeinsam mit den einzelnen Landsmannschaften und Verbänden sorgt er dafür, dass die Erfahrungen der Heimatvertriebenen und Spätaussiedler weitergetragen, gewürdigt und aktiv in unsere Gesellschaft eingebracht werden. So entsteht ein lebendiges Netzwerk des Zusammenhalts, das Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbindet.
Für die Hessische Landesregierung besitzt der Auftrag aus § 96 des Bundesvertriebenengesetzes (BVFG) eine hohe Priorität. Die Erinnerung an Flucht, Vertreibung und Deportation ist ein dauerhaftes Anliegen und dafür stellt das Land umfangreiche Mittel zur Verfügung. Umso mehr freue ich mich, verkünden zu können, dass wir trotz angespannter Finanzlage die Förderung für die Vertriebenen in vollem Umfang aufrechthalten. Erinnerung ist Auftrag; dies ist erst recht in der heutigen Zeit. Wir machen mir der unveränderten Förderung deutlich, wie wichtig und wertvoll die Arbeit der Heimatvertriebenen aus unserer Sicht ist.“
Mit den Fördermitteln wird es den Landsmannschaften und Verbänden ermöglicht, ihre Verbandsarbeit fortzusetzen, zentrale Aufgaben weiterzuentwickeln und zugleich Verwaltung, Archivpflege und Öffentlichkeitsarbeit effizient zu gestalten.
Ein Teil der Mittel kommt der gemeinsamen Geschäftsstelle unter der Leitung von Michaela Langhammer zugute. Sie unterstützt insbesondere jene Landsmannschaften, die nicht über die Ressourcen für eine eigene Geschäftsstelle verfügen, bündelt Abläufe, erleichtert die Mitgliederverwaltung, begleitet Förderanträge, bereitet Veranstaltungen vor, koordiniert den Schriftverkehr und unterstützt die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. So wird die landmannschaftliche Erinnerungs- und Kulturarbeit nachhaltig gesichert und gestärkt.
BILDUNTERSCHRIFT: Innenminister Roman Poseck unter anderem mit der stellvertretenden Landesvorsitzenden Rose-Lore Scholz und weiteren Vorstandsmitgliedern und Mitarbeiterinnen
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