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Sieben neu öffentlich zugänglich installierte AEDs in der Gemeinde Brechen am Informationstag stießen auf enormes Interesse

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Leben retten ist Gemeinschaftssache ! Die Initiative der Freiwilligen Feuerwehren Oberbrechen, Niederbrechen und Werschau zusammen mit dem DRK Ortsverein Niederbrechen und der DLRG Ortsgruppe Brechen-Runkel-Villmar e.V. hat für die Gemeinde Brechen eine Idee zum Leben erweckt. Ein plötzlicher Herz-Kreislauf-Stillstand kann jeden treffen – umso wichtiger ist es, schnell und richtig zu handeln.

Nach dem Erkennen der Situation und Prüfung von Ansprechbarkeit und Atmung ist sofort der NOTRUF 112 zu wählen.

Der Dispatcher (Leitstellendisponent/in) begleitet Sie am Telefon (am besten auf laut stellen) durch die Reanimation und führt sie durch die nun notwendigen Schritte - es sind einfache Handgriffe, die der betroffenen Person das LEBEN RETTEN können!

Doch sie sind nicht alleine in dieser Situation - Durch Ihren Notruf werden Rettungsmittel (Rettungswagen/Notarzt) zugeführt, die Sie unterstützen werden. Im Landkreis Limburg-Weilburg ist seit über einem Jahr zudem das KATRETTER-System etabliert, wodurch ausgebildete Helfer/innen aus nächster Nähe ebenfalls alarmiert und zur Einsatzstelle geführt werden. Es sind oft wenige Minuten Zeitvorsprung, die jedoch sowohl die/den Ersthelfer/in unterstützen als auch den Rettungsdienst. Sie tragen keine Einsatzkleidung, geben sich als KATRETTER klar zu erkennen. Alles zusammen trägt dazu bei, dass das Leben der betroffenen Person bestmöglich gerettet werden kann.

In der Gemeinde Brechen ist es dank dieser Initiative gelungen, sieben AEDs zu beschaffen, die an den folgenden Orten öffentlich ab sofort zugänglich sind:

Niederbrechen: Feuerwehr Niederbrechen, Rathaus, Kinderhaus in der Schlei

Oberbrechen:  Feuerwehr Oberbrechen, Emstalhalle Oberbrechen

Werschau: Dorfgemeinschaftshaus Werschau, Katholische Kirche St. Georg

Ein AED ist -kurz zusammengefasst- ein Gerät, welches den Herzrhythmus selbstständig analysiert, den Laienhelfer anleitet durch klare Sprachanweisungen und einen Schock nur bei Bedarf auslöst. Sie sind selbsterklärend.  Je eher ein solches Gerät zum Einsatz kommen kann, desto besser sind die Überlebenschancen und das Outcome, also die Vermeidung von Spätschäden.

"Die Informationsveranstaltung in der Sport- und Kulturhalle, die passenderweise am Pulstag, dem 1.3. in Brechen stattfand, war ein voller Erfolg. Das Interesse der Bevölkerung war enorm", freut sich Astrid Brahm. Sie dankte allen beteiligten Hilfsorganisationen aber ganz besonders auch den zahlreichen Sponsoren, die diese Anschaffung ermöglicht haben.

"ERSTE HILFE geht uns alle an, frischen Sie Ihr Wissen auf - für mehr Sicherheit im Alltag", so ihr Apell. Informieren Sie sich, wo die Erste-Hilfe-Kästen sind und überprüfen Sie den Zustand regelmäßig, merken Sie sich, wo die AEDs, nicht nur in unserer Gemeinde sondern auch an anderen öffentlichen Orten verfügbar sind - nur so können vielleicht SIE der/diejenige sein, die mit diesem Wissen aktiv LEBEN RETTEN KÖNNEN! JEDE HILFE ZÄHLT! Die Feuerwehr informierte parallel zum vorbeugenden Brandschutz - schauen Sie auch hier: Wo ist der nächste Feuerlöscher, ist der Rauchmelder installiert und funktioniert alles und, wissen Sie, damit umzugehen.

Alle beteiligten Organisationen freuen sich über neue Mitglieder/innen, das ist schon ab dem Kindesalter möglich, die Angebote sind vielfältig. Informieren Sie sich gerne auf den jeweiligen Webseiten oder sprechen Sie Ihre Nachbarn an . . .

https://brechen-runkel-villmar.dlrg.de/

https://www.drk-brechen.de/

http://feuerwehr-werschau.de/

https://www.feuerwehr-niederbrechen.de/

https://www.feuerwehr-oberbrechen.de/

Dr. med.Daniel Bock informierte aus seiner beruflichen Praxis als Sektionsleiter Internistische Intensivstation des St. Vincenz Krankenhauses Limburg über die Möglichkeiten, Chancen und Abläufe der Reanimation und leitete mit diesem Vortrag auf die in Echtzeit durchgespielte Übungssimulation eines Fallbeispiels über. Hierbei wurde eine häusliche Situation dargestellt, in der sich ein Herzstillstand ereignete. Nach Wählen des Notrufes wurde die Angehörige durch die ersten Maßnahmen der Wiederbelebung geführt, bis die Katretter die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes überbrückte. Die Simulation wurde unterstützt durch die angehenden Notfallsanitäter/innen des DRK Limburg und des Malteser Hilfsdienstes. Sehr plastisch wurde gezeigt, wie sich das Einsatzszenario darstellt und wie viele Personen unter Umständen alles Menschenmögliche geben, um das Leben einer Person zu retten und wie wichtig jeder einzelne Schritt ist. Verantwortung zu übernehmen und die Herzdruckmassage zu erlernen ist lebensrettend.

Die Deutsche Herzstiftung informierte über Ihr Angebot und den Pulstag.

 

Erfolgreiche Bilanz und Lebensretter aus der Nachbarschaft – Ein Jahr Ersthelfersystem KATRETTER im Landkreis Limburg-Weilburg