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Stadtgärtner schaffen Lebensraum durch Nistkästen

Der Wald als Lebensraum kommt in der Stadt oftmals zu kurz. In dicht besiedelten Bereichen erfüllt der Wald eine Naherholungsfunktion und die erfordert zum Beispiel auch eine deutliche höhere Verkehrssicherung. Hohle und abgestorbene Bäume sind daher selten zu finden. Dabei dienen gerade sie als Lebensraum. Die Limburger Stadtgärtnerei wollen dieses Manko ausgleichen und schaffen Lebensraum durch zahlreiche aufgehängte Nistkästen.
„Wir möchten mit den künstlich geschaffenen Nisthilfen geeignete Brutstätten in verkehrssicheren Bäumen liefern“, sagt Matthias Beul, Leiter der Stadtgärtnerei. Die Nistkästen dienen nicht nur Vögeln, sondern zum Beispiel auch Fledermäusen.
Bei neuangepflanzten Bäumen werden die Nistkästen an einem Pfosten montiert, da die Bäume noch zu klein sind. In den verschiedenen Streuobstwiesen der Stadt, die meist am Rand der besiedelten Flächen liegen und natürliche Bedingungen bieten, haben die Stadtgärtner Niströhren für den Steinkauz angebracht. Verbunden ist das Anbringen der Röhren mit dem Wunsch, dass diese kleine Eulenart sich auch in den Obstbäumen ansiedelt.
Auf dem Hauptfriedhof mit seinen großen Freiflächen und dem alten Baumbestand sowie dem Schafsbergwald in der Nähe sind Brutröhren für den ebenfalls seltenen Waldkautz aufgehängt worden. Auch für Falken und für Fledermäuse hat die Stadtgärtnerei entsprechende Kästen aufgehängt. Ein Teil dieser Kästen hat die Stadt in der Vitos-Klinik in Hadamar fertigen lassen.
Das bereits vor zwei Jahren begonnene Projekt mit Nisthilfen für Gebäudebrüter wird nach Angaben von Beul damit fortgeführt. Nach seinen Angaben werden die seinerzeit angebrachten Kästen von Fledermäusen, Mauerseglern und andere Gebäudebrütern zum Teil sehr gut angenommen. Pflegebedarf besteht nach Angaben von Beul lediglich bei den Kleinvogelnistkästen, die im Frühjahr gereinigt werden. Fledermausquartiere seien meist selbstreinigend und bei den Gebäudebrütern wie Turmfalke und Mauersegler bestehe auch kein Reinigungsbedarf. © Stadt Limburg