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Weilburg hat einen neuen Sicherheitsberater für Seniorinnen und Senioren

 Weilburg hat einen neuen Sicherheitsberater für Seniorinnen und Senioren

Edmund Letschert heißt der neue Sicherheitsberater für Seniorinnen und Senioren in Weilburg. Er ist 79 Jahre alt, ehemaliger Polizeibeamter und bereits ehrenamtlich in diversen Vereinen engagiert. Der Kubacher ist neben Brigitte Gruber aus Odersbach der zweite Sicherheitsberater für Senioren (SfS) in Weilburg und unter der Telefonnummer 06471/4460 zu erreichen. Bei strahlendem Sonnenschein hieß Polizeioberkommissarin Mariana Wüst Herrn Letschert bei einer kleinen Plauderstunde in dessen Garten herzlich im Kreise der SfS willkommen und überreichte diverses Informationsmaterial für seine neue ehrenamtliche Tätigkeit.

   Ältere Menschen haben ein stark ausgeprägtes Sicherheitsbedürfnis.

Ihr Sicherheitsempfinden ist wesentlich sensibler als das jüngerer Bürgerinnen und Bürger und wird durch bestimmte Straftaten, die vorwiegend ältere Menschen bewegen, zusätzlich negativ beeinflusst.

So treten nicht wenige ältere Menschen aus Angst vor Betrügereien oder Gewalt einen sozialen und gesellschaftlichen Rückzug an, insbesondere, wenn sie bereits Opfer einer Straftat geworden sind.

Auch steigt in der heutigen Zeit der Anteil älterer Menschen, die aktiv am Straßenverkehr teilnehmen. Allerdings lassen körperliche und geistige Fähigkeiten, wie z. B das Seh-, Hör- und Reaktionsvermögen, altersbedingt nach. Dies kann unter anderem beim Autofahren negative Auswirkungen für die oder den Betroffenen sowie andere Verkehrsteilnehmer haben. Hinzu kommen kann eine Überforderung mit den vor Jahrzehnten erlernten Verkehrsregeln und der Anforderungen an "neue Technologien".

   Um Seniorinnen und Senioren zu erreichen und über Kriminalität und Gefahren aufzuklären, sowie Ängste abzubauen wurde 1995 das Konzept "Sicherheitsberater für Senioren" im Wetteraukreis durch den dortigen "Altenbeirat" in Zusammenarbeit mit der Polizei aus der Taufe gehoben. Bereits im gleichen Jahr wurde das Konzept mit dem 1. Platz des "Präventionspreises des kriminalpolizeilichen Vorbeugungsprogramms des Bundes und der Länder" ausgezeichnet.

   Seit 2010 sind die Seniorensicherheitsberaterinnen und -berater auch im Landkreis Limburg-Weilburg tätig. Derzeit gibt es über den gesamten Landkreis verteilt insgesamt 26 ehrenamtliche Sicherheitsberater, welche von Polizeioberkommissarin Mariana Wüst betreut und über die neusten Tricks und Maschen, unter anderem auf einem jährlich stattfindenden Treffen aller SfS, auf dem Laufenden gehalten werden.

   Mit ihrem Wissen geben die Seniorensicherheitsberater dann unter anderem praktische Ratschläge und bewährte Tipps zu den folgenden

Themen:

   Senioren sicher im Internet, Sicherheit für Senioren im Straßenverkehr (Pkw, Fahrrad, Fußgänger, ÖPNV), Opferschutz / Opferhilfe, Straftaten zum Nachteil älterer Menschen (Dubiose Haustürgeschäfte, "Enkeltrick", Falsche Polizeibeamte, Taschen- und Trickdiebstahl)

   Darüber hinaus sollen die Ehrenamtler ältere Menschen ermuntern, mit ihrer Polizei in Kontakt zu treten.

   Interessenten für das Ehrenamt des Sicherheitsberaters für Senioren können sich gerne mit Frau Wüst unter der Telefonnummer 06431/9140-241 oder praevention.pd-lm.ppwh@polizei.hessen.de in Verbindung setzen.

©  PD Limburg-Weilburg - Polizeipräsidium Westhessen