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Bad Camberg trägt in Zukunft offiziell den Namenszusatz „Kurstadt“

Die Stadt Bad Camberg darf ab sofort offiziell den Namenszusatz „Kurstadt“ führen.

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde am 16.6.2026, die unter dem Motto „Zeit für ein Fest – Verleihung der Namenszusätze Heilbad, Kurstadt, Kurort“ vom Hessischen Heilbäderverband im Speicher des Kulturbahnhofs Bad Homburg ausgerichtet wurde, überreichte der Hessische Minister des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz, Prof. Dr. Roman Poseck, die entsprechenden und langersehnten Urkunden: Gemeinsam mit Bad Hersfeld, Bad Homburg, Bad Nauheim und Bad Soden-Salmünster gehört Hessens ältestes Kneippheilbad nun zu den fünf hessischen Städten, die sich offiziell „Kurstadt“ nennen dürfen. Weiteren 11 hessischen Kommunen wurde an diesem Vormittag zudem der Namenszusatz „Kurort“ oder „Heilbad“ verliehen.

Für die Stadt Bad Camberg nahmen Bürgermeister Daniel Rühl, Stadtverordnetenvorsteher Ulrich Menken sowie Kurdirektor Michael Sinn die Urkunde und damit den offiziellen Titel „Kurstadt“ entgegen.

Mit der offiziellen Verleihung des Namenszusatzes „Kurstadt“ wird künftig noch sichtbarer, wie sich Bad Camberg in fast 100 Jahren Kneippkur zu einem Kur- und Gesundheitsstandort entwickelt hat. Die lange Tradition als Gesundheits- und Kurstandort wird sich künftig auch im offiziellen Namen der Stadt widerspiegelt und beispielsweise bereits auf den gelben Ortseingangstafeln zu lesen sein.

Für Bürgermeister Daniel Rühl ist die Verleihung des Namenszusatz ist ein besonderer Moment: „Nachdem unsere Stadt nach vielen Jahren am 6. März 2026 endlich als Kneippheilbad reprädikatisiert wurde, stellt die Verleihung des Namenszusatzes „Kurstadt“ am heutige Tage einen weiteren wichtigen Entwicklungsschritt für uns dar. Bislang wurde Bad Camberg bereits umgangssprachlich und in den Medien als „Kurstadt“ bezeichnet, nun sind wir es auch ganz offiziell. Die Kneippkur gehört zu unserem Bad Camberger Markenkern. Mit dem Namenszusatz „Kurstadt“ können wir dieses Selbstverständnis aber auch unseren Anspruch noch besser öffentlich vermitteln.“

Grundlage für die Verleihung ist die Änderung des hessischen Kommunalrechts im Rahmen des Kommunalen Flexibilisierungsgesetzes (KommFlex-Gesetz). Dieses eröffnet Kommunen, die die entsprechenden Voraussetzungen erfüllen, die Möglichkeit, anerkannte Prädikate wie „Heilbad“, „Kurort“ oder „Kurstadt“ auch als offiziellen Namenszusatz zu führen.

Innenminister Prof. Dr. Roman Poseck betonte im Zusammenhang mit der Gesetzesänderung die besondere Bedeutung solcher Namenszusätze für die kommunale Identität: „Ein Namenszusatz stärkt kommunale Identität, schafft Stolz und Heimatverbundenheit bei den Bürgern. Ein gemeinsames Leitbild nach außen stärkt den Zusammenhalt nach innen.“

Bereits 1927 wurde die Kneippkur in Camberg eingeführt, 1937 folgte die Anerkennung als Kneippkurort, seit 1977 ist Bad Camberg staatlich anerkanntes Kneippheilbad und trägt seit 1981 den Namenszusatz „Bad“. Nach der erfolgreichen Reprädikatisierung am 6. März 2026 wird die Stadt auch künftig als ältestes hessisches und drittältestes deutsches Kneippheilbad für Gesundheit und Erholung stehen. Dass sie nun auch offiziell den Namenszusatz „Kurstadt“ tragen darf, ist ein besonderer Meilenstein in ihrer Geschichte.

Kurdirektor Michael Sinn betont: „Wir freuen uns riesig über den Namenszusatz. Gleichzeitig ist er für uns Auftrag und Ansporn. Wir müssen uns weiterentwickeln, aber genauso wichtig ist es, das zu sichern und weiter zu festigen, was wir in den vergangenen Jahren erreicht haben. Nur wenn wir beides im Blick behalten, wird Bad Camberg auch künftig ein starker Gesundheits- und Kurstandort bleiben.“

© Stadt Bad Camberg