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Stärkung der Kinderrechte

Prof. Dr. Katharina Gerarts: „Ich freue mich, dass mit der Verfassungsänderung die Belange von Kindern und Jugendlichen eine entsprechende Stärkung erhalten“

Wiesbaden. Die hessischen Bürgerinnen und Bürger haben der Verfassungsänderung mit großer Mehrheit zugestimmt. Die Hessische Landesbeauftragte für Kinder- und Jugendrechte, Prof. Dr. Katharina Gerarts, begrüßt, dass auch die Kinderrechte mit der weitestreichenden Formulierung aller Bundesländer in die Hessische Landesverfassung aufgenommen wurden: „Mit der Aufnahme der Kinderrechte in der Hessischen Landesverfassung sind die Schutz-, Förder- und Partizipationsrechte für alle 0-18-Jährigen verankert. Ich freue mich, dass damit die Belange von Kindern und Jugendlichen eine entsprechende Stärkung erhalten. Mein Dank gilt allen Unterstützern, die tatkräftig für die Aufnahme der Kinderrechte in der Landesverfassung geworben und aufgeklärt haben. Die Stärkung der Rechte von Kindern ist auch eine Stärkung der Rechte von Eltern: Denn für Eltern steht das Wohlbefinden ihrer Kinder an erster Stelle. Dieses Wohlbefinde stellt die UN-Kinderechtskonvention in den Mittelpunkt."

Die UN-Kinderrechtskonvention wurde 1989 von den Vereinten Nationen verabschiedet und besteht damit schon seit fast 30 Jahren. In Deutschland wurde die Konvention 1992 ratifiziert; damit hat sich die Bundesrepublik verpflichtet, die Rechte von Kindern und Jugendlichen im Sinne der UN-Kinderrechtskonvention zu stärken. Derzeit arbeitet eine Bund-Länder-Arbeitsgemeinschaft zu der Frage, wie die Kinderrechte auch in das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland aufgenommen werden kann.

Das Bundesland Hessen hat mit der Ernennung der Hessischen Beauftragten für Kinder- und Jugendrechte im Juni 2017 die Kinderrechte als wichtiges Thema erkannt und in den Mittelpunkt gerückt. Prof. Dr. Gerarts legte nach einjähriger Amtszeit die Hessische Kinder- und Jugendrechte-Charta vor. „Mit der Aufnahme der Kinderrechte in die Hessische Landesverfassung hat auch die kinderrechtliche Leitlinie für die Hessische Landesregierung, die Hessische Kinder- und Jugendrechte-Charta, Rückenwind erhalten. Nun geht es darum, die konkreten Handlungsempfehlungen der Hessischen Kinder- und Jugendrechte-Charta umzusetzen. Sehr vielen Kindern und Jugendlichen in Hessen geht es bereits gut oder sehr gut, aber weiterhin muss an Themen wie dem Schutz vor Gewalt, der Partizipation von Kindern und Jugendlichen in Schulen und Kommunen sowie an der Bekanntmachung der Kinderrechte in der Öffentlichkeit gearbeitet werden." © Hessisches Ministerium für Soziales und Integration