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Limburg: Pflanzaktion zum Tag des Baumes im Tal Josaphat

Seit 1952 wird in Deutschland jährlich am 25. April der „Tag des Baumes“ begangen. Auch in diesem Jahr stand der Aktionstag in Limburg im Zeichen des gemeinsamen Engagements für den Wald: Im Tal Josaphat pflanzten Michael Stanke, 1. Stadtrat, Elke-Lore Fehr, Kreisbeigeordnete, Vertreterinnen und Vertreter von Hessen Forst sowie Mitglieder der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) fünf Zitter-Pappeln.
Begrüßt wurden die Anwesenden von Daniel Mörsdorf, 2. Vorsitzender der SDW. Er erinnerte an die Bedeutung des Tages und stellte die Zitter-Pappel vor, die als Baum des Jahres 2026 besondere Aufmerksamkeit erhält. Die auch als Espe bekannte Baumart zählt zu den Pioniergehölzen. Sie besiedelt rasch offene Flächen und trägt wesentlich zur Regeneration von Wäldern bei. Mit ihrem schnellen Wachstum – sie erreicht in der Regel eine Höhe von 15 bis 20 Metern – schafft sie die Voraussetzung dafür, dass langsam wachsende Arten wie Buche oder Ahorn nachfolgen können.
„Vor 40 Jahren hätte ich es nicht für möglich gehalten, dass wir einmal eine Zitter-Pappel als Baum des Jahres pflanzen“, sagte Mörsdorf. „Damals wurde sie wegen ihrer rasanten Ausbreitung auf Freiflächen bekämpft. Heute sind wir froh über die Pionierbaumarten, die unsere Wälder stabilisieren und zur natürlichen Verjüngung beitragen.“
Die Zitter-Pappel ist nicht nur ökologisch bedeutsam. Ihr Holz findet unter anderem Verwendung in der Papierherstellung, bei Streichhölzern und im Möbelbau. Berühmt ist zudem das Phänomen „Pando“ im US-Bundesstaat Utah: Dort bildet ein Verbund genetisch identischer Zitter-Pappeln auf rund 43 Hektar Fläche ein einziges, über ein Wurzelsystem verbundenes Lebewesen – und gilt als größter Organismus der Welt.
„In den vergangenen Jahren haben Schädlinge sowie Stürme und Trockenheit große Schäden in unseren Wäldern angerichtet“, sagte der 1. Stadtrat. „Umso wichtiger ist es, dass Verbände wie die SDW und die Forstämter entschlossen handeln und die Aufforstung vorantreiben“, würdigte Michael Stanke den Einsatz der Beteiligten und überreichte eine Spende in Höhe von 100 Euro an die SDW.
Elke-Lore Fehr die in Vertretung des Landrats gekommen war, schloss sich mit einem Scheck in Höhe von 100 Euro an. „Ich danke der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald für ihr unermüdliches Engagement für den Erhalt und die Wiederaufforstung unserer Wälder“, betonte Fehr. „Gerade in Zeiten klimatischer Veränderungen ist dieses Engagement von unschätzbarem Wert.“
Der Tag des Baumes hat seinen Ursprung in den USA. Dort rief der Journalist Julius Sterling Morton bereits 1872 im Bundesstaat Nebraska zu einem „Arbor Day“ auf, um der fortschreitenden Abholzung entgegenzuwirken. Die Idee verbreitete sich rasch und fand im Laufe der Jahrzehnte weltweit Nachahmung. In Deutschland wurde der Aktionstag erstmals 1952 begangen – mit einer Pflanzung durch den damaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss im Bonner Hofgarten.

© Stadt Limburg