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Standort in Darmstädter Kelley-Barracks wird reaktiviert

Weitere Unterkunft für Erstaufnahmeeinrichtung Hessen wegen Corona-Pandemie und steigender Flüchtlingszahlen notwendig – Regierungspräsidium Gießen betreibt die Liegenschaft

Gießen. Die Zahl der Asylsuchenden nimmt in den vergangenen Monaten auch in Hessen zu. Aktuell leben rund 5.900 Menschen in der Erstaufnahmeeinrichtung des Landes Hessen (EAEH) verteilt auf mehrere Standorte. Seit Beginn der Corona-Pandemie werden alle Anstrengungen unternommen, um die Geflüchteten und die Beschäftigten bestmöglich vor dem Corona-Virus zu schützen und ausreichende Möglichkeiten der Isolierung zur Verfügung zu stellen. Wesentlich ist hierbei auch eine aufgelockerte Belegung. Die ursprüngliche Kapazität der Standorte kann deshalb nicht mehr in vollem Umfang genutzt werden. Durch die nun gestiegene Zahl an asylsuchenden Menschen ist es erforderlich, weitere Standorte herzurichten. Das Land Hessen beabsichtigt deshalb, vier Gebäude der Kelley-Barracks in Darmstadt zu reaktivieren. In den Gebäuden sollen circa 750 Menschen Unterkunft finden. Die Einrichtung wird, wie alle übrigen Unterkünfte der Erstaufnahmeeinrichtung, vom Regierungspräsidium (RP) Gießen betrieben.

Der Standort in den Darmstädter Kelley-Barracks diente bereits in früheren Jahren als Unterbringung für Geflüchtete. Das RP Gießen wird Unterstützung von Dienstleistern erhalten, die sich beispielsweise um die medizinische Versorgung oder den Sozialdienst kümmern. Das Land Hessen verfügt derzeit über Standorte der Erstaufnahme in sechs hessischen Kommunen sowie eine Außenstelle am Frankfurter Flughafen. Eine Reaktivierung von drei weiteren Standorten in Friedberg, Fuldatal-Rothwesten sowie in Bensheim sind in Planung. Zudem kooperiert das Land mit fünf Jugendherbergen, in denen ebenfalls Geflüchtete leben. Diese Verträge laufen Ende März 2022 aus. © RP-Gießen