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Verarbeitung und Vermarktung von Bio-Weiderind mit 173.000 Euro gefördert

Mehr Hessisches Bio-Weiderindfleisch auf hessischen Tellern

Landwirtschaftsministerium fördert Verarbeitung und Vermarktung von Bio-Weiderind mit 173.000 Euro

„Wir fördern in Hessen eine regionale, umweltgerechte und am Tierwohl ausgerichtete Landwirtschaft. Dazu gehört auch die Rinderhaltung auf der Weide. Auf Weiden leben neben Rindern zahlreiche weitere Tier- und Pflanzenarten. Ökologische und extensiv bewirtschaftete Weiden bieten optimale Haltungsbedingungen für die Nutztiere, sie befördern außerdem biologische Vielfalt in dem beweideten Gebiet und ihr Boden speichert wegen dem hohen Humusgehalt CO2. Hessisches Bio-Weiderindfleisch finden Verbraucherinnen und Verbraucher bisher aber leider nur selten an der Ladentheke. Deshalb wollen wir den Aufbau regionaler und nachhaltiger Verarbeitungs- und Vermarktungsstrukturen fördern und unterstützen das Projekt ‚Hessisches Bio-Weiderind/Weidefleisch‘ der Ökomodellregionen Fulda, Lahn-Dill-Gießen, Marburg-Biedenkopf, Nordhessen, Süd, Vogelsberg, Waldeck-Frankenberg und Wetterau sowie der Marketinggesellschaft Gutes aus Hessen mit rund 173.000 Euro“, sagte Landwirtschaftsministerin Priska Hinz in Wiesbaden.

Die meisten Bio-Weidetiere in Hessen werden von kleineren landwirtschaftlichen Betrieben gehalten. Die kleinen Betriebe können sich nicht eigenständig um Verarbeitung und Vermarktung ihrer Produkte kümmern, sondern verkaufen ihre Tiere nach der Aufzucht zumeist an größere konventionelle Verarbeiter. Die besondere Haltung wird in der weiteren Verarbeitung und im Verkauf dann nicht mehr berücksichtigt. Strukturen, die Bio-Weidetiere entsprechend verarbeiten und vermarkten sind bisher nur selten vorhanden.

Ziel des Bio-Weiderind-Projektes ist es, hessenweit die Vermarktung der Produkte von Bio-Rinderhalter zu bündeln. So soll eine neue Wertschöpfungskette in Hessen entstehen. Dafür werden Bio-Landwirte, Schlachthöfe und Partner im Lebensmitteleinzelhandel angesprochen und zusammengebracht. „Ich freue mich, dass die Ökomodellregionen dieses tolle Projekt gemeinsam angehen. Das ist ein wichtiger Baustein für uns als Ökomodellland Hessen“, ergänzte Hinz.

„Verbraucherinnen und Verbraucher möchten ihr Fleisch aus einer biologischen Produktion, die ebenfalls auf eine gute Tierhaltung achtet. Dann sind sie auch bereit, mehr zu bezahlen. Aber nur, wenn die Produkte erkennbar als Bio-Weidefleisch vermarktet werden, können Bäuerinnen und Bauern davon profitieren, dass sie sich in besonderem Maße um das Tierwohl und die Umwelt kümmern. Mit dem Aufbau neuer Verarbeitungs- und Vermarktungsstrukturen stellen wir sicher, dass Verbraucherinnen und Verbraucher diese Form der Bewirtschaftung über den Kauf des besonderen Rindfleisches unterstützen. Damit tragen sie auch zur finanziellen Stabilität der Betriebe bei und erhalten die kleinbäuerliche Landwirtschaft in Hessen“, sagte die Ministerin.


© Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz