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Werschau hat wieder eine Garde … und eine flexible Bushaltestelle

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Werschau. Fast bis auf den allerletzten Platz war das Dorfgemeinschaftshaus bei der zweiten Kappensitzung in der aktuellen Kampagne des Werschauer Sportvereins (WSV) ausgebucht. Die ersten Gäste waren sogar schon eineinhalb Stunden vor Veranstaltungsbeginn da und stimmten sich auf den Abend ein, der es in sich hatte.

Nach dem Einzug des Siebener-Rates unter Leitung des Sitzungspräsidenten Walter Mrakawa startete die WSV-Garde "Grün-Weiße-Funken". Sehr zur Freude aller begeisterten sich sieben Werschauer Mädels zwischen 15-17 Jahren unter der Leitung von Melanie Braun für den Gardetanz.

In einer coolen Coproduktion von den "Werschauer Zappelfüßchen" und den "Jungen Hüppern" ging es mit der Minidisco im Discofieber weiter. Die insgesamt 13 Kinder im Alter von 5-10 Jahren fanden sich sehr gut in ihren Rollen und halfen sich gegenseitig durch die Choreographie von Nadine Lässig.

Wenn Walter Mrakawa und Marcel Roggenkamp auf der Bühne sind, ist der trockene Witz angesagt, der mit herrlichem Schlagabtausch hin und her wechselt - in diesem Fall: "Besuch beim Tierarzt".

Nachdem die Bushaltestelle in der Ortsmitte an der Nauheimer Straße des öfteren schon Ziel von automobilen Einschlägen war, zogen Carina Schickel-Heidemann und Christel Schmidt-Losert vor ihrem Kaffeeklatsch beim Einzug durch den Saal mit einem Prototyp der neuen "mobilen Bushaltestelle" die Aufmerksamkeit auf sich. Liebevoll bepflanzt, ließe sich diese individuell platzieren, wenn's mal wieder geknallt hätte.

Mit den "Quickies" sorgten Melanie&Asta Braun, Jutta Rippel, Katharina &Darija Fabrizius unter Leitung von Melanie Braun mit ihrer Schwarzlicht-Socken-Show für Stimmung.

Zumindest für Fasching kurz zurück auf der Bühne des DGH war Tatjana Hönscher mit Michael Heine, die die Spiegelneuronen auf Herz und Nieren testeten in einem wortlosen Sketch in dem sich zwei Mädels gegenseitig beim Schminken übertreffen wollten.

Das Dorfgeschehen, floral präsentiert von Ute und Lisa Huston und Kathrin Auth, blickte schmunzelnd auf die Dorfereignis-Highlights des Vorjahres zurück.

Die Magic Dancers vom TSV-Kirberg unter Leitung von Katharina Walther präsentierten ihren Showtanz.

Carina Schickel-Heidemann mit ihrer Tochter Paula führte den pubertären Familienstreit bis vor Gericht, doch gegenseitige Anklagen konnten von Richter Andreas Eufinger zu einem gütlichen Ende geführt werden.

"Takt-los", das Männerballett des Werschauer Sportvereins ließ die Mädels zu ihren Handys greifen und sorgte für das entsprechende Entzücken - auch hierbei ging es mit "Air-Taktlos" um die Himmelsfliegerei und viel (haariger) Haut und Muskeln.

Dass die Reparatur einer historischen Schreibmaschine den jungen Mann des Reparaturservices mit dem klemmenden "F" an seine Grenzen bringen konnte, das spielten hervorragend Jannis Trost und Stefan Göbel, dem seine Faschingshistorie nacheilte und er nicht von der Bühne durfte, ohne den legendären "Deeeeeeeeeeeeeeeeeeoooooooooo"...

Abgespaced wurde es mit dem Tanz der Frauengruppe des Werschauer Sportvereins "Frauenpower". Melanie Braun und Rebecca Preußer hatten den ausserirdischen Tanz mit den Mädels einstudiert.

Carina Schickel-Heidemann nutzte, in einem sehr ausladenden Kostüm als "Wonneproppen" den Auftritt zum Rückblick in die eigene Faschingshistorie, bevor die Tanzgruppe der Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr den Saal begeisterte.

Das Thema 90er-Jahre präsentierte den von Lisa Huston und Kathrin Auth einstudierten Tanz mit 11 Männern und einer Frau in den authentischen Klamotten von einst.

Die Playbackshow des Siebener-Rates mit Melanie Braun, Susanne Szabo und Daniel Schliffer läutete das Finale der zweiten Kappensitzung des WSV in Werschau im DGH ein.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die vor und hinter der Bühne für das Gelingen des Abends gesorgt haben. Dieter Braun sorgte mit seinem Team für die hervorragend aufwändige Deko des Saales, während die Service-Teams an der Theke und im Saal um das leibliche Wohl bemüht waren. Der Abend klang mit Musik und geselligem Beisammensein an der Sektbar nach der traditionellen Polonaise durch den Saal aus.

Ein Moment der Freude für jeden Historiker war das Interesse der Kleinsten Fassenachter an den Orden aus den letzten Jahrzehnten - ein Augenblick am Rande der Veranstaltung . . .

© Peter Ehrlich / FOTO-EHRLICH.de