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Zensus startet am 16. Mai/ 23.000 Bürgerinnen und Bürger des heimischen Landkreises werden bis 12. August befragt

Limburg-Weilburg. Am kommenden Montag, 16. Mai, beginnt auch im Landkreis Limburg-Weilburg der Zensus 2022, eine bundesweite Volkszählung, bei der nicht nur die Einwohnerinnen und Einwohner gezählt werden. Darüber hinaus werden auch Daten erhoben, wie die Bürgerinnen und Bürger aktuell leben, wohnen und arbeiten. Auch im Landkreis werden 23.000 Menschen an 5.900 Anschriften befragt.
Möglicherweise haben die Bewohnerinnen und Bewohner der zufällig ausgewählten Häuser bereits in den nächsten Tagen von ihren Interviewerinnen und Interviewern -sogenannten Erhebungsbeauftragten- Post im Briefkasten, die ankündigen, wann die Haustürbefragung stattfinden soll. Mit der Benachrichtigung kann es aber auch theoretisch noch etwas dauern, weil die Erhebungsbeauftragten des Landkreises Limburg-Weilburg bis zum 12. August Zeit haben, die Gespräche zu führen und sich ihre Zeit frei einteilen können.
Für den Landkreis Limburg-Weilburg kümmern sich Vanessa Mangrum und Milena Becher als Erhebungsstellenleitung um die Umsetzung. Die 28- und die 24-Jährige kennen sich schon aus Studienzeiten, waren vorher beim Landkreis im Gesundheitsamt bzw. im Impfzentrum tätig. „Wir fanden die Stellenausschreibung interessant, hier etwas in Eigenverantwortung planen und umsetzen zu können“, berichtet Vanessa Mangrum. Auf die Stellenausschreibung als Erhebungsbeauftragte haben sich laut Mangrum insgesamt 200 Personen aus der Region beworben. Fast alle konnten nach Prüfung der Personen auch als Erhebungsbeauftragte bestellt werden. Es seien viele Rentnerinnen und Rentner dabei, aber ebenso viele Schülerinnen und Schüler, die sich ein paar Euro dazuverdienen wollten, erklärt Mangrum. Zahlreiche Erhebungsbeauftragte seien bereits beim letzten Zensus 2011 dabei gewesen.
An der Haustüre werden zwölf Fragen zu den Personen im Haushalt abgefragt. Der Kontakt dauert nur fünf bis zehn Minuten. Zusätzliche Angaben zu den Themenbereichen Bildung und Erwerbstätigkeit können die Befragten dann später in Ruhe online eingeben. Bürger, die keinen Internetzugang haben, können die Fragen per Briefpost beantworten. Alle Datenschutzbestimmungen werden selbstverständlich eingehalten. Am Ende des Prozesses sind einzelne Daten nicht mehr konkreten Personen zuordenbar. Die Befragung findet üblicherweise alle zehn Jahre statt, wurde aber aufgrund der Pandemie diesmal um ein Jahr nach hinten verschoben. Insgesamt 165 Erhebungsbeauftragte werden im heimischen Landkreis unterwegs sein.
Milena Becher und Vanessa Mangrum hatten die letzten Monate bereits viel mit der Vorbereitung des Zensus 2022 zu tun. Sie mussten die Adressen im Kreis in einzelne Bezirke einteilen, damit keiner der Interviewer mehr als 150 Personen zu befragen hat. Es sei auch darauf geachtet worden, dass keine Interviewer in ihren eigenen Wohngebieten eingesetzt würden. Trotzdem würden die Erhebungsbeauftragten wohnortnah eingesetzt, weil der Aufwand sonst für viele zu groß wäre. Denn man könne ja, so Mangrum, nicht davon ausgehen, jeden Bürger beim ersten Hausbesuch direkt anzutreffen. Auf den Erstankündigungsschreiben ist eine Kontaktnummer angegeben, so dass die Auskunftspflichtigen mitteilen können, wenn sie aus beruflichen oder privaten Gründen am genanntem Termin nicht zu Hause sind.
Mangrum sagt, dass der Landkreis die Bürgerinnen und Bürger für die Befragung selbst nicht ausgesucht habe. Die Anschriften wurden durch ein mathematisches Verfahren zufällig durch das Statistische Landesamt ausgewählt. Es kann theoretisch sein, dass jemand, der 2011 bereits befragt wurde, erneut zu den Befragten zählt. Die ausgewählten Bürgerinnen und Bürger sind übrigens zur Teilnahme am Zensus verpflichtet. Becher und Mangrum appellieren an die Bürgerinnen und Bürger an der Befragung teilzunehmen. Sie sind aber guter Dinge, dass der Großteil der Befragungen unkompliziert ablaufen werden.
Insgesamt sollen in ganz Deutschland acht Prozent der Menschen interviewt werden, um verlässliche aktuelle Daten über die Einwohnerzahlen und Lebensverhältnisse der Menschen zu erhalten. „Die Ergebnisse des Zensus sind wichtig für die Politik, um daraus Maßnahmen in Sachen Verbesserung der Infrastruktur ableiten zu können, beispielsweise wo mehr Kindertagesstätten, Schulen und Pflegeeinrichtungen benötigt werden“, berichtet Mangrum. Wichtig für die Bürgerinnen und Bürger zu wissen ist auch, dass die Interviewerinnen und Interviewer sich durch einen Dienstausweis legitimieren müssen.
Wer konkrete Fragen hat, kann diese gerne beim Landkreis unter Telefon 06431 296-6001/-6002 oder E-Mail: Zensus2022@limburg-weilburg.de stellen. Mehr Informationen auf der Website www.zensus2022.de © Landkreis Limburg-Weilburg