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Tobias Eckert (SPD): „Ein passives Fahrzeug-Rückhaltesystem würde L 3046 im Bereich des Seeweihers sicherer machen“

LIMBURG-WEILBURG. Der heimische SPD Landtagsabgeordnete Tobias Ecker fordert für die Landesstraße 3046 im Bereich des Seeweihers ein passives Fahrzeug-Rückhaltesystem für mehr Sicherheit der Verkehrsteilnehmer. „Beim letzten gefährlichen Verkehrsunfall, bei dem ein PKW von der Fahrbahn abgekommen und im See gelandet, konnte die Fahrerin mit viel Glück aus ihrem Fahrzeug befreit und unverletzt gerettet werden. Dieser Unfall unterstreicht aber die Notwendigkeit der Installation eines Rückhaltesystems, welches ich im Bereich des Seeweihers gerne realisiert sehen möchte“, erklärte Eckert. Durch ein passives Fahrzeug-Rückhaltesystem könnten Fahrzeuge auch bei einem Unfall vor einer Weiterfahrt in den Seeweiher gestoppt werden.

 

Der hessische Verkehrsminister Al-Wazir (Bündnis90/Die Grünen) antwortete auf eine parlamentarische Initiative von Tobias Eckert, dass die Entscheidung darüber, ob eine Schutzeinrichtung erforderlich ist, von der Art der Gefährdung in einem kritischen Abstand zur Straße, der zulässigen Höchstgeschwindigkeit, der Abkommenswahrscheinlichkeit und der Verkehrsstärke abhänge. Der betreffende Bereich der L 3046 in Höhe des Seeweihers lasse sich aufgrund dessen Tiefe von über einem Meter zwar grundsätzlich der höchsten Gefährdungsstufe zuordnen. Da die zulässige Höchstgeschwindigkeit in diesem Abschnitt der L 3046 bei 60 km/h liege und keine erhöhte Abkommenswahrscheinlichkeit vorliege, ergebe sich für diesen Bereich keine Notwendigkeit für die Einrichtung von passiven Schutzeinrichtungen, so der Minister in seiner Antwort. Bei dem betreffenden Abschnitt der L 3046 handele es sich „lediglich um eine potenzielle Gefahrenstelle im Innenbereich der Kurve. Weitere Unfälle dieser Art, bei dem es zu einem Durchbruch des Geländers kam, sind nicht bekannt.“, so Al-Wazir. Unabhängig von dieser grundsätzlichen Einschätzung werde Hessen Mobil als zuständiger Straßen-baulastträger für die L 3046 die Thematik bei der nächsten Besprechung der Unfallkommission mit der zuständigen Straßenverkehrsbehörde des Landkreises Limburg-Weilburg und der Polizei erörtern, um mögliche Optimierungsmaßnahmen zu eruieren.

„Ich habe die Erwartung, dass durch zusätzliche Maßnahmen die Verkehrssicherheit auf der L 3046 im Bereich des Seeweihers erhöht wird. Der letzte Unfall hat gezeigt, dass theoretische ministerielle Überlegungen über Abkommenswahrscheinlichkeiten nicht zielführend sind. Wenn ein passives Fahrzeug-Rückhaltesystem die Gefährdung von Menschenleben minimieren kann, dann muss die Landesregierung auch in diesem Sinne aktiv werden.“, unterstreicht Eckert.

© Swen Bastian