Springe zum Inhalt

Bundeswehr baute 2025 für rund 50 Millionen Euro in Hessen

Darum geht es:

Die Bundeswehr hat im vergangenen Jahr für rund 50 Millionen Euro in Hessen gebaut: ein deutlicher Anstieg gegenüber 2024. Die Betreuung der Bauten des Bundesministeriums der Verteidigung in Hessen erfolgt durch die Oberfinanzdirektion (OFD) und den Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH).

Zitate Finanzminister Professor Dr. R. Alexander Lorz:

„Die geopolitische Lage hat sich durch den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine grundlegend verändert. Deutschland liegt im Herzen Europas und braucht eine schlagkräftige, moderne Bundeswehr. Mit der Nationalen Sicherheitsstrategie passen wir uns den neuen Realitäten an. Hessen spielt dabei eine wichtige Rolle – als logistisches Zentrum und als verlässlicher Partner der Streitkräfte.“

„An Hessen führt kein Weg vorbei. Das gilt auch für die militärischen Planungen. Es ist gleichermaßen Verpflichtung und Anliegen der Landesregierung, die Bundeswehr bestmöglich zu unterstützen. Eine starke Bundeswehr ist die Grundlage für Sicherheit, Freiheit und Frieden in Europa.“

„Als Garant für die Abschreckungs- und Verteidigungsfähigkeit Deutschlands braucht die Bundeswehr eine moderne Infrastruktur. Sie ist Grundvoraussetzung für ihre Leistungsfähigkeit. Gute Unterkünfte, funktionale Kasernen und zeitgemäße Ausbildungsstätten sind essenziell – für die Motivation der Soldatinnen und Soldaten und für die Einsatzbereitschaft der Truppe auch in Hessen.“

„Die Bauausgaben für die Bundeswehr in Hessen werden in den kommenden Jahren weiter steigen. Wir werden der Bundeswehr weiter ein guter und verlässlicher Partner sein – für unser aller Sicherheit.“

Zitat Leiterin Kompetenzzentrum Baumanagement, Direktorin BAIUDBw Nancy Sprock-Mahlo:

„Die Bauverwaltung in Hessen ist ein verlässlicher Partner und leistet bereits heute einen wichtigen und engagierten Beitrag zur Stärkung der militärischen Infrastruktur. Die Steigerung der Bauausgaben ist ein gutes Zeichen. Wir können uns aber nicht ausruhen. Die angespannte sicherheitspolitische Lage sorgt für eine deutliche Erhöhung der Bedarfe für die Bundeswehr in allen Bereichen. Entscheidend bleibt es, Planungs- und Bauprozesse weiter zu beschleunigen, um Ausbildung, Unterbringung und Einsatzbereitschaft zuverlässig zu gewährleisten.“

Zitat Oberfinanzpräsidentin Konstanze Bepperling:

„Hessen trägt zur Umsetzung der sicherheitspolitischen Zeitenwende bei: Mit den Baumaßnahmen hält die Hessische Bauverwaltung Schritt bei der Leistungsoffensive für die Bundeswehr. Sie leistet einen ganz wesentlichen Beitrag zur Resilienz und Handlungsfähigkeit des Bundes. Mit Engagement, planerischer Kompetenz und technischer Innovationskraft begleitet die OFD die Baumaßnahmen – effizient und unbürokratisch.“

Zitat Petra Zellner, Vertreterin des Direktors, Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH):

„Die militärischen und zivilen Bauaufgaben des Bundes in Hessen umzusetzen, ist für uns ein Anliegen von besonderer Bedeutung. Diese verantwortungsvolle Aufgabe ist ein bedeutender Teil unseres Kerngeschäfts als zentraler Bau- und Immobiliendienstleister des Landes. Wir bauen für die Bundeswehr in Hessen – und tragen so ganz konkret zur Sicherheit Deutschlands und Europas bei.“

Fragen und Antworten:

Wie hoch waren die Bauausgaben der Bundeswehr in Hessen 2025?

Die Bauausgaben der Bundeswehr in Hessen steigen 2025 weiter an. Für Bauleistungen für die Bundeswehr in Hessen hat der Bund im vergangenen Jahr mehr als 49 Millionen Euro ausgegeben. Das größte Projekt war der Bau neuer Unterkünfte in der Georg-Friedrich-Kaserne in Fritzlar. Mehr Informationen dazu finden Sie hier: https://finanzen.hessen.de/presse/neue-unterkuenfte-fuer-soldatinnen-und-soldaten-in-fritzlar.

In den kommenden Jahren sind weitere Steigerungen der Bauausgaben des Bundes für die Bundeswehr in Hessen vorgesehen. 2023 lagen sie bei rund 24 Millionen Euro, 2024 bei rund 43 Millionen Euro.

Welche Baumaßnahmen werden in den kommenden Jahren angegangen?

In den kommenden Jahren sind umfangreiche Baumaßnahmen an verschiedenen hessischen Bundeswehr-Standorten vorgesehen, dies betrifft insbesondere die Major-Karl-Plagge-Kaserne in Pfungstadt, die Knüll-Kaserne in Schwarzenborn sowie die Burgwald-Kaserne in Frankenberg (Eder).

Wie teilen sich Bund und Land die Aufgaben?

Das Kompetenzzentrum Baumanagement Wiesbaden des Bundesamtes für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr ist Bauherr. Der Bund trägt auch die Kosten. Der Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH) betreut die Planung und Ausführung der Bauleistungen. Die Bauabteilung der Oberfinanzdirektion hat die Fachaufsicht.
Der Bund trägt auch die Personalkosten, die dem Land in diesem Zusammenhang entstehen. In der hessischen Bauverwaltung wurden in den vergangenen Jahren zusätzliche Beschäftigte eingestellt. Weitere sollen folgen, um die künftig höheren Investitionen des Bundes umsetzen zu können.

Welche Entwicklungen gibt es in Hessen vor dem Hintergrund des „Neuen Wehrdienstes“?

In Zusammenhang mit dem geplanten Aufwuchs der Streitkräfte entstehen Liegenschaftsbedarfe. Das Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) hat vor diesem Hintergrund auch in Hessen die Umwandlung militärisch genutzter Liegenschaften ausgesetzt.
Daneben errichtet der Bund, begleitet durch OFD und LBIH, auf Bestandsliegenschaften der Bundeswehr Gebäude in modularer und serieller Bauweise im Rahmen des sogenannten „German Armed Forces Contractor Augmentation Program Inland (G-CAP)“ Modells. © HMdF