Limburg: Ein Haus für Kinder, ein Haus der Begegnung
Neue Kindertagesstätte in Ahlbach/Geringe Abweichungen bei Kosten und Zeitplan
Ein neues Haus für bis zu 75 Kinder, lichtdurchflutet und mit großen Räumen, breiten Gängen, Bewegungsraum und zudem noch mit viel Platz für das betreuende Team. Ein Quantensprung gegenüber der alten Einrichtung der Kindertagesstätte St. Bartholomäus in Ahlbach, die nur wenige Meter entfernt liegt. Kein Wunder daher, dass die offizielle Eröffnung und Einweihung mit viel Freude und auch Dankbarkeit verbunden war.
Die Kinder stimmten dann auch fröhlich das Lied von den fleißigen Handwerkern an, die das neue Gebäude er- und eingerichtet haben. Mit ihrem anschließenden Tanz zeigten sie, was notwendig ist, um ein solch neues Haus zu errichten und dauerhaft mit Leben zu füllen: Bewegung.
In Bewegung kamen viele, damit es mit der neuen Kindertagesstätte etwas wird. Limburgs 1. Stadtrat Michael Stanke erinnerte an eine lange Vorgeschichte, bis die Entscheidung zum Neubau stand. Doch dann ging es recht flott. Zweieinhalb Jahre wurde gebaut, das war zwar etwas länger als zunächst geplant, das Zeitplus jedoch sehr begrenzt. Die Kosten mit 3,8 Millionen Euro wurden fast eingehalten und die Außenanlage, die Arbeiten wurden vom Magistrat gerade vergeben, sollen Mitte April beginnen und zwölf Wochen später abgeschlossen sein.
„Ich bin nicht nur mit dem Gebäude sehr zufrieden, sondern auch mit dem Ablauf der Arbeiten. Es war kein einziges Krisengespräch notwendig“, sagte Stanke und dankte besonders dem beauftragten Architekturbüro Alhäuser, den beteiligten Handwerker und dem Team in der Tagesstätte. Unter den Gästen der kleinen Feier konnte Stanke verschiedene Vertreterinnen und Vertreter der Stadtverordnetenversammlung mit Vorsteher Stefan Muth an der Spitze begrüßen, natürlich war auch der Ahlbacher Ortsbeirat vertreten.
„Es ist ein Haus für die Kinder und ein Haus der Begegnung für unterschiedliche Traditionen und verschiedene Herkunft. Es ist ein Haus, in dem wir das Verbindende suchen“, sagte Pfarrer Stephan Gras. Die Kindertagesstätte befindet sich in Trägerschaft der katholischen Kirche und der Pfarrer sprach für alle ein kurzes Gebet und spendete den Segen. Für alle Beteiligten sei die Eröffnung ein besonderer Tag. Gras zeigte sich überzeugt davon, dass die Tagesstätte als Ort der Vielfalt nicht nur an diesem Tag ein Vorbild für die Gesellschaft sein kann.
Dem neuen Ortsbeirat gehört Heinz Nettesheim nicht mehr an, das Amt des Ortsvorstehers wird er also nicht mehr wahrnehmen können. Der Abschied (verbunden mit einem Wechsel in die Politik auf Stadtebene) fällt vielleicht nun etwas leichter, denn mit der neuen Kindertagestätte ging für ihn ein Herzensprojekt in Erfüllung. Eines, an dessen Notwendigkeit er keinen Zweifel hegt, denn das bisher genutzte Gebäude habe doch bei Weitem nicht mehr heutigen Standards entsprochen.
Top Qualität, im Preis geblieben und nur beim Hochbau Probleme mit dem ausführenden Unternehmen, Architekt Philipp Alhäuser zeigte sich überaus zufrieden mit dem Ablauf und dem Ergebnis der Arbeiten. Das Haus, das er gemalt habe, sei auch tatsächlich entstanden, verdeutlichte er den künftigen und sehr jungen Nutzern. Mitgeholfen bei der Umsetzung hätten dabei auch einige gute Feen (auch in männlicher Gestalt) in Form des Teams vom städtischen Bauamt oder auch der Kindertagesstätte.
Alhäuser freut sich darauf, die Kindertagesstätte auch in der ersten Betriebsphase immer wieder besuchen zu können, denn er ist auch in den aktuell laufenden Anbau des benachbarten Feuerwehrhauses eingebunden. Die Fläche, die durch den Abriss des alten Kindergartengebäudes entsteht, wird als Stellplatz hergerichtet.
„Es ist für uns alle ein besonderer Tag. Ein Tag voller Freude und Dankbarkeit und auch ein Tag mit ein wenig Stolz“, verdeutlichte Heike Übel als Leiterin der Tagesstätte für das gesamte Team. Die neue Einrichtung sei mit viel Sorgfalt geplant und mit viel Herz in die Tat umgesetzt worden. Annika Mayer als Koordinatorin des Trägers dankte vor allem den stätischen Mitarbeitern Kevin Flaus und Steffen Kremer für die stets konstruktive und lösungsorientierte Zusammenarbeit und dem Team der Tagesstätte und den Eltern für die Unterstützung und Geduld. „Für uns ist die offizielle Eröffnung und Segnung nur ein Anfang, jetzt füllen wir das Haus mit Leben“, machte sie deutlich.
Nach dem offiziellen Teil konnte die neue Tagesstätte St. Bartholomäus in Augenschein genommen werden, die Eltern warteten zudem mit einem kleinen Buffet auf.
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