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Limburg: Die nächsten Hadamar-Gespräche finden statt

Am Donnerstag, 11. Juni 2026, um 19 Uhr findet der nächste Vortrag der Reihe „Hadamar-Gespräche zu Medizingeschichte, Nationalsozialismus und den Folgen“ im Limburger Rathaus statt. Die Veranstaltungsreihe wird gemeinsam von der Gedenkstätte Hadamar und dem Stadtarchiv Limburg organisiert.

Im Mittelpunkt des Abends steht Paul von Lettow-Vorbeck (1870–1964), eine der bekanntesten Militärfiguren des Ersten Weltkriegs. Als Kommandeur der deutschen Schutztruppe in Ostafrika erlangte er große Bekanntheit; seine Einheit war 1918 die letzte deutsche Truppe, die die Waffen niederlegte. In der Weimarer Republik genoss Lettow-Vorbeck trotz seiner Beteiligung an Freikorpsaktivitäten und antidemokratischen Umsturzversuchen hohes gesellschaftliches Ansehen. Seine Popularität hielt bis weit in die Bundesrepublik hinein an. Bücher wie „Heia Safari“, „Afrika, wie ich es wiedersah“ und „Mein Leben“ erreichten ein breites Publikum, Straßen und Kasernen wurden nach ihm benannt.

Mit dem wachsenden Interesse an der deutschen Kolonialgeschichte ist in den vergangenen Jahren jedoch eine kritischere Auseinandersetzung mit Lettow-Vorbeck entstanden. Dabei rücken neben seinen militärischen Erfolgen auch die problematischen Aspekte seines Wirkens und seines kolonialen Weltbildes stärker in den Blick.

Der Eintritt ist frei. Die Veranstaltung findet im Sitzungssaal im Rathaus der Stadt Limburg (Werner -Senger-Straße 10) statt.

Hinweis: Der Vortrag wird aufgezeichnet und im Anschluss auf dem YouTube-Kanal der Gedenkstätte Hadamar veröffentlicht: www.youtube.com/c/gedenkstattehadamar

Während der Veranstaltung werden Film-, Ton- und Fotoaufnahmen gemacht. Mit der Teilnahme erklären sich die Besuchenden mit deren auch späterer Verwendung einverstanden.

Weitere Informationen zur Veranstaltung beantwortet Stadtarchivar Dr. Christoph Waldecker telefonisch unter: 06431 203368 oder per E-Mail an: christoph.waldecker@stadt.limburg.de.

(C) Stadt Limburg