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Von wenigen Metern bis zu mehreren Stunden

Bundesweiter Vorlesetag: RP Ullrich liest 17 Kindern der Schule
in der Erstaufnahmeeinrichtung Hessen aus dem Buch „Wir gehen zur Schule“ vor

Gießen. Die einen haben nur wenige Meter, andere sind mehrere Stunden unterwegs: Das Thema Schulweg spielt in „Wir gehen zur Schule“ die wichtigste Rolle. Zum Vorlesetag hat sich der Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich bewusst dieses Kinderbuch ausgesucht. Für die 17 Jungen und Mädchen in der Schule der Erstaufnahmeeinrichtung Hessen (EAEH) an der Rödgener Straße liest er zum bundesweiten Vorlesetag zwei Geschichten aus dem Buch von Lena Kathinka Schaffer.

„Ihr kommt ja selbst aus verschiedenen Ländern und überall ist der Schulweg ein bisschen anders“, sagte Christoph Ullrich. Zwei der sieben Geschichten liest er vor. Zunächst ist Kenia dran mit Giraffen, Elefanten oder Zebras („Deshalb heißen die Zebrastreifen auch Zebrastreifen“), riesigen Klassen und schlichten Schulräumen. Abteilungsleiter Manfred Becker zeigt auf der Weltkarte, wo sich die jeweilige Geschichte abspielt. Weiter geht es nach Indien. „Was machen die denn da?“, fragt Bendam, ein aufgeweckter Junge aus dem Iran und deutet auf eine der zahlreichen Wimmel-Illustrationen. RP Ullrich: „Da spielt ein Junge Cricket, das ist eine Sportart, die bei uns nicht ganz so oft gespielt wird.“

Zuhören ist anstrengend, schon sowieso, wenn die Sprache noch fremd ist. Über eine halbe Stunde lauschen die Kinder dennoch, dann verteilen Schulleiterin Ingrid Hubing und Standortleiterin Anne Sussmann noch mitgebrachte Malbücher zum Thema „Reisen durch Europa“. Der Vorlesetag ist eine Initiative der Wochenzeitung Die Zeit, der Stiftung Lesen und der Deutschen Bahn Stiftung. „Vorlesen fördert die eigene Leselust und damit die Sprachkompetenz von Kindern“, sagt der Regierungspräsident nach der Lesestunde, „und die ist der Schlüssel für eine gelingende Integration.“ © HMdIS