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Zentrales digitales Informationsangebot zur Endlagersuche

Unter endlagersuche-infoplattform.de bündelt das BASE alle Informationen und wesentlichen Unterlagen zur Suche nach einem Endlager in Deutschland

Informationen sind eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass ein Verfahren transparent ist und sich Bürgerinnen und Bürger beteiligen können. Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) hat zur Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle in Deutschland mit endlagersuche-infoplattform.de im Internet ein zentrales Informationsangebot des Bundes eingerichtet.

„Das digitale Informationsangebot nimmt mit und nach der Corona-Pandemie einen zunehmend hohen Stellenwert ein“, sagt Wolfram König, Präsident des Bundesamtes für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung. „Aktuell können wir Ausstellungen und Infostände, bei denen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für persönliche Gespräche zur Verfügung stehen, nicht wie bisher anbieten. Deshalb sorgen wir verstärkt mit digitalen Medien für Transparenz bei der Endlagersuche.“ Die neue Seite enthält zahlreiche neue Informationen und Features, sowie eine Menüführung und ein Layout, die speziell auf das Thema zugeschnitten sind. Dadurch bietet sie neue Zugänge und Einstiegsmöglichkeiten in die Thematik der Endlagerung.

Verschiedene Zielgruppen finden auf der neuen Internetseite ab sofort die zentralen Informationen darüber, wie die nächsten Schritte in dem Verfahren ablaufen und wie sie sich daran beteiligen können. Die Informationstiefe reicht von einem schnellen Überblick bis hin zu detaillierteren Darstellungen. In Text, Bild und Ton gibt es verständlich aufbereitete Fakten unter anderem zur Radioaktivität, zur Historie der Atomkraft, oder auch zur Vorgehensweise anderer Länder.

Kern dieser Webseite ist eine Dokumentendatenbank. Dort werden alle wesentlichen Unterlagen veröffentlicht, die während des gesamten Standortauswahlverfahrens entstehen. Das sind zum Beispiel Gutachten, Stellungnahmen, Berichte, Datensammlungen oder Schriftwechsel der an der Suche beteiligten Institutionen. Sie bilden die Grundlage dafür, dass Entscheidungen und Rahmenbedingungen der Endlagersuche transparent und nachvollziehbar sind. Diese Unterlagen werden auch für zukünftige Generationen sichtbar und plausibel machen, wie es zu heutigen Entscheidungen gekommen ist.

Die Datenbank hatte das BASE zunächst 2017 mit dem Start der neuen Endlagersuche eingerichtet und seitdem auf seiner Hauptseite zur Verfügung gestellt. Hintergrund war § 6 des Standortauswahlgesetzes, das die Einrichtung einer solchen Datenbank vorsieht. In der neuen Präsenz geht der Bereich deutlich über die Funktion einer reinen Datenbank hinaus. Neben umfassenderen Filter- und Suchfunktionen sind die Dokumente direkt in die weiteren Informationen rund um die Endlagersuche eingebettet. So lassen sich in den Dokumenten behandelte Themen einfacher recherchieren und nachvollziehen.

Betrieben wird die Webseite vom BASE. Das BASE beaufsichtigt die Endlagersuche und organsiert die Öffentlichkeitsbeteiligung. Als wesentliche Unterlagen im Standortauswahlverfahren gelten auch Dokumente der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) mbH. Das bundeseigene Unternehmen ist mit den konkreten Arbeiten zur Suche beauftragt. Es sammelt geologische Daten, wertet diese aus, plant und setzt Erkundungsarbeiten um. Die BGE mbH trägt die Verantwortung dafür, dass ihre wesentlichen Unterlagen zur Veröffentlichung bereitgestellt werden. Das BASE stellt diese ohne weitere Prüfung online, darüber hinaus auch Veranstaltungshinweise sowie Meldungen und Pressemitteilungen der BGE mbH.

© Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE)