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Willsch verwundert über Berichterstattung zu Ultranet

Willsch verwundert über Berichterstattung zu Ultranet

Die jüngsten Pressemeldungen, die die Aufnahme eines alternativen Trassenkorridors in die Bundesfachplanungsunterlagen zum Projekt Ultranet bejubeln, nimmt der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Klaus-Peter Willsch mit Verwunderung zur Kenntnis.

Willsch stellt klar, dass es keineswegs einen neuen Sachstand gibt. Die Bundesfachplanungsunterlagen, die vom 21. Juni bis 20. Juli öffentlich auslagen und noch immer online eingesehen werde können, beinhalten in der Tat einen verschobenen Korridor. Wenngleich dieser eine Verbesserung zur ursprünglich Planung darstellt, ist er nicht deckungsgleich mit der von der BI Wallrabenstein erarbeiteten Variante.

„Die Behauptung, es gebe einen neuen Sachstand ist schlichtweg falsch, die Tatsachen sind seit Ende Juni bekannt. Daher bin ich erstaunt, dass es offenbar als notwendig empfunden wurde, sich von Amprion die Verschiebung des Trassenkorridors in den Bundesfachplanungsunterlagen bestätigen zu lassen. Die Bundesfachplanungsunterlagen dokumentieren das klar und deutlich“, betont Willsch.

„Darüber hinaus plädiere ich seit jeher dafür, beim Thema Ultranet eine realistische und pragmatische Herangehensweise zu verfolgen. Die Behauptung, dass wir auf einem guten Weg seien, die kleinräumige Verschwenkung zu erreichen, halte ich für überzogen. Wir sollten die Erwartungshaltung nicht zu hoch schrauben, auch wenn ich mich darüber sehr freuen würde“, so Willsch weiter.

Nach der Beteiligungsphase steht als nächstes ein Erörterungstermin an, der die Einwendungen thematisieren wird. Aufgrund der Vielzahl der Einwendungen wird dieser Termin frühestens in der Vorweihnachtszeit, wenn nicht sogar erst im neuen Jahr stattfinden können. Erst dann wird sich zeigen, wie der Trassenkorridor tatsächlich verlaufen wird. Die in der Bundesfachplanung ermittelten Korridore bilden die Grundlage für das dann folgende Planfeststellungsverfahren.

„Statt der Versuchung zu erliegen, parteipolitischen Honig aus vermeintlichen Erfolgsmeldungen zu ziehen, halte ich es weiter wie bisher: vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Bürgerinitiativen und vor allem den Bürgermeistern Jan Kraus (Hünstetten), Christian Herfurth (Idstein) und Joachim Reimann (Niedernhausen) und dem von den betroffenen Kommunen beauftragten Fachanwalt, um möglichst weitgehende Berücksichtigung der Interessen der Betroffenen zu erreichen,“ macht Willsch seine Herangehensweise deutlich.

(C) Klaus-Peter Willsch MdB