Im Rahmen einer Informationsveranstaltung im Limburger Rathaus informierte die Stadt Limburg über den aktuellen Stand zentraler Klimaanpassungsprojekte. Zahlreiche Teilnehmende nutzten die Gelegenheit, sich über Zeitpläne, Inhalte und Mitwirkungsmöglichkeiten vor Ort und online zugeschaltet zu erkundigen.
Die Analysen zu Starkregen und zum Stadtklima bilden eine fundierte Datengrundlage, um die konkreten Auswirkungen des Klimawandels auf lokaler Ebene in Limburg zu erfassen. Ziel ist es, Risiken frühzeitig zu erkennen, Hotspots zu identifizieren und wirksame Maßnahmen zum Schutz von Bevölkerung und Infrastruktur zu entwickeln. Gleichzeitig fließen die Ergebnisse unmittelbar in die Erstellung des gesamtstädtischen Klimaanpassungskonzepts ein.
Im Rahmen der Maßnahmenentwicklung können sich Bürgerinnen und Bürger aktiv beteiligen. Über das Beteiligungsportal des Landes Hessen (https://beteiligungsportal.hessen.de/portal/kurzurl/1007600) besteht noch bis zum 17.05.2026 die Möglichkeit, Hinweise und Anregungen einzubringen. Die Rückmeldungen werden im Sommer ausgewertet und in das Klimaanpassungskonzept integriert.
Das Projekt zu den Starkregengefahrenkarten ist im Sommer 2024 gestartet und wird vom Land Hessen gefördert. Ziel ist es, unterschiedlich starke Starkregenereignisse zu simulieren, um Fließpfade und potenzielle Überflutungsflächen im Stadtgebiet zu identifizieren.
Im Juli 2025 wurden im Rahmen einer Bürgerinformationsveranstaltung erste Zwischenergebnisse sowie die Starkregenrisikokarten veröffentlicht und erläutert. Sie sind weiterhin auf der städtischen Website im Bereich „Starkregen“ einsehbar.
Aktuell befindet sich das Projekt in der Phase der Maßnahmenfindung für sogenannte flächenwirksame Maßnahmen. Diese sollen im gesamten Stadtgebiet dazu beitragen, Wasser gezielt umzuleiten oder zurückzuhalten, um Siedlungsbereiche zu entlasten. Das Handlungskonzept umfasst vier Teilbereiche: Informationsvorsorge und Sensibilisierung, Krisenmanagement, kommunale Flächenvorsorge sowie Bau- und Unterhaltungsmaßnahmen.
Die Stadtklimaanalyse ist Ende 2024 gestartet und wird ebenfalls vom Land Hessen gefördert. Im Fokus steht der Effekt städtischer Wärmeinseln sowie die gesundheitlichen Auswirkungen zunehmender Hitze.
Vorgestellt wurden bereits erste Modellergebnisse inklusive zwei Zukunftsszenarien: ein Szenario mit schwächerem und eines mit stärkerem Klimawandel. Beide zeigen auf, wie sich Temperaturen in Limburg künftig entwickeln könnten. Betrachtet werden sowohl die nächtliche Abkühlung als auch die Tagessituation, um belastete Bereiche gezielt zu identifizieren.
Die Projekte zur Starkregensimulation und zur Stadtklimaanalyse werden voraussichtlich im Sommer beziehungsweise Herbst 2026 abgeschlossen und gehen anschließend in die Umsetzung. Das Klimaanpassungskonzept wird im Frühjahr 2027 fertiggestellt.
Die Erarbeitung des Klimaanpassungskonzepts hat im April 2025 begonnen. Es wird gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.
Die Bestands- und Betroffenheitsanalyse ist abgeschlossen, erste Hotspots – also besonders betroffene oder vulnerable Gebiete – wurden identifiziert. Derzeit läuft die Phase der Maßnahmenentwicklung, in die die Ergebnisse der Starkregen- und Stadtklimaanalyse sowie die Bürgerbeteiligung integriert einfließen.
Mit der Verzahnung der Projekte schafft die Stadt Limburg eine strategische Grundlage, um den Folgen des Klimawandels vorausschauend und wirksam zu begegnen. Ziel ist es, die Lebensqualität langfristig zu sichern, Risiken zu minimieren und die Stadt resilient für kommende Generationen aufzustellen.
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