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Limburg: Erinnerung an die Opfer im Dombunker

Am 26. März 1945 erreichten amerikanische Truppen vom Westerwald kommend Limburg, am nächsten Tag endete für die Limburger der Zweite Weltkrieg. Neun Limburger Frauen, Männer und Kinder erlebten dies jedoch nicht mehr, sondern starben am 26. März im Dombunker, in dem sie Schutz gesucht hatten. An ihr Schicksal erinnert nun ein Hinweis auf dem Weg entlang des Mühlkanals der Lahn.

Das Schild steht direkt am Weg und an der Stelle, an der sich an dem dahinterliegenden Felsen der ehemalige und inzwischen verschlossene Zugang zu dem Bunker abzeichnet. Die Hinweistafel auf die neun Toten und die Vorgänge geht auf eine Initiative des kürzlich verstorbenen Günter „Ilo“ Butzbach zurück. Die Kosten für die Tafel hat der Ortsbeirat für die Limburger Kernstadt übernommen, der dafür einen Teil seiner Verfügungsmittel einsetzt.

Der Text auf der Tafel stammt vom Limburger Stadtarchivar Dr. Christoph Waldecker und erinnert an neun Opfer im Alter zwischen drei und 69 Jahren. Die auf der gegenüberliegenden Lahnseite anrückenden Amerikaner waren von einem Polizisten und einem Volkssturmmann vom Friedhof auf dem Domfelsen aus beschossen worden und hatten daraufhin das Feuer erwidert und dabei auch in den Dombunker geschossen.

Die Tafel erinnert an: Agnes Fiebig geb. Duchscherer (41 Jahre), Renate Fiebig (3), Paul Franke (69), Lina Franke geb. Fuckert (64), Else Krauss (35), Hans-Rudolf Müller (15), Margarete Schiefner geb. Gottert (50), Walter Vehling (37) und Jakob Wahl (45). Der Erinnerungstext befindet sich auch mit einer englischen und französischen Übersetzung auf der Tafel.

© Stadt Limburg