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Bereits 100.000 Vorschläge für Steuererklärung vom Amt verschickt

BEREITS 100.000 VORSCHLÄGE FÜR STEUERERKLÄRUNG VOM AMT VERSCHICKT
Erste positive Rückmeldungen zum Pilotprojekt Die Steuer macht das Amt gehen ein
DARUM GEHT ES:
Die Steuer macht jetzt das Amt: 100.000 Vorschläge für eine Steuererklärung durch das Finanzamt wurden in Hessen seit dem 10. April bereits erstellt, gedruckt und verschickt. Erste positive Rückmeldungen dazu gehen schon ein. Anlässlich einer im Hessischen Landtag anstehenden Debatte über das bislang erfolgreiche Pilotprojekt der Hessischen Steuerverwaltung berichtet Finanzminister Lorz zum aktuellen Stand.
ZITATE FINANZMINISTER PROFESSOR DR. R. ALEXANDER LORZ:
„100.000mal hat das Finanzamt Bürgerinnen und Bürgern in Hessen bereits einen Vorschlag für die Steuer gemacht. Weitere zehntausende folgen in den kommenden Tagen. Die Ausweitung unsere Pilotprojekts Die Steuer macht das Amt auf ganz Hessen läuft reibungslos.“
„Die Bürgerinnen und Bürger haben bis Ende Juli Zeit, den Vorschlag des Finanzamts für die Steuererklärung anzunehmen oder eine eigene abzugeben. Tausende Zustimmungen sind aber bereits jetzt eingegangen – rund 80 Prozent davon digital über den vom Finanzamt verschickten QR-Code. Das zeigt, wie schnell und unkompliziert die Steuererklärung erledigt sein kann.“
„Im Bürgerservice der Finanzämter gehen bislang durchweg positive Rückmeldungen ein – und tatsächlich Bewerbungen für das Pilotprojekt. Das freut mich sehr, aber leider können wir sie nicht annehmen, denn nur in den Steuerfällen, in denen den Finanzämtern alle notwendigen Daten bereits vorliegen, kann das Amt auch die Steuer übernehmen. Wer dabei ist, bekommt ohne weiteres Zutun einen Vorschlag zugeschickt.“
„Wir werden das Pilotprojekt natürlich am Ende gründlich auswerten. Bislang lässt es sich aber bereits sehr gut an und zeigt, dass wir damit offenbar einen Nerv und auf viel Zustimmung treffen. Das ist Staatsmodernisierung, von der Bürger und Verwaltung etwas haben. Und dieses Etwas ist vielleicht nicht nur weniger Ärger mit der Steuererklärung, sondern auch mehr Vertrauen in den Staat.“
FRAGEN UND ANTWORTEN
Worum geht es bei Die Steuer macht das Amt?
Die Steuererklärung ist für viele eine jährliche Herausforderung – obwohl das Finanzamt bereits Daten zu Lohn, Rente oder Versicherungen hat. Im Pilotprojekt übernimmt das Amt die Erstellung eines Vorschlags für eine Steuererklärung. Seit dem 10. April werden hessenweit für 200.000 Bürgerinnen und Bürger diese Vorschläge automatisiert erstellt, gedruckt und verschickt. Wer einen Brief mit dem Vorschlag bekommt, kann diesen via QR-Code oder beigefügtem Antwortschreiben bis zum 31. Juli annehmen. Tausende Bürgerinnen und Bürger haben dieses bereits getan, rund 80 Prozent per QR-Code. Wer das Angebot nicht annehmen möchte, kann bis Ende Juli wie gewohnt eine Steuererklärung machen.
Das Projekt hat 2025 mit 6.000 Vorschlägen des Finanzamts Kassel begonnen und wurde 2026 nicht nur auf ganz Hessen ausgeweitet, sondern auch Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Thüringen machen mit.
Welche Ergebnisse hat das Pilotprojekt 2025 in Kassel gebracht?
Von den rund 6000 angeschriebenen Bürgerinnen und Bürgern, die einen Vorschlag für ihren Steuerbescheid bekommen hatten, stimmten 75 Prozent diesem zu. Lediglich 4 Prozent machten nachträglich Aufwendungen geltend, 21 Prozent reichten eine Steuererklärung ein.
Dieses positive Ergebnis wurde zusätzlich durch eine bei der Evaluierung des Pilotprojekts in Auftrag gegebene repräsentative forsa-Umfrage bestätigt. Danach erwarten Bürgerinnen und Bürger von der Steuerverwaltung einen Vorschlag zu erhalten, wenn ihr hierfür alle erforderlichen Daten vorliegen. Diese Ergebnisse unterstreichen die hohe Akzeptanz und das Potenzial der so genannten Amtsveranlagung, Bürokratie abzubauen und die Verwaltung bürgernaher zu gestalten.

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