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CDA Limburg-Weilburg verteidigt Recht auf Teilzeit · Kritik an MIT-Vorschlägen – Appell für faire innerparteiliche Debatte

Limburg-Weilburg, 27. Januar 2026.
Die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) im Kreis Limburg-Weilburg kritisiert den Antrag der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) zum bevorstehenden CDU-Bundesparteitag, mit dem das gesetzlich verankerte Recht auf Teilzeit deutlich eingeschränkt werden soll. Aus Sicht der CDA arbeitet der Antrag mit pauschalen Unterstellungen und greift damit zu kurz.

„Der Antrag trifft am Ende die Falschen: Beschäftigte in belastenden Lebenslagen, Familien und Menschen in Niedriglohnbereichen“, erklärt der CDA-Kreisvorsitzende Michael Baldus. „Wer Teilzeit pauschal als ‚Lifestyle‘ etikettiert, verkennt die Lebensrealität vieler Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und riskiert eine Spaltung der Belegschaften.“

Teilzeit entstehe in der Praxis nur selten aus Bequemlichkeit, betont die CDA. Häufige Gründe seien fehlende Kinderbetreuungsangebote, Pflegeverantwortung, gesundheitliche Einschränkungen oder der Mangel an vollzeitnahen Stellen. „Wenn wir wirklich mehr Arbeitsstunden mobilisieren wollen, müssen wir an den Rahmenbedingungen arbeiten – nicht an pauschalen Verdächtigungen“, so Baldus.

Dazu gehörten verlässliche Kinderbetreuung, eine tragfähige Pflegeinfrastruktur, gezielte Weiterbildung sowie Arbeitszeitmodelle, die den Weg zurück in Vollzeit eröffnen. Eine Begrenzung des Teilzeitrechts auf wenige staatlich definierte Gründe lehnt die CDA ab. „Das würde bedeuten, festzulegen, welche familiären oder persönlichen Situationen als ‚legitim‘ gelten – etwa bis zu welchem Kindesalter oder welchem Pflegegrad“, erklärt Baldus. „Das widerspricht unserem christlich-demokratischen Verständnis von Eigenverantwortung. Aus guten Gründen haben wir uns als CDU immer für maximale Wahlfreiheit ausgesprochen.“

Zugleich weist die CDA auf die sogenannte Teilzeit-Falle hin. Wer einmal in Teilzeit sei, habe in der Praxis häufig Schwierigkeiten, später wieder aufzustocken – mit spürbaren Folgen für Einkommen, Altersvorsorge und berufliche Entwicklung. Die 2019 eingeführte Brückenteilzeit setze genau hier an und müsse weiter gestärkt und bekannter gemacht werden.

Die CDA bekennt sich klar zum Recht auf Teilzeit und fasst ihre Position zusammen: „Wir wollen Wahlfreiheit statt Misstrauen. Teilzeit darf nicht zur Falle werden, sondern muss ein selbstverständlicher Bestandteil moderner Arbeitsrealitäten bleiben.“

Mit Blick auf den CDU-Bundesparteitag und die Kommunalwahlen in Hessen am 15. März betont die CDA zugleich den innerparteilichen Zusammenhalt. „Unterschiedliche Perspektiven gehören zu einer Volkspartei“, so Baldus. „Wir führen diese Debatte klar in der Sache, aber fair im Ton – denn uns eint das gemeinsame Ziel, Arbeit, Familie und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit miteinander zu verbinden.“

Die CDA: Sozial und christlich engagiert

Die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) ist der Arbeitnehmer- und Sozialflügel der CDU. Ihre Mitglieder engagieren sich vor allem auf Feldern der Arbeits- und Sozialpolitik wie Arbeitsmarkt, Rente, Pflege und Gesundheit. Ihr politisches Handeln ist geprägt von den Werten der christlichen Soziallehre: Freiheit, Gerechtigkeit, Solidarität und Subsidiarität.

Weitere Infos unter http://www.cda-bund.de/verband/limburg-weilburg/.

© CDA-Kreisverband Limburg-Weilburg