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Limburg: Eichenprozessionsspinner, deutlich stärkerer Befall als in den Vorjahren

Die Stadt Limburg verzeichnet in diesem Jahr einen deutlich stärkeren Befall mit dem Eichenprozessionsspinner als in den vergangenen Jahren. Obwohl bereits seit dem Frühjahr verschiedene Maßnahmen zur Eindämmung der Raupen umgesetzt wurden, haben die für die Entwicklung der Tiere besonders günstigen Witterungsbedingungen zu einer nicht vorhersehbaren außergewöhnlich hohen Ausbreitung geführt. Insbesondere die bereits im Mai auftretenden heißen und trockenen Tage haben die Entwicklung des Eichenprozessionsspinners begünstigt.

Aktuell sind drei Fachfirmen im Auftrag der Stadt im Einsatz, um den Befall insbesondere in Wohnortnähe einzudämmen. Befallene Nester werden dabei je nach Situation verklebt oder entfernt. Aufgrund der derzeitigen Witterungsverhältnisse können diese Arbeiten jedoch nur teilweise und unter geeigneten Bedingungen durchgeführt werden.

Besonders betroffen sind derzeit die Waldränder am Linterer Wäldchen/Eppenau.

Die Stadt arbeitet bereits an einer Strategie für das kommende Jahr, um dem zunehmenden Befall noch gezielter begegnen und die Belastung für Bürgerinnen und Bürger, weiter reduzieren zu können.

Der Eichenprozessionsspinner ist an seinen charakteristischen Raupenprozessionen und den weißen Gespinstnestern an Stämmen und Astgabeln zu erkennen.
Wer in Wohnortnähe befallene Eichen oder Nester entdeckt, wird gebeten, diese über den Mängelmelder „Sag’s uns einfach“ zu melden:

www.limburg.de/sagsunseinfach

Die feinen Brennhaare des Eichenprozessionsspinners können Hautreizungen, starken Juckreiz sowie allergische Reaktionen auslösen. Deshalb sollte zu befallenen Bäumen ein Abstand von mindestens zehn bis fünfzehn Metern eingehalten werden. Auch Haus- und Nutztiere sollten ferngehalten werden, da auch bei Tieren allergische Reaktionen auftreten können.

Kommt es dennoch zu einem Kontakt, empfiehlt es sich, Augen nicht zu berühren, möglichst zeitnah zu duschen und getragene Kleidung bei mindestens 60 Grad Celsius zu waschen. Bei stärkeren Beschwerden sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.

© Stadt Limburg