Springe zum Inhalt

Limburger Marktplatz: Weitere Untersuchungen beauftragt

Der Marktplatz in der Ste.-Foy-Straße soll in Zukunft Standort der Feuerwehr werden und den neuen zentralen Stützpunkt beheimaten. Bis der erste Spatenstich vorgenommen wird, sind noch einige Vorarbeiten zu leisten, unter anderem sind regelmäßige Grundwasseruntersuchungen notwendig. Der Magistrat hat dazu einen Auftrag von maximal rund 33.500 Euro vergeben.

Die Untersuchung des Areals hatte sich angekündigt, denn die Fläche ist als Altlast durchaus bekannt. Die Fläche war in der Vergangenheit von der Glashütte sowie durch das Gaswerk Limburg genutzt worden. Zwischen den 1930er und 1950er Jahren wurden zudem Boden- und Bauschuttmaterialien mit unterschiedlichen Anteilen an Haus- und Gewerbemüll sowie Produktionsrückständen der Gasherstellung (Schlacken, Aschen, etc.) abgelagert.

Um den Standort Marktplatz für die zentrale Feuerwache zu ertüchtigen, wurden nach Vorgaben des Regierungspräsidiums Gießen bereits vier Wasseruntersuchungen durchgeführt, die sowohl hinsichtlich der Konzentrationen als auch der Art der Schadstoffe Unterschiede aufzeigen. Die Untersuchungsberichte wurden dem Regierungspräsidium Gießen vorgelegt und das weitere Vorgehen abgestimmt. Nun sollen regelmäßige Messungen folgen. Das Regierungspräsidium war in der Vergangenheit zu der Einschätzung gelangt, dass ein großflächiger Bodenaustausch nach derzeitigem Kenntnisstand nicht notwendig ist.

Im Rahmen der nun vergebenen Grundwasseruntersuchungen sind weiterhin Abstimmungen mit dem Regierungspräsidium vorgesehen. Für die Beprobung vor Baubeginn wurde ein Angebot bei einem heimischen Institut angefragt, das bereits in den 1990er Jahren erste Untersuchungen auf dem Marktplatz durchgeführt hat.

Im Rahmen der in den 1990er Jahren vorgenommenen Untersuchungen ergaben sich lokal deutlich erhöhte Schadstoffkonzentrationen für „Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK)“ sowie „Benzo(a)pyren (BaP)“. Aufgrund der damals ermittelten Schadstoffkonzentrationen wurde um die Jahrtausendwende vorsorglich eine Sicherungsmaßnahme (Unterbinden des Sickerwassereintrags durch Versiegelung) durchgeführt. © Stadt Limburg