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Umweltministerin Hinz eröffnet bundesweite Öko-Feldtage in Frankenhausen und verkündet die Wiedereinführung des Programms „Vielfältige Ackerkulturen“

Sommertour 2019 (Tag 2): Umweltministerin Hinz eröffnet bundesweite Öko-Feldtage in Frankenhausen und verkündet die Wiedereinführung des Programms „Vielfältige Ackerkulturen“

Am zweiten Tag ihrer Sommertour eröffnet Umweltministerin Priska Hinz die Öko-Feldtage auf der Hessischen Staatsdomäne Frankenhausen. Bei einem anschließenden Rundgang über das 20 Hektar große Veranstaltungsareal informiert sich die Ministerin über Innovationen im Ökolandbau. Zeit für einen fachlichen Austausch bietet das anschließende Dialogforum mit Agrarexperte Felix Prinz zu Löwenstein.

„Wir erwarten auf der 2-tägigen Veranstaltung am 3. und 4. Juli zwischen 10.000 bis 15.000 Besucherinnen und Besucher. Über 350 Aussteller präsentieren ihre Arbeit und Produkte – das sind rund 87 Aussteller mehr als im letzten Jahr. Das Interesse von Landwirten und der Bevölkerung am Ökolandbau steigt deutlich von Jahr zu Jahr“, erklärt Hinz. Die Bedeutung des Ökolandbaus belegen auch folgende Zahlen: Seit 2013 ist die Ökoanbaufläche um fast 50 Prozent gestiegen. Mit 14,5 Prozent ist Hessen mittlerweile Spitzenreiter im Ökolandbau. Mittlerweile produzieren 2.250 Betriebe auf 112.500 Hektar Anbaufläche ökologische Produkte. „Das haben wir unter anderem mit dem Ökoaktionsplan geschafft, den wir 2014 eingeführt haben. Wir kommen unserem Ziel, bis 2025 einen Flächenanteil für den Ökolandbau von 25 Prozent zu erreichen, immer näher,“ so Hinz.

Ein weiterer Erfolg für die nachhaltige Landwirtschaft: Das Umweltministerium hat das Förderprogramm Vielfältige Ackerkulturen wiedereingeführt. Im Laufe dieser Woche geht es los und Landwirte können bis Oktober ihre Förderanträge für das kommende Jahr stellen. „Die hessischen Landwirtinnen und Landwirte erhalten von uns finanzielle Unterstützung, wenn sie mindestens fünf Kulturen - davon eine Eiweißkomponente - anbauen. Damit wird auf natürliche Weise Pflanzengesundheit und Biodiversität gefördert. Obendrein leistet eine solche Fruchtfolge einen Beitrag zum Gewässerschutz, da Eiweißkulturen selbst kaum gedüngt werden müssen und sogar Stickstoff im Boden anreichern für nachfolgende Kulturen, sodass der Einsatz von Stickstoffdünger deutlich reduziert werden kann,“ erläutert Hinz.

Die Öko-Feldtagen liefern wichtige Impulse für die weitere Entwicklung im Ökolandbau. Besucherinnen und Besucher können sich auf dem Feld, im Stall und auch in Fachforen über die ökologische Landwirtschaft informieren und herausfinden, welche Innovationen es in diesem Bereich derzeit gibt. Am Stand der Gruppe „Extrawurst“ gibt es z.B. Informationen zur mobilen Schlachtung vor Ort. Das bedeutet vor allem weniger Stress für die Tiere, da Tiertransporte damit entfallen. Die Projektgruppe hat für ihr Vorhaben der stressfreien Schlachtung in Hessen mittlerweile eine dauerhafte Zulassung erhalten. „Transport und fremde Umgebung vor dem Schlachten stressen Rinder und führen zu schlechterer Fleischqualität. Deshalb wollen wir einen Teil des Schlachtens, das Töten, auf dem Hof ermöglichen und dann den Tierkörper zur weiteren Bearbeitung in den Schlachtbetrieb bringen. Wir hoffen nun, dass dieses Verfahren zur Vermeidung von Lebendtiertransporten, viele Nachahmer findet“, erklärt Hans-Jürgen Müller, Vorsitzender des Verbandes der Landwirte mit handwerklicher Fleischverarbeitung (vlhf) und stellvertretender Leadpartner des Projekts.

Weitere Informationen zum Programm der Öko-Feldtage finden Sie auch im Internet: https://www.oeko-feldtage.de/programm2019/


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