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Der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Limburg-Wetzlar

Angelika Berbuir zieht positive Halbjahresbilanz

Arbeitslosenquote bleibt im Juni unverändert bei 4,7 Prozent . Im Vorjahresvergleich gab es im Agenturbezirk 233 Arbeitslose weniger . LDK: 53 Arbeitslose weniger als im Vormonat, 98 weniger als vor einem Jahr . LM-WEL: 33 Arbeitslose mehr als im Mai, 135 weniger als im Vorjahr . Arbeitsmarkt schaltet wegen frühem Ferienbeginn einen Gang zurück

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Limburg-Wetzlar waren im Juni 2018 insgesamt 10.846 Personen arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einer Quote von 4,7 Prozent, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen. Im Mai lag die Zahl der Arbeitslosen bei 10.866, die Arbeitslosenquote betrug ebenfalls 4,7 Prozent. Vor einem Jahr waren 11.079 Menschen im Bezirk ohne Beschäftigung -  die Quote lag seinerzeit bei 4,8 Prozent. Von den insgesamt 10.846 arbeitslosen Personen waren 3.169 bei den Arbeitsagenturen in Limburg, Wetzlar und Dillenburg gemeldet. 2.396 Arbeitslose wurden beim Jobcenter Limburg-Weilburg gezählt. 5.281 Arbeitslose meldete das Kommunale Jobcenter des Lahn-Dill-Kreises.

"Der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Limburg-Wetzlar hat sich im ersten Halbjahr 2018 trotz schwieriger politischer und weltwirtschaftlicher Rahmenbedingungen sowie gestiegener Energie- und Rohstoffpreise weiter positiv entwickelt", stellte die Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Limburg-Wetzlar, Angelika Berbuir, bei Bekanntgabe der Arbeitsmarktzahlen für den Juni fest. So sei die Arbeitslosigkeit im Lahn-Dill-Kreis im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 Prozent gesunken. Erfreulich sei außerdem, dass die Zahl der Langzeitarbeitslosen deutlich abgenommen habe (-9,7 Prozent) und auch die schwerbehinderten und jugendlichen Erwerbslosen überproportional am Marktgeschehen partizipierten. Hier lag der Rückgang bei -8,0 bzw. -5,9 Prozent. Nicht profitieren konnten hingegen Ausländer (Anstieg um 12,2 Prozent). Insgesamt hätten die heimischen Unternehmen und Verwaltungen im ersten Halbjahr 3.531 offene Stellen gemeldet. Dies seien 283 weniger gewesen, als in der Vergleichsperiode des Vorjahres.

Noch mehr Dynamik habe der Arbeitsmarkt in den ersten sechs Monaten im Kreis Limburg-Weilburg entfaltet, berichtete die Agenturchefin weiter. Hier sei die Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich zur Jahresmitte um 3,5 Prozent gesunken. "Die positive Entwicklung hat in Limburg-Weilburg -ebenfalls bis auf die Ausländer- erfreulicherweise alle Personengruppen des Arbeitsmarktes mitgenommen. Überdurchschnittlich profitierten die Langzeitarbeitslosen, bei denen der Arbeitslosigkeit um 16,1 Prozent abnahm. Auch bei den Schwerbehinderten (-13,1 Prozent) und den Jugendlichen  (-8,7 Prozent) ging die Erwerbslosigkeit überproportional zurück", erläuterte Berbuir weiter. Treiber dieser insgesamt positiven Entwicklungen sei die außerordentlich hohe Arbeitskräftenachfrage im Kreis gewesen. Mit einem Rekordwert von 2.823 Vermittlungsaufträgen habe der Stellenzugang in den ersten sechs Monaten 2018 knapp zehn Prozent über dem Ergebnis des ersten Halbjahres 2017 gelegen.

Dass die Juni-Werte im Vergleich zum Mai insgesamt wenig Veränderung erfahren haben, führte die Agenturchefin auf den frühen Ferienbeginn in Hessen zurück: "Zum einen haben sich bereits etliche Schulabgänger im Juni arbeitslos gemeldet, zudem geht die Nachfrage nach Arbeitskräften unmittelbar vor den Sommerferien immer spürbar zurück", erläuterte die Arbeitsmarktexpertin. Nach dem Ende der Ferien nehme der Personalbedarf erfahrungsgemäß wieder zu. Auch der Schul- und Studienbeginn führe dann nochmals zu positiven Effekten auf dem Arbeitsmarkt, sagte Berbuir abschließend.

 

Kreis Limburg-Weilburg:

Die Arbeitslosenquote lag im Juni im Kreis Limburg-Weilburg bei 4,1 Prozent und somit um 0,1 Prozentpunkte höher als im Vormonat. Im Juni 2017 betrug die Quote 4,2 Prozent. In absoluten Zahlen: 3.765 Personen waren im letzten Monat als arbeitslos registriert. Das waren 33 mehr als im Mai +0,9 Prozent) und 135 weniger als vor einem Jahr (-3,5 Prozent). Im Jahresdurchschnitt 2017 betrug die Arbeitslosenquote im Kreis Limburg-Weilburg 4,5 Prozent. 4.097 Personen waren 2017 durchschnittlich arbeitslos gemeldet.

Im aktuellen Monat wurden 36,4 Prozent (1.369 Personen) der gemeldeten Arbeitslosen von der Agentur für Arbeit betreut. Somit ist die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB III (Arbeitsagentur) innerhalb eines Monats um 79 Personen (+6,1 Prozent) gestiegen. Im Juni 2017 waren im genannten Rechtskreis ebenfalls exakt 3.765 Arbeitslose gemeldet. 63,6 Prozent (2.396 Personen) aller gemeldeten Arbeitslosen waren im Juni beim Jobcenter Limburg-Weilburg gemeldet. Das Jobcenter verzeichnet somit im Vormonatsvergleich einen Rückgang um 46 Arbeitslose (-1,9 Prozent). Gegenüber Juni 2017 hat sich die Arbeitslosigkeit hier um 5,3 Prozent (135 Personen) reduziert. Arbeitslose, die aufgrund einer vorherigen Beschäftigung Arbeitslosengeld I erhalten, werden von der Arbeitsagentur betreut. Gleiches gilt für Erwerbslose, die kein Arbeitslosengeld I beziehen, deren Lebensunterhalt jedoch anderweitig gesichert ist. Für Arbeitslose, die keinen Anspruch (mehr) auf Arbeitslosengeld I haben und auf Leistungen der Grundsicherung (Arbeitslosengeld II, umgangssprachlich ,Hartz IV') angewiesen sind, ist das Jobcenter zuständig. Im Schnitt des Jahres 2017 waren bei der Arbeitsagentur 1.508 Arbeitslose und beim Jobcenter 2.589 Arbeitslose gemeldet.

Die Zahl der arbeitslosen Männer ist im letzten Monat um 3 Betroffene (+0,1 Prozent) auf 2.099 Arbeitslose angestiegen. Bei den Frauen erhöhte sich die Arbeitslosenzahl im gleichen Zeitraum um 30 Personen auf 1.666 Betroffene (+1,8 Prozent). Im Vorjahresvergleich nahm die Arbeitslosigkeit bei den Männern um 2 Arbeitslose (+0,1 Prozent) zu, bei den Frauen um 137 Arbeitslose (-7,6 Prozent) ab. 2017 waren jahresdurchschnittlich 2.264 Männer und 1.833 Frauen arbeitslos gemeldet.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist im Juni um 15,7 Prozent oder 53 Arbeitslose angestiegen. Aktuell sind 390 Arbeitslose jünger als 25 Jahre - 37 weniger, als vor einem Jahr (-8,7 Prozent). Im Durchschnitt des Jahres 2017 waren 412 unter 25jährige von Arbeitslosigkeit betroffen.

Bei den älteren Arbeitslosen (50+) hat sich die Zahl im aktuellen Monat um einen Betroffenen (-0,1 Prozent) auf 1.177 Arbeitslose reduziert. Sie liegt damit um 34 Personen oder 2,8 Prozent unter dem Vorjahreswert. Im Jahresdurchschnitt 2017 waren bei der Limburger Arbeitsagentur und dem Jobcenter Limburg-Weilburg 1.248 ältere Arbeitslose gemeldet.

Die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen lag im Juni im Kreis Limburg-Weilburg bei 298 Personen und damit um 11 Personen oder 3,6 Prozent unter dem Mail-Wert. Gegenüber Juni 2017 war ein Rückgang um 45 arbeitslose Schwerbehinderte zu verzeichnen (-13,1 Prozent). Im Jahr 2017 waren jahresdurchschnittlich 342 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet.

Im Berichtsmonat waren im Landkreis 1.054 Ausländer als arbeitslos registriert. Dies waren 42 arbeitslose Ausländer weniger als im Mai (-3,8 Prozent), jedoch 42 mehr als vor Jahresfrist (+4,2 Prozent). Im Durchschnitt des Jahres 2017 waren 1.133 Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen.

Im Juni 2018 erteilten die Unternehmen und Verwaltungen den Arbeitgeberservices von Arbeitsagentur und Jobcenter 464 Vermittlungsaufträge. Dies waren 62 Stellen weniger als im Juni letzten Jahres (-11,8 Prozent). 2017 wurden insgesamt 5.206 Stellenangebote zur Besetzung gemeldet.

Ausbildungsmarkt:

Von Oktober 2017 bis Juni 2018 meldeten sich im Landkreis Limburg-Weilburg 1.546 Ausbildungssuchende. Dies waren 34 oder 2,2 Prozent mehr, als in der vergleichbaren Vorjahresperiode. 482 dieser Jugendlichen sind derzeit noch unversorgt (Vorjahreswert: 462). Demgegenüber meldeten die heimischen Unternehmen und Verwaltungen bislang insgesamt 1.158 freie Ausbildungsstellen. Dies sind 123 Stellen bzw. 11,9 Prozent mehr, als vor einem Jahr. 500 dieser Lehrstellen sind bislang noch unbesetzt. Ende Juni 2017 waren noch 427 Ausbildungsstellen frei. Auf einen Ausbildungssuchenden kommen derzeit statistisch gesehen 0,75 gemeldete Ausbildungsstellen. Im Vorjahr waren es 0,68 Stellen.

 

Lahn-Dill-Kreis:

Im Lahn-Dill-Kreis lag die Arbeitslosenquote im Juni bei 5,1 Prozent und somit um 0,1 Prozentpunkte unter dem Vormonats- und Vorjahreswert. In absoluten Zahlen: 7.084 Personen waren im letzten Monat als arbeitslos registriert. Das waren 53 weniger als im Mai (-0,7 Prozent) und 98 weniger als vor einem Jahr (-1,4 Prozent). Im Jahresdurchschnitt 2017 betrug die Arbeitslosenquote im Lahn-Dill-Kreis 5,4 Prozent. 7.379 Personen waren 2017 durchschnittlich arbeitslos gemeldet.

Im aktuellen Monat wurden 25,4 Prozent (1.800 Personen) der gemeldeten Arbeitslosen von der Agentur für Arbeit betreut. Somit ist die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB III (Arbeitsagentur) innerhalb eines Monats um 29 Personen (-1,6 Prozent) und im Vergleich zum Vorjahr um 6 Arbeitslose (+0,3 Prozent) gesunken. 74,6 Prozent (5.281 Personen) aller Arbeitslosen waren im Juni beim kommunalen Jobcenter Lahn-Dill gemeldet. Das Jobcenter verzeichnet somit im Vormonatsvergleich einen Rückgang von 24 Arbeitslosen (-0,5 Prozent). Gegenüber Juni 2017 hat sich die Arbeitslosigkeit hier um 92 Personen reduziert (-1,7 Prozent). Arbeitslose, die aufgrund einer vorherigen Beschäftigung Arbeitslosengeld I erhalten, werden von der Arbeitsagentur betreut. Gleiches gilt für Erwerbslose, die kein Arbeitslosengeld I beziehen, deren Lebensunterhalt jedoch anderweitig gesichert ist. Für Arbeitslose, die keinen Anspruch (mehr) auf Arbeitslosengeld I haben und auf Leistungen der Grundsicherung (Arbeitslosengeld II, umgangssprachlich ,Hartz IV') angewiesen sind, ist das Jobcenter zuständig. Im Schnitt des Jahres 2017 waren bei der Arbeitsagentur 2.009 Arbeitslose und beim Jobcenter 5.370 Arbeitslose gemeldet.

Die Anzahl arbeitsloser Männer sank im Lahn-Dill-Kreis gegenüber dem Vormonat um 60 auf 3.755 Arbeitslose (-1,6 Prozent). Die Zahl arbeitsloser Frauen erhöhte sich im gleichen Zeitraum hingegen um 7 Personen auf 3.326 Betroffene (+0,2 Prozent). Im Vorjahresvergleich nahm die Arbeitslosigkeit bei den Männern um 135 Arbeitslose (-3,5 Prozent) ab, bei den Frauen stieg sie um 37 Arbeitslose (+1,1 Prozent) an. 2017 waren jahresdurchschnittlich 4.001 Männer und 3.378 Frauen arbeitslos gemeldet.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist gegenüber dem Vormonat um 36 Personen oder 5,6 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Juni 2017 hat sie sich um 43 Personen (-5,9 Prozent) vermindert. Aktuell sind 681 Jugendliche unter 25 Jahren als Arbeitslose gemeldet. Im Durchschnitt des Jahres 2017 waren 759 unter 25jährige von Arbeitslosigkeit betroffen.

Bei den 50jährigen und älteren lag die Zahl der Arbeitslosen im abgelaufenen Monat bei 2.373 Personen und nahm damit im Vergleich zum Vormonat um 51 Personen (-2,1 Prozent) ab. Gegenüber Juni letzten Jahres ist bei diesem Personenkreis ein Rückgang um 64 ältere Arbeitslosen (-2,6 Prozent) festzustellen. Im Jahresdurchschnitt 2017 waren bei den Arbeitsagenturen in Wetzlar und Dillenburg sowie beim kommunalen Jobcenter des Lahn-Dill 2.494 ältere Arbeitslose gemeldet.

Die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen lag im Juni im Lahn-Dill-Kreis bei 744 Personen und damit um 7 Betroffene oder 0,9 Prozent über dem Wert des Vormonats. Im Vergleich zum Juni 2017 war ein Rückgang von 65 arbeitslosen Schwerbehinderten zu verzeichnen (-8,0 Prozent). Im Jahr 2017 waren jahresdurchschnittlich 793 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet.

Im Berichtsmonat waren im Lahn-Dill-Kreis 2.390 Ausländer als arbeitslos registriert. Dies waren 38 arbeitslose Ausländer mehr als im Mai (+1,6 Prozent) sowie 260 mehr (+12,2 Prozent) als im Juni 2017. Im Durchschnitt des Jahres 2017 waren 2.181 Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen.

Der Zugang gemeldeter Arbeitsstellen lag in diesem Monat unter dem Vorjahresniveau. 569 Vermittlungsaufträge bedeuten ein Minus von 61 Stellen oder 9,7 Prozent gegenüber Juni 2017. 2017 wurden insgesamt 7.274 Stellenangebote zur Besetzung gemeldet.

 

Ausbildungsmarkt:

Von Oktober 2017 bis Juni 2018 meldeten sich im Lahn-Dill-Kreis 1.727 Ausbildungssuchende. Dies waren 24 Jugendliche oder 1,4 Prozent weniger als in der vergleichbaren Vorjahresperiode. 495 dieser Jugendlichen sind derzeit noch unversorgt (Vorjahreswert: 484). Demgegenüber meldeten die heimischen Unternehmen und Verwaltungen bislang insgesamt 1.681 freie Ausbildungsstellen. Dies sind 224 Stellen bzw. 15,4 Prozent mehr, als vor einem Jahr. 651 dieser Lehrstellen sind bislang noch unbesetzt. Ende Juni 2017 waren noch 541 Ausbildungsstellen frei. Auf einen Ausbildungssuchenden kommen derzeit statistisch gesehen 0,97 gemeldete Ausbildungsstellen. Im Vorjahr waren es 0,83 Stellen. © Agentur für Arbeit Limburg-Wetzlar