BPOLD FRA: Gemeinsame resümierende Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion Flughafen Frankfurt am Main V und der Staatsanwaltschaft Hannover
Im September 2024 wurde am Flughafen Frankfurt ein 11-jähriges Mädchen festgestellt, welches mit einem gefälschten Kinderreisepass von einem ghanaischen Staatsangehörigen nach Deutschland gebracht wurde. Die daraufhin eingeleiteten Ermittlungen führten zu einem Schleuserring nach Hannover, der mutmaßlich gewerbsmäßig Ausländer nach Deutschland schleust.
Am heutigen Tag durchsuchten in diesem Zusammenhang 39 Einsatzkräfte der Bundespolizei insgesamt zwei Objekte in Hannover.
Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt der Ermittlungsdienst der Inspektion V der Bundespolizei am Frankfurter Flughafen bereits seit September
2024 wegen des Verdachts des Einschleusens von Ausländern und Urkundendelikten gegen eine Tätergruppierung im Alter von 26 bis 45 Jahren. Dieser Tätergruppierung wird vorgeworfen, eine Mehrzahl unbekannter Personen, mindestens jedoch drei namentlich bekannte ghanaische Staatsangehörige nach Deutschland geschleust zu haben. In diesem Zusammenhang kam es auch zu verschiedenen Urkundendelikten.
Ein Modus Operandi ist dabei u.a. die ghanaischen Personen mit einem gültigen Reisepass und Visum oder missbräuchlich genutzten Dokumenten nach Deutschland einreisen zu lassen, sie nach der erfolgten Einreise mit einem europäischen Reisepass oder Identitätsdokument auszustatten, um ein dauerhaftes Bleiberecht mit einer Scheinidentität zu erwirken.
Bei den Durchsuchungen der Wohnungen konnten zwei unerlaubt aufhältige Personen festgestellt werden. Die Ermittler stellten umfangreiche Beweismittel sicher, darunter Mobiltelefone, Tablets, Dokumente und weitere Speichermedien.
Vermögenswerte in Höhe von mehr als 30.000 EUR konnten sichergestellt werden.
Auch in diesem Fall zeigen die Ermittlungen wieder, wie geplant und vernetzt organisierte Schleuserbanden in Deutschland vorgehen und das es daher unabdingbar ist, dass alle eingesetzten Behörden entschlossen zusammenarbeiten.
Rückfragen bitte an:
Bundespolizeidirektion Flughafen Frankfurt am Main Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit