Innenminister Roman Poseck: „Unsere Warnsysteme funktionieren – die Menschen in Hessen können sich im Ernstfall darauf verlassen.“
Wiesbaden. Heute um 10 Uhr hat Hessen landesweit den Warntag ausgelöst. In Städten und Gemeinden im ganzen Land heulten Sirenen, Warnmeldungen erreichten Mobiltelefone über das bundesweite Cell-Broadcast-System und Warnapps wie hessenWARN informierten die Bevölkerung zeitgleich über die Probealarmierung. Um 10:30 Uhr erfolgte planmäßig die Entwarnung. Neben Sirenen wurden auch weitere Warnkanäle aktiviert. Dazu zählten insbesondere das bundesweite Cell-Broadcast-System, Warn-Apps wie hessenWARN, KATWARN und NINA sowie Warnmeldungen über Rundfunkprogramme.
Innenminister Roman Poseck zog eine erste positive Bilanz: „Heute Vormittag haben die Menschen in ganz Hessen unmittelbar erleben können, wie unsere Warnsysteme im Ernstfall funktionieren. In Städten und Gemeinden heulten die Sirenen, Warnmeldungen erschienen auf Mobiltelefonen und digitale Warnapps informierten zeitgleich über die Probealarmierung. Genau dieses Zusammenspiel verschiedener Warnmittel ist entscheidend, wenn es darum geht, Menschen in kurzer Zeit zuverlässig zu erreichen.
Nach ersten Rückmeldungen aus den hessischen Leitstellen und Kommunen verlief der Probealarm landesweit überwiegend planmäßig. Nach aktuellem Stand sind keine gravierenden Störungen aufgetreten. Im Einzelfall kam es zu kleineren Verzögerungen bei der Auslösung im Minutenbereich, die in den betroffenen Leitstellenbereichen derzeit nachgearbeitet werden. Vereinzelt gemeldete Verzögerungen bei der Warnung werden jetzt analysiert und Optimierungsmöglichkeiten geprüft.
Der landesweite Warntag macht sichtbar, was im Alltag oft im Hintergrund geschieht. Hinter jeder Warnmeldung steht ein eng abgestimmtes System aus technischen Strukturen und engagierten Menschen: Leitstellen, Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Katastrophenschutz sowie viele Verantwortliche in den Kommunen arbeiten Hand in Hand daran, dass Warnungen schnell ausgelöst und Informationen verlässlich weitergegeben werden können.
An dieser Stelle danke ich den Einsatzkräften, den Mitarbeitern in den Leitstellen sowie den Kommunen, die den Warntag vorbereitet und umgesetzt haben.
Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Sicherheitslage ist es wichtiger denn je, dass unsere Warnsysteme funktionieren und regelmäßig überprüft werden. Krisen, Naturereignisse oder andere Gefahrenlagen können jederzeit eintreten. Dann kommt es darauf an, dass Warnungen schnell, zuverlässig und für alle verständlich bei den Menschen ankommen. Genau deshalb führen wir solche landesweiten Warntage durch.
Unser Ziel ist klar: Die Menschen in Hessen sollen sich darauf verlassen können, dass sie im Ernstfall rechtzeitig gewarnt werden. Der heutige Warntag zeigt, dass unsere Systeme funktionieren und dass Hessen im Bevölkerungsschutz gut aufgestellt ist. Gleichzeitig bleibt es unsere Aufgabe, die Warninfrastruktur kontinuierlich weiterzuentwickeln und an neue Herausforderungen anzupassen.“
Die Warnung der Bevölkerung erfolgt über mehrere Kanäle. Neben Sirenen kam das bundesweite Cell-Broadcast-System zum Einsatz, das Warnmeldungen direkt auf Mobiltelefone in einem bestimmten Gebiet überträgt. Ergänzend informieren Warnapps wie hessenWARN Bürger über Gefahrenlagen und wichtige Ereignisse.
Sirenen bleiben zentraler Bestandteil der Warnung
Ein zentraler Bestandteil der Warnstruktur in Hessen bleibt weiterhin das Sirenennetz. Sirenen besitzen aufgrund ihres starken Weckeffekts eine besondere Bedeutung für die Warnung der Bevölkerung und funktionieren unabhängig von digitalen Endgeräten oder Mobilfunknetzen.
Das Land Hessen hat in den vergangenen Jahren gezielt den Ausbau und die Modernisierung der Sirenenanlagen in den Kommunen unterstützt. Seit 2020 wurden die Kommunen unter anderem bei der Umstellung der Sirenensteuerung auf den digitalen Tetra-Funk finanziell gefördert. Insgesamt wurden bislang rund 4.500 Steuergeräte für Sirenenanlagen beschafft.
Derzeit verfügen etwa 85 Prozent der hessischen Kommunen über Sirenen, die im Ernstfall zur Warnung der Bevölkerung eingesetzt werden können.
(C) Hessisches Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz