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Deutsche Bahn und HessenForst: Gemeinsam für starke Waldränder und klimaresistente Wälder

DEUTSCHE BAHN UND HESSENFORST: GEMEINSAM FÜR STARKE WALDRÄNDER UND KLIMARESILIENTE WÄLDER
Einzigartiges Projekt für klimastabile und artenreiche Waldränder entlang der geplanten Neubaustrecke Frankfurt – Mannheim auf rund 90 Hektar • Bis 2033 werden zahlreiche Maßnahmen umgesetzt
(Frankfurt am Main, 15. Juli 2026) Die Deutsche Bahn (DB InfraGO AG) und HessenForst schließen eine in Hessen bislang einzigartige Vereinbarung: Entlang der geplanten Neubaustrecke Frankfurt – Mannheim werden Waldränder gezielt ökologisch aufgewertet und zukunftsfähig entwickelt. Ziel ist es, Eingriffe durch das Infrastrukturprojekt auszugleichen und gleichzeitig die Widerstandskraft angrenzender Wälder gegenüber dem Klimawandel deutlich zu erhöhen.
Auf einer Fläche von rund 90 Hektar im Staatswald des Forstbezirks Darmstadt (Westwald) werden in den kommenden Jahren vielfältige Maßnahmen umgesetzt. Neben gezielten Pflanzungen setzen die Partner auf natürliche Verjüngung und die Förderung standortgerechter Baum- und Straucharten. Bereits jetzt wurden über 20.000 junge Bäume gepflanzt, darunter Spitzahorn, Winterlinde, Esskastanie, Hainbuche und Stieleiche. Diese Baumarten gelten als widerstandsfähiger gegenüber Trockenheit und tragen dazu bei, stabile, artenreiche Mischwälder zu entwickeln. So entstehen vielfältige, gestufte Waldränder, die Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten bieten und gleichzeitig die angrenzenden Bestände schützen.
Jörg Ritzert, Projektleiter der DB InfraGO AG, sagt: „Mit der Vereinbarung setzen wir einen weiteren wichtigen Schritt, um Infrastrukturentwicklung und Naturschutz in Einklang zu bringen. Die Stabilisierung der Waldränder entlang der Neubaustrecke ist ein zentraler Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung des Projekts und stärkt gleichzeitig die Widerstandsfähigkeit unserer Wälder.“
Jürgen Hey, Sachbereichsleiter „Liegenschaftsmanagement“ der Landesbetriebsleitung HessenForst, ergänzt: „Die Zusammenarbeit mit der DB InfraGO AG zeigt, wie Infrastrukturprojekte und Waldbewirtschaftung sinnvoll miteinander verzahnt werden können. HessenForst steht für praxisnahes Know-how bei der Entwicklung klimastabiler Wälder. Durch die frühzeitige Entwicklung stabiler, standortgerechter Waldränder schaffen wir nicht nur einen wirksamen Schutz für die Bestände, sondern leisten gleichzeitig einen Beitrag zur ökologischen Aufwertung und zur Anpassung unserer Wälder an die Herausforderungen des Klimawandels.“
Die vertraglich geregelten Maßnahmen werden über einen Zeitraum von acht Jahren (2026–2033) umgesetzt. Die Waldrandentwicklung ist Teil umfangreicher naturschutzrechtlicher Ausgleichsmaßnahmen für das Gesamtprojekt. Für das Gesamtprojekt sind insgesamt Kompensationsflächen von rund 1.000 Hektar vorgesehen. Die Vereinbarung kann zudem als Modell für ähnliche Maßnahmen in kommunalen und privaten Wäldern dienen.
Auch im südlichen Streckenabschnitt wurden bereits erste Maßnahmen gestartet: Entlang der Riedbahn im Bereich des Mannheimer Kollekturwalds bei Schönau erfolgt der Aufbau neuer Waldränder in Zusammenarbeit mit der Landschaftsagentur+.
Das Neubauprojekt Frankfurt – Mannheim ist sowohl ein Projekt für den Deutschlandtakt als auch Teil des Infrastrukturentwicklungsprogramms Frankfurt RheinMain plus, das gemeinsam vom Bund, dem Land Hessen, der Stadt Frankfurt am Main, dem Rhein-Main-Verkehrsverbund und der Deutschen Bahn für die Mobilitätswende vorangetrieben wird. Weitere Informationen unter: www.frankfurt-mannheim.de © Hessen Forst