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Trend des sparsamen Umgangs mit Trinkwasser setzt sich fort · ca.117 Liter Wasser am Tag

Regierungspräsidium Gießen veröffentlicht Wasserbilanz Mittelhessen für das Jahr 2019 - Jeder Mittelhesse verbraucht durchschnittlich 117 Liter am Tag

Gießen. Wasser ist Grundlage allen Lebens. Wir nutzen Wasser für unsere Ernährung, die tägliche Hygiene und für unsere Freizeitaktivitäten. In Mittelhessen wird das Trinkwasser ausschließlich aus dem Grundwasser gewonnen, das damit Trinkwasserspender und Lebensraum zugleich ist. "Ein effektiver Schutz und der schonende Umgang mit Trinkwasser sind daher die wichtigsten Voraussetzungen für eine nachhaltige Grundwasserbewirtschaftung", sagt Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich bei der Vorstellung der Wasserbilanz Mittelhessen für 2019. Deshalb ist es umso erfreulicher, dass sich der Trend zum sparsamen Umgang mit Trinkwasser auch in den Zahlen widerspiegelt, die das Regierungspräsidium Gießen nun veröffentlicht hat.

Jeder Mittelhesse verbrauchte demnach pro Tag im Durchschnitt 117 Liter Trinkwasser. So lag der durchschnittliche tägliche Wasserbedarf im Landkreis Marburg-Biedenkopf bei 112 Liter pro Einwohner und Tag, im Lahn-Dill-Kreis bei 113 Liter, im Landkreis Gießen bei 120 Liter, im Vogelsbergkreis waren es 121 Liter und im Landkreis Limburg-Weilburg wurden 122 Trinkwasser pro Tag und Einwohner verbraucht.

"Wir stellen fest, dass sich der lang anhaltende Trend zum sparsamen Wasserverbrauch in der Region Mittelhessen auch im vergangenen Jahr weiter fortgesetzt hat", sagt Astrid Schweinsberger vom zuständigen Dezernat beim RP Gießen. Dies veranschauliche den verantwortungsvollen Umgang der Bürgerinnen und Bürger in den fünf Landkreisen des Regierungsbezirkes Gießen mit der Ressource Wasser.

Und dennoch: Die vergangenen Sommer haben gezeigt, dass sich die Wasserversorger vielerorts neuen Herausforderungen stellen müssen. So kam es an einzelnen trocken-heißen Tagen zu Spitzenbedarfssituationen, in denen die täglichen Abnahmemengen auf Rekordhöhen kletterten und die Gewinnungs- und Aufbereitungsanlagen an ihre technischen Grenzen brachten. Einige Wasserversorger haben daher auch zuletzt wieder zu einem noch verantwortungsbewussteren Umgang mit Trinkwasser aufgerufen. "Die Apelle der Wasserversorger sollten ernst genommen werden", betont Regierungspräsident Ullrich, "denn die permanente Verfügbarkeit von Trinkwasser in bester Qualität ist keine Selbstverständlichkeit und erfordert die Mitwirkung von uns allen." © RP-Gießen